HolK versüßt sich den langen Tag der StadtNatur im Berliner Bienen-Lehrgarten

in Veranstaltungen an Jun 20, 2010

Vor wenigen Stunden ist der lange Tag der StadtNatur 2010 in Berlin zu Ende gegangen. Als Schirmherr der Aktion wies der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit in seinem Grußwort darauf hin, dass “es in Berlin Biotope von erstaunlichem Reiz und Artenreichtum” zu entdecken gäbe. Und da ja 2010 das Jahr der Biodiversität ist, hat sich HolK ebenfalls aufgemacht, die Stadtnatur zu erkunden. Welchen wichtigen Baustein er dabei genauer unter die Lupe genommen hat, erfahrt ihr hier.

HolK präsentiert das leckere Erzeugnis der fleißigen Honigsammler (im Hintergrund) aus dem Berliner Bienen-Lehrgarten

HolK präsentiert das leckere Erzeugnis der fleißigen Honig-Sammler (im Hintergrund) aus dem Bienen-Lehrgarten

Der lange Tag der StadtNatur 2010 ist nach eigener Angabe der Stiftung Naturschutz Berlin „ein Beitrag des Landes Berlin zur Biodiversität entsprechend der Ziele des 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung beschlossenen Übereinkommens über die biologische Vielfalt“.

Auf fast 200 Seiten listet das Programmheft zum diesjährigen Aktionstag auf, wie vielfältig die Natur in Berlin vertreten ist – vom Amberbaum im Englischen Garten beim Schloss Bellevue über Biber in Friedrichshain, Konikpferde auf der Weidefläche in Hobrechtsfelde und Wasserskorpione im Weißenseer Kleinbiotop der Baumschutzgemeinschaft Berlin e.V. bis zur Zikade, deren trickreiche Tarnung in der Biologie-Station des Danthe-Gymnasiums erklärt wurde.

Gelb macht Geld

Nicht entgehen lassen wollte sich HolK aber den Beitrag, der scheinbar provokant mit „Ohne uns läuft hier gar nichts!“ betitelt war. Die Experten vom Bienen-Lehrgarten in Berlin-Charlottenburg erklärten aber im Gespräch vor Ort, dass diese Aussage keineswegs übertrieben sei.

Einerseits bezieht sich der Spruch natürlich auf die Bienen, andererseits aber auch auf die Imker selber. Die Bestäubung unserer Obst- und Gemüsepflanzen erfolgt überwiegend durch Honigbienen. Somit sind sie eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Nutztiere, das eine erhebliche ökonomische Bedeutung hat. In der Infobroschüre des Bienenlehrgartens heißt es, dass der „volkswirtschaftliche Wert der Bestäubung durch Bienen auf 2,5 Milliarden Euro“ allein für Deutschland geschätzt wird.

Andererseits läuft bei den Bienen ohne den Menschen ebenfalls so gut wie gar nichts. Da die natürlichen Rückzugsmöglichkeiten immer weiter eingeschnitten werden, ist die Haltung im Bienenstock für viele Völker die einzige Überlebensmöglichkeit.

Wo Honig fließt

Der Bienengarten präsentierte am langen Tag der StadtNatur gerne alles rund um die fleißigen Honigsammler. Unter anderem wurde gezeigt, wie die Waben entdeckelt und geschleudert werden, bis der Honig fließt – inklusive sofortiger Verköstigung. Wer selber mehr über unsere heimischen Arten erfahren will, muss dazu natürlich nicht auf den nächsten langen Tag der StadtNatur warten. Schließlich dient der Lehrgarten dazu, möglichst viele Mitbürger für die Imkerei zu begeistern, um die eigene Umwelt zu schützen.

Mehr Infos unter: http://www.bienengarten-berlin.de

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