Archiv für Dezember, 2011

5 vor 12: Wie nachhaltig ist ‘Everything Is Borrowed’ von The Streets?12.26.11

Bevor ich hier meine eigene Website eingerichtet habe, gab es ja schon auf Amazee.com einen Ecotainment-Blog vom HolK. Da diese Social Community nun offline genommen wurde, will ich hier ein paar der alten Artikel „recyclen“. Und welcher Tag wäre für den Anfang passender als der 26.12.2011? Heute ist wirklich 5 (Tage) vor (20)12!

HolK hat bei The Streets noch mal genau hingehört

HolK hat bei The Streets noch mal genau hingehört

Beginnen will ich mit ‘Everything Is Borrowed’ von The Streets aus dem Jahre 2008. Wie der Projektname ja schon sagt, bewegten sich The Streets seit dem allerersten Album ’Original Pirate Material’ eher im urbanen Umfeld. Auf ’Everything Is Borrowed’ überrascht Mike Skinner, der Kopf hinter dem Ganzen, aber nun mit nachhaltigeren Themen.

Im Video wird der Titeltrack ’Everything Is Borrowed’ zwar noch sehr materiell umgesetzt, denn die „geborgten Güter“ werden darin verpfändet, aber die Lyrics können natürlich auch ideell verstanden werden. Diese Welt gehört nicht uns alleine, sondern auch den folgenden Generationen: „I came to this world with nothing./ And I leave with nothing but love./ Everything else is just borrowed.”

Optisch deutlicher beschreiben The Streets die Schönheit der Welt im Booklet der CD. Statt wie viele andere Künstler sich selbst zu zeigen, werden Fotos von natürlichen Landschaften – zum Teil sogar auf Doppelseiten – abgebildet. Auch im Video zu ’The Escapist’ wird Mike Skinner bis zum Ende nur von hinten gezeigt, wie er durch die Welt wandert… zur Fähre, durch das Gebirge und über Sanddünen.

Das Konzept hinter seinem neuen Werk erklärte Skinner im Infoblatt für die Presse so: „Weil das vorangegangene Album so sehr in seiner Zeit gefangen war, entschied ich mich, dass ich auf diesem die modernen Zeiten so gut wie gar nicht erwähnen wollte. Aber trotzdem will ich eine Art Verbindungen zu jenen herstellen, die das moderne Leben leben. Und wenn du alle Gegenstände, Werkzeuge und den ganzen Kleinkram wegnimmst, durch die wir uns jeden Tag durcharbeiten, dann bleiben am Ende nur Menschen und die Natur.“

Der ökologisch am Eindeutigsten geprägte Songtext dürfte ’The Way Of The Dodo’ sein, bei dem The Streets die ausgestorbene Vogelart als Symbol dafür einsetzen, dass die Welt sich auch ohne uns weiter drehen wird. Umweltschutz dient eben vor allem dem Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlage: „It’s not Earth that’s in trouble./ It’s the people that live on it – no no./ Earth will be here long after we’ve all gone the way of the Dodo.”

Klar, dass das hier keine Party-Platte geworden ist. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass The Streets mit diesem schönen, nachdenklichen Album wieder mehr Menschen erreichen als zuletzt mit ‘The Hardest Way To Make An Easy Living’.

Mehr Infos: http://www.the-streets.co.uk

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