Archiv für Januar, 2012

Wie Nanomaterialen in Architektur, Innenarchitektur und Design die Umwelt schützen01.08.12

Hier ist noch ein Artikel, den ich bereits auf der nun leider still gelegten Social Collaboration Platform Amazee veröffentlicht hatte. ‘Nanomaterialen in Architektur, Innenarchitektur und Design’ von Innenarchitektin Sylvia Leydecker ist zwar schon 2008 erschienen, zeigt aber anschaulich, wo überall in der Welt Nanomaterialien bereits erfolgreich eingesetzt werden – und wie Architekten, Innenarchitekten und Designer damit auch die Umwelt schützen.

Klein, aber fein: HolK informiert sich über Nanomaterialien

Klein, aber fein: HolK informiert sich über Nanomaterialien

Schon im Vorwort vom wissenschaftlichen Geschäftsfüher Michael Veith des Leibniz-Instituts für Neue Materialien (INM) wird an einem Beispiel erklärt, welche nachhaltigen Vorteile durch Nanotechnologie erreichbar sind: „Wenn ein herkömmlicher Korrosionsschutzlack auf Chrom-VI-Basis durch eine ungiftige Nanobeschichtung ersetzt wird, die zudem wesentlich dünner und damit ressourcenschonender ist, bringt das wirtschaftliche Vorteile und leistet einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit.“

Sylvia Leydecker, die Inhaberin des 1997 in Köln gegründeten Innenarchitekturbüros ’100% interior’ ist, erklärt in ihrem Buch aber erst einmal, was Nanotechnologie eigentlich ist, um dann über eine historische Abhandlung zu den Meilensteinen der aktuellen Entwicklungen zu gelangen. Diese nahmen mit dem legendären Vortrag ‘There’s Plenty Room at the Bottom’ von Nobelpreisträger Richard P. Feynman vor gut fünf Jahrzehnten ihren Anfang. Im Abschnitt ‘Nanoprodukte’ stellt sie auch mögliche Anwendungen in der Branche Umwelttechnologie vor: „Verschmutztes Wasser kann mittels Nanotechnologie per Photokatalyse gereinigt werden [...]. Recycling wird vereinfacht, indem durch konstruktive Debonding-on-Command-Systeme die sortenreine Trennung von Wertstoffen erleichtert wird.“

Weniger Ressourcen, weniger Energie, mehr Umweltschutz

Dem Themenkomplex ‘Ökologie und Ökonomie’ werden dann noch einmal extra zwei Seiten gewidmet. Die Vorteile von Nanotechnologie sind vor allem, dass weniger Ressourcen und Energie benötigt werden – entweder direkt oder indirekt: „Direkt, indem zum Beispiel kratzfester Lack ultradünn aufgetragen wird und damit sowohl Produktionsschritte als auch Material eingespart werden. Oder indirekt, indem beispielsweise eine hocheffiziente Dämmung zum Einsatz kommt, die nicht nur Energie spart, sondern außerdem den für sie selbst nötigen Materialeinsatz und dessen Transportaufwand minimiert.“

Der Großteil des Buches widmet sich dann real existierenden Funktionen und Anwendungen von ‘Selbstreinigend’ über ‘Luftreinigend’ bis ‘Kratz- und abriebfest’, die oft auch ökologisch nützlich sind. Auf rund 120 Seiten werden verschiedene Wirkweisen erklärt und dann zu (fast) jeder Anwendung Praxisbeispiele gezeigt, bei denen das soeben vorgestellte Prinzip bereits konkret genutzt wird. Fotos von Gebäuden aus Europa, Asien und Amerika, bei denen es im Zeitraum zwischen 2000 und 2007 zum Einsatz von Nanomaterialien kam, sollen die schon heute vorhandenen Möglichkeiten aufzeigen.

Demnach besteht zum Teil sogar schon jahrelange Erfahrung mit den Auswirkungen von Nanomaterialen in Architektur, Innenarchitektur und Design. Das macht auf jeden Fall Lust, tiefer in die Materie einzusteigen und konkret zu ermitteln, was nachhaltig bewirkt wurde. Als erster Kontakt zum Thema ist somit das Buch von Sylvia Leydecker durchaus geeignet.

English information: “With the help of nanotechnology dirty water can be cleansed using photocatalyse.“ (from: ‘Nanomaterials in Architecture, Interior Architecture and Design’, Birkhäuser, 2008, page 37)

This is only one example how nanomaterials can be used for a sustainable development. The interior designer Sylvia Leydecker has focused on the application of nanotechnology since 2003. She communicates her know-how as author of ‘Nanomaterials in Architecture, Interior Architecture and Design’. This book provides its readers with an overview of functional applications in architectural contexts and related fields that offer ecological benefits, too.

Mehr Informationen unter: http://www.100interior.de

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