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	<title>holk.tv &#187; Musiker</title>
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	<description>Grüne Helden braucht das Land!</description>
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		<title>5 vor 12: Wie nachhaltig ist &#8216;Everything Is Borrowed&#8217; von The Streets?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 21:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ecotainment]]></category>
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		<description><![CDATA[Bevor ich hier meine eigene Website eingerichtet habe, gab es ja schon auf Amazee.com einen Ecotainment-Blog vom HolK. Da diese Social Community nun offline genommen wurde, will ich hier ein paar der alten Artikel „recyclen“. Und welcher Tag wäre für den Anfang passender als der 26.12.2011? Heute ist wirklich 5 (Tage) vor (20)12! Beginnen will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bevor ich hier meine eigene Website eingerichtet habe, gab es ja schon auf Amazee.com einen Ecotainment-Blog vom HolK. Da diese Social Community nun offline genommen wurde, will ich hier ein paar der alten Artikel „recyclen“. Und welcher Tag wäre für den Anfang passender als der 26.12.2011? Heute ist wirklich 5 (Tage) vor (20)12!</strong></p>
<div id="attachment_400" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/12/holk-listens-to-the-treets.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/12/holk-listens-to-the-treets-300x225.jpg" alt="HolK hat bei The Streets noch mal genau hingehört" title="holk-listens-to-the-treets" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-400" /></a><p class="wp-caption-text">HolK hat bei The Streets noch mal genau hingehört</p></div>
<p>Beginnen will ich mit &#8216;Everything Is Borrowed&#8217; von The Streets aus dem Jahre 2008. Wie der Projektname ja schon sagt, bewegten sich The Streets seit dem allerersten Album ’Original Pirate Material’ eher im urbanen Umfeld. Auf ’Everything Is Borrowed’ überrascht Mike Skinner, der Kopf hinter dem Ganzen, aber nun mit nachhaltigeren Themen.</p>
<p>Im Video wird der Titeltrack ’Everything Is Borrowed’ zwar noch sehr materiell umgesetzt, denn die „geborgten Güter“ werden darin verpfändet, aber die Lyrics können natürlich auch ideell verstanden werden. Diese Welt gehört nicht uns alleine, sondern auch den folgenden Generationen: <em>„I came to this world with nothing./ And I leave with nothing but love./ Everything else is just borrowed.”</em></p>
<p>Optisch deutlicher beschreiben The Streets die Schönheit der Welt im Booklet der CD. Statt wie viele andere Künstler sich selbst zu zeigen, werden Fotos von natürlichen Landschaften – zum Teil sogar auf Doppelseiten – abgebildet. Auch im Video zu ’The Escapist’ wird Mike Skinner bis zum Ende nur von hinten gezeigt, wie er durch die Welt wandert&#8230; zur Fähre, durch das Gebirge und über Sanddünen.</p>
<p>Das Konzept hinter seinem neuen Werk erklärte Skinner im Infoblatt für die Presse so: <em>„Weil das vorangegangene Album so sehr in seiner Zeit gefangen war, entschied ich mich, dass ich auf diesem die modernen Zeiten so gut wie gar nicht erwähnen wollte. Aber trotzdem will ich eine Art Verbindungen zu jenen herstellen, die das moderne Leben leben. Und wenn du alle Gegenstände, Werkzeuge und den ganzen Kleinkram wegnimmst, durch die wir uns jeden Tag durcharbeiten, dann bleiben am Ende nur Menschen und die Natur.“</em></p>
<p>Der ökologisch am Eindeutigsten geprägte Songtext dürfte ’The Way Of The Dodo’ sein, bei dem The Streets die ausgestorbene Vogelart als Symbol dafür einsetzen, dass die Welt sich auch ohne uns weiter drehen wird. Umweltschutz dient eben vor allem dem Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlage: <em>„It’s not Earth that’s in trouble./ It’s the people that live on it – no no./ Earth will be here long after we’ve all gone the way of the Dodo.”</em></p>
<p><strong>Klar, dass das hier keine Party-Platte geworden ist. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass The Streets mit diesem schönen, nachdenklichen Album wieder mehr Menschen erreichen als zuletzt mit ‘The Hardest Way To Make An Easy Living’.</strong></p>
<p><strong>Mehr Infos:</strong> <a href="http://www.the-streets.co.uk">http://www.the-streets.co.uk</a></p>
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		<title>Marlon Roudette arbeitet weiter am nachhaltigen Big City Life</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 20:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit seiner Band Mattafix veröffentlichte Marlon Roudette die erste offizielle Single &#8216;Big City Life&#8217; 2005. In mehreren Ländern landete das Duo damit einen Nr.-1-Hit, trotz oder wegen der gesellschaftskritischen Lyrics. Zwei Alben später wandelt der Frontmann nun mit &#8216;Matter Fixed&#8217; auf Solo-Pfaden und hat mit der Single &#8216;New Age&#8217; für den Soundtrack zum Film &#8216;What [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit seiner Band Mattafix veröffentlichte Marlon Roudette die erste offizielle Single &#8216;Big City Life&#8217; 2005. In mehreren Ländern landete das Duo damit einen Nr.-1-Hit, trotz oder wegen der gesellschaftskritischen Lyrics. Zwei Alben später wandelt der Frontmann nun mit &#8216;Matter Fixed&#8217; auf Solo-Pfaden und hat mit der Single &#8216;New Age&#8217; für den Soundtrack zum Film &#8216;What A Man&#8217; von und mit Matthias Schweighöfer wieder die Pole Position in Deutschland erobert. Trotzdem bleibt er bescheiden und spricht im Interview lieber übers Fahrradfahren und das Engagement für seine karibische Heimat.</strong></p>
<div id="attachment_393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/09/big-city-life-marlon-roudette-and-holk.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/09/big-city-life-marlon-roudette-and-holk-300x225.jpg" alt="big-city-life-marlon-roudette-and-holk" title="big-city-life-marlon-roudette-and-holk" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-393" /></a><p class="wp-caption-text">Nachhaltig, aber sexy? Big City Life in Berlin mit Marlon Roudette und HolK</p></div>
<p><span id="more-392"></span></p>
<p>Marlon Roudette, der in London geboren wurde und auf der Karibik-Insel St. Vincent aufwuchs, ist eigentlich immer auf dem Boden geblieben. Jedenfalls sind ihm die bisherigen Erfolge nicht zu Kopf gestiegen. So stellt er im entspannten Rap-Track &#8216;Riding Home&#8217; unter anderem klar, dass er gar kein Auto braucht, sondern lieber Fahrrad fährt: <em>„He took the yard to the city and he mixed it, mattafixed it./ Now, he&#8217;s on some sick shhh./ So keep the money and the cars and the deals./ I&#8217;m riding home on the same two wheels.“</em></p>
<p><strong>Zurück zur Natur?</strong></p>
<p>Dass die Lyrics nicht nur ein Spruch sind, der sich gerade gut reimt, bestätigt er gerne auch nochmal auf Nachfrage. Einen Bentley habe er nie gewollt. Unkontrollierter Konsum ist nicht Teil seines Lebensstils. Ideelle Werte zählen für ihn mehr als marterielle: <em>„Ich find&#8217;s gut, mich auf das Wesentliche zu beschränken. Das heißt, gute Songs zu schreiben. Aber es geht auch darum, zu zeigen, wo ich herkomme. Und das kann eben auch beim Fahren nach Hause eine eher ungewöhnliche Art der Fortbewegung sein. Wobei ich wirklich viel Fahrrad fahre. Mein Auto habe ich verkauft.“</em></p>
<p>Auch der ökologische Aspekt spiele bei der Entscheidung fürs Rad schon eine Rolle. Wobei er das nicht übertreiben will, aber seine Mutter sei da bei einer nachhaltigen Lebensführung sehr engagiert: <em>„Sie ist einerseits Kunstlehrerin, aber andererseits auch Bio-Bäuerin. Ihr ganzer Lebensstil dreht sich darum, unseren CO2-Fußabdruck zu verringern. Das hat mich natürlich beeinflusst, so dass ich zum Beispiel auch Landwirtschaftskurse in der Schule belegt hatte. Das muss im Auge behalten werden, wie wir unser Land nutzen. Massenproduktion funktioniert nicht. Wir müssen wieder eine größere Beziehung zu den Quellen unserer Nahrung bekommen.“</em></p>
<p><strong>Ten million&#8230; ways to change the system</strong></p>
<p>Schon in &#8216;Big City Life&#8217; beschrieb Marlon Roudette damals seine Haßliebe zum Leben in der Großstadt, bei dem die Hektik und der Druck den Alltag dominieren, das System einen runtermacht und die Natur in die Ecke gedrängt wird: <em>„Don&#8217;t let the system get you down./ Big City Life, me try fi get by./ Pressure nah ease up no matter how hard me try.“</em></p>
<p>So systemkritisch ist Marlon Roudette auf &#8216;Matter Fixed&#8217; auf den ersten Blick nicht mehr. Eher hört es sich so an, als ob es „nur“ um Beziehungskram geht. Diesen Eindruck bestätigt er einerseits, versucht ihn aber andererseits auch zu korrigieren: <em>„Zu Beginn der Aufnahmen war ich sehr mit persönlichen Dingen beschäftigt. Aber es ist jedenfalls nicht so, dass ich mich nicht weiterhin für soziale Belange interessiere. Ich denke aber auch, dass zum Teil in den Liedern genug Raum für andere Interpretationen ist. Es gibt zum Beispiel auch Stücke wie &#8216;Ten Million&#8217;, das Obdachlosigkeit behandelt. In &#8216;City Like This&#8217; geht es um die Schwierigkeiten, in einer riesigen Metropole zu wohnen. Das sind einfach Themen, die mich beschäftigen.“</em></p>
<p><strong>Nachhaltig engagiert!</strong></p>
<p>Wenn die Leute hören, dass Marlon Roudette aus der Karibik kommt, beneiden sie ihn meistens dafür. Und es sei natürlich in St. Vincent auch wunderschön. Aber das Leben in einer sich gerade erst entwickelnden Wirtschaft, die von größeren Nationen beeinflusst wird, ist auch schwierig, wie der Sänger erzählt: <em>„Der Lohn ist zum Teil minimal, die Arbeitslosigkeit hoch. Die Abhängigkeit von Importen steigt, während bäuerliche Traditionen verloren gehen. Vulkanausbrüche gab es zum Glück schon lange nicht mehr, aber Hurrikans sind auch problematisch. Die sozial-politischen Punkte, die auf meinen Album angesprochen werden, sind aus diesem Blickwinkel auf und von der Karibik beeinflusst.“</em></p>
<p>Momentan konzentriert er sich auch wieder mehr auf seine Heimat. In den vergangenen Jahren habe er da in einigen Schulen Vorträge gehalten und will das noch verstärken, nachdem er sich 2007 mit dem Song &#8216;Living Dafur&#8217; noch eher für diese afrikanische Region engagiert hatte.</p>
<p>Ein Kapitel aus seinen Leben, das ihm noch immer so wichtig ist, dass er es mit Bildern auf seinem Cover zu &#8216;Matter Fixed&#8217; erneut aufgreift: <em>„Ich wollte ein Artwork, das meine Persönlichkeit durch Bilder aus meinem Leben widerspiegelt. Die Demonstration, die da zu sehen ist, war für &#8216;Save Dafur&#8217; vor dem Haus des britischen Premierministers in der Downing Street 10. Ich bin in die Aktivitäten leider nicht mehr so stark involviert wie zu der Zeit, als wir mit unserem Lied auf die Lage dort in Afrika aufmerksam machten. Das Traurige ist, dass der Friedensprozess in der Region noch immer behindert wird. Aber mal sehen, wie sich die Unabhängigkeit des Südsudans auf die Situation auswirkt. Und ich bin sehr froh, dass ich als Künstler zumindest ein bisschen was tun konnte.“</em><br />
<strong><br />
Mehr Informationen unter:</strong> <a href="http://www.marlonroudette.com">http://www.marlonroudette.com</a></p>
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		<title>P.R. Kantate reimt für mehr Recycling im Rahmen der Trenntstadt Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 20:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Reggae-Stück &#8216;Görli, Görli&#8217; landete P.R. Kantate im Sommer 2003 einen Top-40-Hit. Darin besang er seinen Lieblingspark in Berlin. Doch neben solchen eher Nonsense-Liedern spricht P.R., das kurz für Plattenreiter steht, durchaus auch nachhaltigere Themen an. Auf seinem Album &#8216;Andere Seite&#8217; ging es unter anderem um die Energiekrise (&#8216;Kalt!&#8217;), unflexible Bürokratie (&#8216;Amt ab!&#8217;) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Reggae-Stück &#8216;Görli, Görli&#8217; landete P.R. Kantate im Sommer 2003 einen Top-40-Hit. Darin besang er seinen Lieblingspark in Berlin. Doch neben solchen eher Nonsense-Liedern spricht P.R., das kurz für Plattenreiter steht, durchaus auch nachhaltigere Themen an. Auf seinem Album &#8216;Andere Seite&#8217; ging es unter anderem um die Energiekrise (&#8216;Kalt!&#8217;), unflexible Bürokratie (&#8216;Amt ab!&#8217;) und den Ausbruch aus der Hektik des Alltags (&#8216;Atme die Welt&#8217;). Bei seinem neuen Projekt mit dem Trennt-Müll-Ensemble wird er nun noch konkreter – denn der Name ist Programm!</strong></p>
<div id="attachment_373" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/06/karneval-der-kulturen-holk-pr-kantate-trenntfestival-görli.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/06/karneval-der-kulturen-holk-pr-kantate-trenntfestival-görli-300x225.jpg" alt="HolK musisiert auf Müll - beim Trenntfestival mit P.R. Kantate (2. von rechts) und Band" title="karneval-der-kulturen-holk-pr-kantate-trenntfestival-görli" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-373" /></a><p class="wp-caption-text">HolK musisiert auf Müll - beim Trenntfestival mit P.R. Kantate (2. von rechts) und Band</p></div>
<p><span id="more-372"></span></p>
<p><em>„Müll runterbringen ist eine Sache von Sekunden./ Deckel auf, Deckel zu – und er ist verschwunden./ Doch so einfach ist die Sache manchmal nicht./ Denn: Er soll sortiert sein – und nicht vermischt!“</em>, rappt P.R. Kantate in seinen Lyrics zu den Klängen der Band, die auf Mülltonnen und selbst gebastelten Instrumenten aus alten Flaschen, Rohren und ähnlichem Abfall mitreißende Musik zaubert.</p>
<p>Noch bis zum 10. Juli 2011 ist das Team an verschiedenen Orten in Berlin unterwegs, um mit kleinen, kostenlosen Straßenkonzerten für mehr Umweltschutz zu werben. Unter <a href="http://trenntstadt-berlin.de/trenntmusik/">http://trenntstadt-berlin.de/trenntmusik/</a> finden Unteressierte nicht nur die noch ausstehenden Termine, sondern auch Bauanleitungen für die eingesetzten Instrumente wie Plastikrohr-Trommeln oder Kronkorken-Rasseln.</p>
<p><strong>Macht Mucke mit Müll!</strong></p>
<p>Schon der Start des Musikprojekts im Rahmen der Initiative &#8216;Trenntstadt Berlin&#8217; der Berliner Stadtreinigung (BSR) und ihrer Partner ALBA, Berlin Recycling und der Stiftung Naturschutz war ungewöhnlich, wie sich der Berliner Künstler erinnert: <em>„Das war sehr spannend. Alfred Mehnert von &#8216;Populare&#8217;, der die Trennt-Band leitet, kam mit – ja, eigentlich – haufenweise Müll zu mir: Flaschen, Rohre, Plastiktüten, Kanistern und irgendwelchem Kram. Er spielte dann darauf fulminante Rhythmen ein.“</em></p>
<p>Was ihn da genau erwarten würde, war Kantate davor wohl nicht so klar. Zuvor gab es bloß die Anfrage, ob er nicht Lust hätte, sich an einem solchen Projekt zu beteiligen – sowohl bei der Produktion als auch beim Texten. Er hatte Lust und nahm dann noch weitere Sounds in der Werkstatt auf, wo die Instrumente hergestellt wurden, um daraus einen Song zu machen: <em>„Ich denke, der Hörer merkt, dass das anders klingt. Aber nicht nach Schrott, sondern richtig gut. Das ist ja zum Teil Hightech-Ware, die da bei uns im Müll landet. Dementsprechend hat sie klanglich gar nicht mal so schlechte Qualität.“</em></p>
<p><iframe width="480" height="303" src="http://www.youtube.com/embed/KFEJt6Y0XTI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Textmässig hat er natürlich versucht, ein paar Botschaften über die Vorteile des Mülltrennens in witzige Reime zu verpacken. Unter anderem beschreibt er darin, wie die verschiedenen Abfälle stofflich und energetisch wiederverwertet werden können. Mit dem Hinweis, dass aus Biomasse Energie gewonnen werden könnte, knüpft er locker an ein Thema an, dass ihn schon in seinem Stück &#8216;Kalt!&#8217; beschäftigt hat: Das Schwinden der Ressource Erdöl!</p>
<p><strong>Wird es Zeit, sich warm anzuziehen?</strong></p>
<p>In &#8216;Kalt!&#8217; sang er schon vor ein paar Jahren: <em>„Ob die Vorräte noch reichen werden für das kranke Land, weiß ganz allein – die Pipe-Hotline./ Weil&#8230; unser Leben ist an den Ölpreis gekoppelt – und der hat sich bald verdoppelt./ Es ist kalt in Jamaika, letztes Jahr war es doch noch wärmer./ Kalt in Jamaika, die Leute werden immer ärmer!“<br />
</em><br />
In dem Lied geht es natürlich um mehr als die Beschreibung der Wetterbedingungen auf der Karibikinsel, die vielen Hörern paradox vorkommen. Jamaika ist bei Kantate eher eine Metapher: <em>„Wie Andorra bei Max Frisch. Er schreibt zwar über das Land, meint aber ein ganz anderes. So ähnlich ist das bei mir auch. Die Zeile, dass unser Leben an den Ölpreis gekoppelt ist und er sich verdoppelt hat, war damals so. Inzwischen hat er sich verdoppelt und verdoppelt und verdoppelt. Wenn ich das Stück live spiele, singe ich das dann auch so.“</em></p>
<p>Diese Entwicklung stimmt ihn natürlich nachdenklich. Ob die Energiewende nach Fukushima jetzt doch schneller kommt, weiß auch keiner. Trotz einer gewissen Skepsis blickt P.R. Kantate aber positiv in die Zukunft: <em>„Da wird auch gerne die Fahne in den Wind gehangen. Jetzt hängt sie eben im radioaktiven Wind und wird schnell wieder eingeholt. Ich glaube daran, dass der Ökostrom so weit ausgebaut werden kann, dass er andere Energiequellen ersetzen kann. Das Auto hat irgendwann die Kutschen abgelöst – und irgendwann wird das Auto durch was anderes abgelöst. Das ist eine Frage der Zeit, des Willens&#8230; und der Lobby! Ich bin da aber optimistisch!“</em></p>
<p><strong>Einfach im Kleinen anfangen – wie z.B. im Görli</strong></p>
<p>Politische Weichen müssen einfach in die richtige Richtung gestellt werden. In Anlehnung an &#8216;König von Deutschland&#8217;, den Klassiker von Rio Reiser, überlegte sich Kantate auch schon mal, was er verändern würde, wenn er die Macht dazu hätte.</p>
<p>Unter anderem würde er versuchen, Umweltverschmutzung, Lebensmittelskandale und Sozialabbau zu bekämpfen: <em>„Wenn am Görlitzer Bahnhof die Linden blühen – und der Rasen im Park ist braun anstatt grün,/ dann kiek ick mir hier um und denk mir: Oh yeah – wär geil, wenn ich hier mal König wär./ Da wo Bolle war, würde jetzt ein Spielplatz sein. Und in die Baugrube gegenüber käm ein Schwimmbecken rein./ Die Döner wären wieder aus richtigem Fleisch – und nicht aus so&#8217;nem Schaumgummi-Pressspan-Zeugs./ Das alles und noch viel mehr – würde ich machen, wenn ich König von Kreuzberg wär.“</em></p>
<p>Der Görli ist ihm eben, seit er in der Nähe lebt und arbeitet, natürlich ans Herz gewachsen. Umso erstaunter ist er darüber, wie rücksichtslos Leute mit ihren Lieblingsplätzen umgehen: <em>„Der Rasen wird durchgetrampelt und alles ist voll mit Kippen, Kronkorken und anderen Müll. Da wünsche ich mir einfach lokalen Umweltschutz im Park von nebenan.“</em></p>
<p><strong>Mehr Informationen unter:</strong> <a href="http://www.plattenreiter.de">http://www.plattenreiter.de</a></p>
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		<title>Die Looptroop Rockers träumen auf Professional Dreamers von einer besseren Welt</title>
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		<pubDate>Mon, 16 May 2011 21:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt im Mai 2011 ist die schwedische HipHop-Crew Looptroop Rockers wieder unterwegs, um das vor wenigen Wochen erschienene Album &#8216;Profesional Dreamers&#8217; live zu präsentieren. HolK nutzte die Chance, um sich mit ihnen über ihre Träume für eine bessere Welt zu unterhalten. Im Titeltrack der fünften Platte beschreiben die drei Rapper Promoe, Cosmic und Supreme zum [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jetzt im Mai 2011 ist die schwedische HipHop-Crew Looptroop Rockers wieder unterwegs, um das vor wenigen Wochen erschienene Album &#8216;Profesional Dreamers&#8217; live zu präsentieren. HolK nutzte die Chance,  um sich mit ihnen über ihre Träume für eine bessere Welt zu unterhalten.</strong></p>
<div id="attachment_348" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/05/looptroop-and-holk-are-professional-dreamers.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/05/looptroop-and-holk-are-professional-dreamers-300x225.jpg" alt="Looptroop Rockers waren live im Magnet am 16. Mai 2011 in Berlin" title="looptroop-and-holk-are-professional-dreamers" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-348" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Professional Dreamers wie Cosmic (l.) und Promoe von den Looptroop Rockers träumt HolK gerne</p></div>
<p><span id="more-347"></span></p>
<p>Im Titeltrack der fünften Platte beschreiben die drei Rapper Promoe, Cosmic und Supreme zum Beat ihres Produzenten Embee, dass es schon Arbeit macht, die eigenen Träume zu verwirklichen. Übersetzt heißt es aber in den Lyrics auch, dass so eine Aufgabe durchaus Spaß macht, wenn es ein Traumjob ist: <em>„I got up every morning starting putting words together./ Words from my dreams about living in a better world together./ Sounds like work forever, but that&#8217;s cool, my work is a dream.“</em></p>
<p><strong>Der Weg ist das Ziel ins Land der Träume</strong></p>
<p>Dass sie den „Großen“ dieser Welt nicht unbedingt allzu viel zutrauen, wurde schon klar, als sie Ende der Neunziger Jahre ihr eigenes Label &#8216;David Vs. Goliath&#8217; gründeten. Dabei bezieht sich der Name wahrscheinlich hauptsächlich auf die Musikindustrie, könnte aber genauso gut für ihre Einstellung gegenüber dem gesamten System stehen. Dabei ist die Antwort, wie eine andere Welt aussehen könnte, für Cosmic gar nicht so leicht zu beantworten: <em>„Ich finde, das ist eine ziemlich schwierige Frage!“</em></p>
<p>Dagegen kann Promoe schnell benennen, was er sich konkret  wünscht. Als er das schrieb, dachte er vor allem an Frieden und Gleichberechtigung: <em>„Dabei geht es um die Menschen und um das gesamte Leben auf diesem Planeten. Alles ist irgendwie miteinander verbunden. Wir werden nicht ohne andere Lebensformen überleben. Stoppt die Kriege! Stoppt die Umweltverschmutzung! Die große Frage ist natürlich, wie wir das erreichen. Aber da das ja mein Traum ist, sage ich nur, wo ich hin will. Hört sich nach Arbeit an. Das ist aber okay, denn wir machen unseren Job gerne.“</em></p>
<p><strong>Alternative Energien nutzen</strong></p>
<p>Ein Remix zum Track &#8216;Professional Dreamers&#8217; ist übrigens gerade als Free Download auf der Homepage der Looptroop Rockers zu finden, die diverses Material dort kostenlos anbieten. Genauso kann zum Beispiel das Solo-Stück &#8216;Never Follow&#8217; von Promoe legal und umsonst runtergeladen werden. Darin warnt er davor, Anderen blind zu folgen: <em>„Es ist mir übrigens wichtig zu betonen, dass auch uns niemand einfach so folgen sollte. Bildet euch eure eigene Meinung!“</em></p>
<p>Wer mit diesen „Anderen“ gemeint sein könnte, wird im Video gezeigt: Politiker wie Berlusconi und Ahmadinejad. Aber auch Obama gehört für ihn dazu, weil trotz Friedensnobelpreis weiterhin amerikanische Truppen in Afghanistan und im Irak stationiert sind. Kritisiert wird unter anderem der Krieg für Öl: <em>„I will never follow your way./ It’s a road to destruction, a road of distractions./ I wrote this to focus and to take action./ Cause I don’t wanna follow your chase for the dollar./ Your crusade for oil, your race is immoral.“</em></p>
<p>Dass nicht konsequenter versucht wird, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu überwinden, wundert Promoe schon: <em>„Dabei gibt es ja andere Energiequellen wie Windkraft und Solarenergie. Wenn die Subventionen, die in Atomkraft und Öl investiert werden, anders verteilt würden, könnten erneuerbare Energien so wachsen, dass sie die Energiefrage lösen würden.“</em></p>
<p><strong>Action speaks louder than words! </strong></p>
<p>Aber wie heißt es so schön im neuen Video &#8216;Do&#8217; zum Thema Klimawandel und seiner Bekämpfung: <em>„More talk than a climate meeting./ You need to cut back on your CO2./ No need to talk back. Put the beat on, dude!“</em></p>
<p>Die Weltklimakonferenz in Kopenhagen war Ende letztes Jahres für Promoe leider eher enttäuschend. Doch so fand sie zumindest Einzug in den Songtext als anschauliches Beispiel dafür, dass viel geredet, aber wenig unternommen wird: <em>„Seitdem ist es eher schlimmer geworden. In den Zeilen ging es mir aber mehr darum, den CO2-Ausstoß dadurch zu verringern, dass weniger geredet wird. Das wird ja ausgeatmet, wenn du sprichst. Die CO2-Sache ist natürlich was Ernstes, aber ich wollte es in eine Art HipHop-Battle-Reim packen. Beziehungsweise geht es ja in &#8216;Do&#8217; allgemein darum, mehr zu tun und nicht immer nur zu reden. Wir sollten nicht auf die Politiker warten, sondern selber dafür sorgen, Alternativen zu finden.“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.looptrooprockers.com">http://www.looptrooprockers.com</a></p>
<p><strong>Looptroop auf Tour in Deutschland und der Schweiz:</strong><br />
17. Mai 2011 Waagenbau – Hamburg<br />
18. Mai 2011 Bahnhof Ehrenfeld – Köln<br />
20 Mai. 2011 Dynamo – Zürich<br />
22. Mai 2011 Bierhuebeli – Bern<br />
23. Mai 2011 Ampere – München</p>
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		<title>Gentleman unterstreicht mit Diversity Live den Ruf zum Erhalt der (biologischen) Vielfalt</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Apr 2011 22:09:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Biodiversität]]></category>
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		<description><![CDATA[War es nur Zufall, dass Gentleman sein Album im Internationalen Jahr der Biodiversität &#8216;Diversity&#8217; nannte? Oder ist der Erhalt der biologischen Vielfalt ein Thema für ihn? Jetzt, da der Reggae-Star diese Tage seine wichtigsten Botschaften noch einmal mit dem Werk &#8216;Diversity Live&#8217; unterstreicht, konnte HolK diese und andere Fragen endlich mit ihm klären. „Sit down [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>War es nur Zufall, dass Gentleman sein Album im Internationalen Jahr der Biodiversität &#8216;Diversity&#8217; nannte? Oder ist der Erhalt der biologischen Vielfalt ein Thema für ihn? Jetzt, da der Reggae-Star diese Tage seine wichtigsten Botschaften noch einmal mit dem Werk &#8216;Diversity Live&#8217; unterstreicht, konnte HolK diese und andere Fragen endlich mit ihm klären.</strong></p>
<div id="attachment_339" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/04/holk-und-gentleman-live-in-berlin.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/04/holk-und-gentleman-live-in-berlin-300x225.jpg" alt="Diversity live: Gentleman zeigt HolK, mit welcher Vielfalt Tücher einsetzbar sind" title="holk-und-gentleman-live-in-berlin" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-339" /></a><p class="wp-caption-text">Diversity live: Gentleman zeigt HolK, mit welcher Vielfalt Tücher einsetzbar sind</p></div>
<p><span id="more-338"></span></p>
<p><em>„Sit down and reason conscious livity./ Our natural ability./ Give thanks for diversity“</em>, sang Gentleman letztes Jahr beim Songtext von &#8216;It No Pretty&#8217;, das als erste Single aus &#8216;Diversity&#8217; ausgekoppelt wurde. Nun ist das Stück einer der Gänsehaut erzeugenden Höhepunkte, die &#8216;Diversity Live&#8217; präsentiert.</p>
<p>Gentleman geht es  zuerst einmal darum zu betonen, wie vielfältig seine Musik ist. Sie ist für ihn immer ein Spiegel von dem, was wir erleben, in welche Richtung wir gehen und wo wir gerade stehen. Aber der Titel transportiert seiner Meinung nach darüber hinaus auch eine nachhaltige Botschaft: <em>„Was einem reisenden Menschen auffällt, ist einfach, dass Vielfalt immer wichtiger wird in einer Zeit der Globalisierung. Die Städte werden sich immer ähnlicher. Überall gibt es die gleichen Läden. Ich will sagen, dass es wertvoll für uns Menschen ist, die Vielfalt zu erhalten.“</em><br />
<strong><br />
Der Letzte seiner Art</strong></p>
<p>Doch über diese Globalisierungs- und Konsumkritik hinaus verbindet Gentleman mit Vielfalt tatsächlich auch die Biodiversität und macht sich Sorgen um aussterbende Arten: <em>„Wahrscheinlich ist es irgendwann soweit, dass wir unseren Enkelkindern nur noch vom Sibirischen Tiger erzählen können. Das ist einfach eine traurige Entwicklung, dass Regierungen wie Japan Walfang zulassen oder in Afrika gewildert wird. Da wird die Natur mit Füßen getreten. Es wird nur kurzfristig gedacht und nicht generationsübergreifend. Das ist auf jeden Fall ein Ding, das mir auch nahe geht.“</em></p>
<p>Wer sich die Lyrics von &#8216;The Reason&#8217; anschaut und übersetzt, merkt sofort, dass er auch dabei an Mutter Erde und die kommenden Generationen dachte. Er kritisiert diejenigen, die sich so benehmen, als ob es kein Morgen gäbe: <em>„Mother Earth in pain, oh how she cry./ Behavior like there ain&#8217;t tomorrow./ From nature take a page and follow.“<br />
</em><br />
<strong>Die Zeit war, ist und wird knapp</strong></p>
<p>Leider konnte er den Track bei der Aufnahme für &#8216;Diversity Live&#8217; nicht berücksichtigen. Der Inhalt ist ihm aber so wichtig, dass er den Song bei den kommenden Konzerten wieder ins Programm nehmen will: <em>„Wir hatten leider nur eine begrenzte Zeit – gerade auf dem Summerjam. Wir hatten da eine Stoppuhr neben der Bühne. &#8216;The Reason&#8217; ist aber ein Song, den wir natürlich jetzt auf der Tour spielen – und der dann wahrscheinlich aufs nächste Live-Album drauf kommt.“</em></p>
<p>Dass uns nur wenig Zeit bleibt, etwas zu verändern, bevor es zu spät ist, ist auch Thema bei &#8216;No Time To Play&#8217;. Besonders interessant war bei dem Auftritt zum 25. Jubiläum des Summerjam-Festivals, dass die Backgroundsängerinnen Tamika und Mamadee den Satz über die Verschmutzung mit Chemikalien besonders betonten: <em>„Never take no time fi go wash off ina the mineral./ Creating pollution with dem chemical.“</em></p>
<p>Was genau er damit meint, erklärt Gentleman folgendermaßen: <em>„Das bezieht sich auf ein Mineralienbad – als Metapher darauf, mal in die Natur zu gehen und sich rein zu waschen. Das ist so ein Megacity-Ding, dass wir eigentlich aus der Natur stammen und das aber vergessen wird.“</em></p>
<p><strong>Wege aus der Krise</strong></p>
<p>Da ja erst vor Kurzem auch seine Kollabo &#8216;Wenn Der Nebel Sich Verzieht&#8217; mit Mono &#038; Nikitaman erschienen ist, habe ich ihn auch dazu befragt. Für ihn steckt  da in den Zeilen die Idee, dass jede Krise auch gleichzeitig eine Chance ist: <em>„Das ist ein Song, der Hoffnung erwecken soll in einer Welt, die doch gerade ziemlich grau ist. Aber trotzdem gibt es ja etwas, dass das Ganze zusammenhält – und Musik ist ein wichtiger Bestandteil dessen. Ich habe Mono &#038; Nikitaman bei einem Festival getroffen und war sehr überrascht von der Live-Präsenz und der Energie, die die Beiden versprühen.“</em></p>
<p>So haben sie sich sehr gut verstanden und irgenwann gab es die Anfrage, ob er einen Song mit ihnen machen würde. Überhaupt ist Gentleman immer offen für neue Projekte und engagiert sich zudem über die Musik hinaus für eine bessere Welt. So gibt es von ihm unter anderem Tracks auf Samplern wie &#8216;Voices Against Poverty&#8217;, &#8216;Red Ribbon Beatz&#8217;, &#8216;Statements Outta Babylon&#8217;, &#8216;Move Against G8&#8242; und &#8216;Rhymes For Creation&#8217;, der für das &#8216;Afrika Rise Project&#8217; von Culcha Candela entstanden ist.</p>
<p>Dabei gibt es zwei Projekte beziehungsweise Organisationen, die Gentleman besonders am Herzen liegen: <em>„Zum einen ist &#8216;Gemeinsam für Afrika&#8217; ein Ding, bei dem ich schon länger mitmache und Benefiz-Konzerte gebe. Und dann gibt es Viva Con Agua, die sich für sauberes Trinkwasser einsetzen und dabei Kultur, Musik und Spaß verbinden mit sozialem Engagement. Das sind Sachen, die ich permanent unterstütze. Wir haben einfach eine Verantwortung als Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen.“</em></p>
<p>Genau, grüne Helden braucht das Land!</p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.gentleman-music.com">http://www.gentleman-music.com</a></p>
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		<title>Mono &amp; Nikitaman suchen Komplizen unter Freunden, um das Alles nachhaltig zu verändern</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Apr 2011 20:19:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[’Unter Freunden’ hat das Reggae-/Dancehall-Duo Mono &#038; Nikitaman sein viertes Album genannt. Im gleichnamigen Titeltrack betonen sie: „Wenn wir könnten, würden wir sogar die Welt retten./ Nur weil wir feiern wollen, heißt das noch lange nicht, dass wir das Maul halten, mix Party und Politics.“ Im Interview erklären sie, wie viel Spaß so ein bewusster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>’Unter Freunden’ hat das Reggae-/Dancehall-Duo Mono &#038; Nikitaman sein viertes Album genannt. Im gleichnamigen Titeltrack betonen sie: <em>„Wenn wir könnten, würden wir sogar die Welt retten./ Nur weil wir feiern wollen, heißt das noch lange nicht, dass wir das Maul halten, mix Party und Politics.“</em> Im Interview erklären sie, wie viel Spaß so ein bewusster Lebensstil machen kann.</strong></p>
<div id="attachment_324" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/04/mono-nikitaman-unter-freunden.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/04/mono-nikitaman-unter-freunden-300x225.jpg" alt="" title="mono-nikitaman-unter-freunden" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-324" /></a><p class="wp-caption-text">HolK unter Freunden - oder Komplizen? Kämpfen auch für eine bessere Welt: Mono &#038; Nikitaman</p></div>
<p><span id="more-323"></span></p>
<p>Von Anfang an galt bei den Beiden, dass die Revolution tanzbar sein muss. So veröffentlichten sie zum Beispiel schon 2008 das Stück ’Das Alles’, das vom ’König von Deutschland’ inspiriert war. Mit dem hatte ja schon Rio Reiser seine Gesellschaftskritik unterhaltsam präsentiert.</p>
<p><strong>Positive Energie statt Atommüll und Erdöl</strong></p>
<p>Nikitaman verfasste für ihre Interpretation folgende Lyrics mit Anti-Atomkraft-Botschaft und dem Hinweis auf die Generationengerechtigkeit: <em>„Wenn ich der Chef wär, wenn ich in der Regierung säß, dann gäb es erstmal Jugendrente, weltweit freies Internet./ Kiffen wär legal und Deutschland wär sogar im Winter nett. Atommülllager wären verboten, weil ich ein Herz für Kinder hätt.“</em></p>
<p>Da wollte Mono natürlich nicht hinten anstehen und wünschte sich Fahrzeuge, die nicht mehr unsere kostbaren Rohstoffe verbrauchen: <em>„In meiner Welt braucht man nur für Platten Erdöl, Autos müssen nicht mehr tanken, das wäre doch sehr schön.“</em></p>
<p><strong>Zwischen den sonnigen Zeilen lesen</strong></p>
<p>Auch auf der neuen Platte werden wie angekündigt in die fröhlichen Tracks politische Statements eingebaut. Mal eindeutiger wie bei ’Cash’, das sich mit dem lieben Geld beschäftigt. Mal eben etwas versteckter wie bei ’Wenn Sich Der Nebel Verzieht’. Darin geht es oberflächlich darum, dass irgendwann alles wieder gut wird. Doch betont dabei ihr Gastsänger Gentleman im Dialog, dass wir unser Schicksal selber in die Hand nehmen sollten: <em>„Die ersten Sonnenstrahlen./ And we na give it up until we rule our destiny./ Es ist wie beim ersten Mal./ Und ich seh, wie die Sonne aufgeht und ich freu mich auf den Tag.“</em></p>
<p>Ihre Songtexte kann so eben jeder für sich selbst interpretieren, findet Mono: <em>„Wenn jemand darin einfach ein Sommerlied sehen will, kann er das natürlich. Aber wir haben da schon viel reingepackt. Ich hatte die Idee dazu, als ich einen Tinnitus bekommen hatte und es mir echt schlecht ging. Danach, als es wieder besser war, hatte ich schon das Gefühl wie bei einem Sonnenaufgang. Ich glaube, das kann jeder nachvollziehen, denn solche Momente erlebt jeder einmal.“</em></p>
<p><strong>Gekommen um zu bleiben – und um was zu bewegen</strong></p>
<p>Auch bei ’Komplizen’ kann sich jeder selber überlegen, ob er in dem Songtext mehr sieht als einen guten Partytrack, wenn es heißt: <em>„M&#038;N sind zurück, Straßen brennen wieder./ Auf vollen Touren, gute Vibes sind beste Krisenkiller.“</em></p>
<p>Immerhin sind sie gerade bei der großen Anti-Atom-Demo am 26. März 2011 in Berlin aufgetreten und haben mit &#8216;Rückkehr der Clowns&#8217; noch ein neues Stück im Repertoire, das den friedlichen Widerstand der verkleideten Spaßguerilla feiert. Die Chaos-Armada punktete vor allem beim G8-Gipfel in Heiligendamm, wo unter anderem Wir sind Helden auftraten. Eine Band, auf die sich Nikitaman auch in &#8216;Komplizen&#8217; bezieht: <em>„Sind gekommen, um zu bleiben./ Wir sind Helden der Dancehall./ Alle warten auf ein Zeichen, das ist der last Call.</em>“</p>
<p>Nikitaman ging es dabei aber vor allem darum, dass er deren Ansage &#8216;Gekommen um zu bleiben&#8217; extrem gut fand: <em>„Mit der Band habe ich mich nicht eingehend beschäftigt. Sie ist aber auf jeden Fall eine Bereicherung der deutschen Musikwelt – ohne Frage. Grundsätzlich haben wir von der Einstellung bestimmt viel gemeinsam, aber wir haben uns so noch nie getroffen. Mir ging es vor allem um das Zitat und das Bild, dass wir auch gekommen sind, um zu bleiben.“</em></p>
<p><strong>Des Königs neue Kleider – fair gehandelt</strong></p>
<p>Der Anspruch der Beiden ist bei all ihren Lyrics, nicht zu predigen, sondern Sachen aufzuzeigen und Fragen zu stellen. Alle Antworten können – und wollen – sie nicht liefern. Aber da, wo es geht, tun sie, was sie können. So sind zum Beispiel (fast) alle T-Shirts in ihrem Online-Shop aus fairem Handel, ökologisch, klimafreundlich und in Deutschland bedruckt worden.</p>
<p>Mono erzählt, dass das am Anfang schwer war, denn es gab noch nicht die richtig guten Designs bei Bio- und Fairtrade-Sachen: <em>„Aber die Zeiten ändern sich und das finde ich sehr gut. Es gibt inzwischen auch gute Farben. Du musst dir nicht einen Jute-Sack überziehen. Natürlich machst du da auch mal Fehler. Perfekt sein kann niemand. Und ich erwische mich selbst dabei, dass ich andere Sachen kaufe. Aber wir können ja versuchen, dass so gut wie möglich zu machen. Und gerade in dem Fall, wo wir selber Geld damit verdienen, möchte ich mir nicht die Hände schmutzig machen.“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.mono-nikitaman.de">http://www.mono-nikitaman.de</a></p>
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		<title>Bo Flower nimmt’s persönlich, wenn es um Ungerechtigkeit geht</title>
		<link>http://www.holk.tv/2011/02/25/bo-flower-nimmt-ungerechtigkeit-persoenlich/</link>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 19:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Bo Flower]]></category>
		<category><![CDATA[Irie Revoltes]]></category>
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		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarier]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit ’Tötet Sw***ty’ wurde Bo Flower 2005 erstmals einer größeren Hörerschaft bekannt. Doch auch wenn er den virtuellen Klingelton-Piepmatz damals zur Hölle schicken wollte, liegt ihm der Respekt vor anderen Lebewesen sehr am Herzen, wie auf einigen Free Downlads und seinem neuen Album ’Flo Bauer’ jetzt nachzuhören ist. Da Bo Flower schon seit Jahren Vegetarier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit ’Tötet Sw***ty’ wurde Bo Flower 2005 erstmals einer größeren Hörerschaft bekannt. Doch auch wenn er den virtuellen Klingelton-Piepmatz damals zur Hölle schicken wollte, liegt ihm der Respekt vor anderen Lebewesen sehr am Herzen, wie auf einigen Free Downlads und seinem neuen Album ’Flo Bauer’ jetzt nachzuhören ist.</strong></p>
<div id="attachment_308" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/02/bo-flower-und-holk-persoenlich.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/02/bo-flower-und-holk-persoenlich-300x225.jpg" alt="HolK traf Bo Flower bzw. Flo Bauer persönlich im Ramones-Museum Berlin" title="bo-flower-und-holk-persoenlich" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-308" /></a><p class="wp-caption-text">HolK traf Bo Flower bzw. Flo Bauer persönlich im Ramones-Museum Berlin</p></div>
<p><span id="more-307"></span></p>
<p>Da Bo Flower schon seit Jahren Vegetarier ist, kam im Zuge der neuen CD die Idee auf, dass er ja auch was mit PETA machen könnte. Gesagt, getan – zumal er sogar mit ’Das Leben der Anderen’ schon einen passenden Song in der Schublade hatte, der davor leider nie veröffentlicht worden war: <em>„Ich hatte eine Geschichte gelesen, bei der aus einer neutralen Sicht beschrieben wird, wie ein Tier in die Massentierhaltung geboren wird. Ich habe mich dann da rein versetzt, angefangen zu schreiben und das sofort aufgenommen. Das war schon vor drei oder vier Jahren, aber der Song wurde damals nicht wahrgenommen. Jetzt beim neuen Album kamen wir auf die Idee, mal bei PETA anzufragen, die auch gleich ziemlich begeistert waren. Darüber habe ich mich richtig gefreut, dass das so zusammen gekommen ist.“</em></p>
<p><strong>(Keine) Zeit zu verstehen, was Tieren angetan wird</strong></p>
<p>Der kostenlose mp3-Track unter <a href="http://www.peta2.de/boflower">http://www.peta2.de/boflower</a> bietet dabei wirklich in seinen Lyrics eine interessante Perspektive, die zum Nachdenken über unsere Fleisch-Produktion anregt: <em>„Du bist klein und ohne Schuld auf der Suche nach dem Glück./ Hier ist es nicht, merkst du schnell. Du kriegst etwas gespritzt./ Du versuchst, was zu erkennen, wirst geblendet von dem Licht./ Ein heftiger Schmerz. Verdammt, wo ist meine Mum?/ Der ganze Mund brennt wie Flammen. Was tut ihr mir an?“</em></p>
<p>Was Bo Flower da aus der Sicht eines Kükens beschreibt, ist das Kupieren des Schnabels. Dabei wird der vordere Teil des Schnabels ohne Betäubung abgetrennt, damit sich die eingepferchten Tiere nicht gegenseitig picken. Diese Amputation ist in <a href="http://bundesrecht.juris.de/tierschg/__6.html">§6 des Tierschutzgesetzes</a> geregelt.</p>
<p>Besonders interessant bei ’Das Leben der Anderen’ ist, dass hier den Hörern nicht mit erhobenen Zeigefinger die grausamen Fakten an den Kopf geworfen werden. Stattdessen müssen sie sich den Hintergrund dazu selber erarbeiten, um das Gesagte überhaupt richtig zu verstehen: <em>„Das wäre ja nicht richtig gewesen, es zu erklären. Denn das Tier rafft das alles auch nicht. Ich habe wirklich versucht, das aus dieser Sicht darzustellen. Natürlich ist das für viele Menschen schwierig zu verstehen. Einige Freunde haben auch gesagt, dass sie sich das nicht anhören können. Aber genau darum geht es.“</em></p>
<p><strong>Es ist gar nicht so schwer, anderen das Wasser zu reichen</strong></p>
<p>Auf seiner eigenen Website gibt es übrigens noch viele weitere Free Downloads – darunter das Stück ’Viva Con Agua’, das Bo Flower zusammen mit unter anderem Irie Revoltes und Toni L von Advanced Chemistry für die gleichnamige Hilfsorganisation aufgenommen hat. Im Songtext heißt es dazu von ihm zum Ziel des Trinkwasserprojekts unter anderem: <em>„Hier im Westen geht’s den meisten darum, was zu erreichen./ Alle wollen es schaffen, den andern was zu beweisen./ Es gilt, im Wettbewerb den anderen das Wasser zu reichen./ Uns geht es darum denen, die es brauchen Wasser zu reichen.“</em></p>
<p>Sein Engagement für Viva Con Aqua geht dabei übrigens weit über das Schreiben von Songs hinaus. So nahm er 2008 am so genannten ’Wassermarsch’ teil und lief dafür über 1.000 Kilometer. Ein Erlebnis, das er auch in seiner neuen Single ’Nimm’s Persönlich’ erwähnt und das ihm in einer schwierigen Lage neue Kraft gespendet hat: <em>„Du bist verwirrt und alleine. Weißt nicht, was du jetzt startest./ Und gehst 40 Tage zu Fuß von Hamburg nach Basel./ Ja, mir geht es wirklich schlecht. Mir geht es wirklich dreckig./ So ist es, wenn man einsam und verletzt ist.“</em></p>
<p>Rückblickend empfindet Bo Flower den ’Wasser!Marsch 2008’ als eine der coolsten Aktionen, die jemand in dem Bereich sich ausgedacht hat: <em>„Was gibt es Krasseres, als so das Thema einmal quer durch die Republik zu tragen? Wir hatten dann noch ein Holzgefährt aus dem Kongo dabei. Wenn du das dort hast, bist du ein gemachter Mann. Und hier fragten uns die Leute, ob wir das aus dem Museum hätten. Das war eine geile Konfrontation. Dann haben wir Fußballturniere gespielt und zum Beispiel Station gemacht bei Konzerten von Wir sind Helden und Fettes Brot. Aber wenn du solange mit anderen unterwegs bist, hast du bei jedem eine private Leiche im Keller gefunden, warum er dabei ist. Sonst schaffst du das wahrscheinlich auch nicht. Also bei mir war es so!“</em></p>
<p><strong>Geradeaus und glücklich</strong></p>
<p>Sehr nachdenklich ist Bo Flower neben Liebesliedern wie ’Wunderschön’ und ’Niemals’ auch unter anderem noch in ’Kuck in die Welt’ und ’Eiskalt’. In ’Das Alles sind wir’ macht er sich dann noch so seine Gedanken über Mini-Löhne, Fettleibigkeit, mehr Schein als Sein und Kinderarbeit: <em>„Hände reibend sehen viele Kindern bei der Arbeit zu./ Ich schüttel’ meinen Kopf und schließ’ für heute mein Tagebuch./ Ich verfolge meinen Weg. Doch welcher führt aus dem Tal heraus?/ Ich schließ’ die Augen und geh’ immer weiter geradeaus.“</em></p>
<p>Aber wie der Titel ja bereits verdeutlicht, sieht sich Bo Flower nicht außerhalb dieser Gesellschaft und betont, dass keiner perfekt ist: <em>„Sich das einzugestehen, dass du ein ganz normaler Mensch bist mit ganz normalen Bedürfnissen, Schwächen und Fehlern, gehört einfach dazu. Ich bin Vegetarier, esse aber zum Beispiel Fisch. Ich habe mir gesagt, dass das jeder für sich selber wissen muss und sich das raus suchen soll, was für ihn cool ist. Ich finde gut, wenn du dir dessen einfach bewusst bist. Wenn du dich sonst die ganze Zeit selbst geißelst und unglücklich bist, hast du ja auch nichts davon.“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.boflower.de">http://www.boflower.de</a></p>
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		<title>Sebastian Lohse wünscht sich einen liebevolleren Umgang mit der Natur</title>
		<link>http://www.holk.tv/2010/12/30/sebastian-lohse-fuer-liebevolleren-umgang-mit-natur/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 12:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sechs Jahre nachdem Sänger Sebastian Lohse bei der Rockband Letzte Instanz ausgestiegen ist, veröffentlicht er sein zweites Solo-Werk &#8216;Erfolg!&#8217;. Musikalisch ist er heutzutage natürlich viel freier, aber thematisch bewegt sich das in einer ähnlichen Richtung. Noch immer möchte er mit seinen Liedern nicht nur unterhalten, sondern auch die Welt verändern. „Ich habe auch einige Texte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sechs Jahre nachdem Sänger Sebastian Lohse bei der Rockband Letzte Instanz ausgestiegen ist, veröffentlicht er sein zweites Solo-Werk &#8216;Erfolg!&#8217;. Musikalisch ist er heutzutage natürlich viel freier, aber thematisch bewegt sich das in einer ähnlichen Richtung. Noch immer möchte er mit seinen Liedern nicht nur unterhalten, sondern auch die Welt verändern.</strong></p>
<div id="attachment_291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern-300x225.jpg" alt="" title="sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-291" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Männer vor halbvollen Gläsern: Bei HolK und Sebastian Lohse stirbt die Hoffnung zuletzt</p></div>
<p><span id="more-290"></span></p>
<p><em>„Ich habe auch einige Texte aus der Zeit noch im Repertoire“</em>, bestätigt Sebastian Lohse, dass er mit der gemeinsamen Vergangenheit und Geschichte der Letzen Instanz nicht gebrochen hat. <em>„Es ist nicht so, dass ich was völlig anderes machen wollte. Ich habe einfach an mir weitergearbeitet. Das ist vor allem dadurch möglich, dass nicht so ein großer Apparat dahinter steht, sondern ich viel filigraner arbeiten kann. Es sind aber durchaus noch einige Rock-Elemente dabei.“</em></p>
<p><strong>Kleiner <del datetime="2010-12-30T12:35:01+00:00">Mann</del> Planet – was tun?</strong></p>
<p>So eröffnet das mit Funk- und Chansonelementen ausgestattete ’Wo Ich Nicht Bin’ das Album nicht unbedingt rockend, aber durchaus ziemlich schwungvoll. Als erstes Video präsentiert Sebastian Lohse aber lieber das deutlich fröhlicher wirkende ’Kleiner Mann (Paraphrase)’. Wie der Titel schon andeutet, verneigt er sich dabei vor dem Roman ’Kleiner Mann – Was Nun?’ zur Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre von Hans Fallada. Auch musikalisch greift er dabei auf Anleihen aus dieser Zeit zurück. In seinen Lyrics singt er: <em>„Kleiner Mann, glaub mir, dem großen Mann, ich denke weiter, denke an das Glück von allen./ Kleiner Mann, das geht uns alle an. Wir werden handeln. Und die Würfel müssen fallen.“</em></p>
<p>Dabei geht es ihm vor allem darum, Kritik daran zu üben, wie mit der aktuellen Wirtschaftskrise umgegangen wurde/wird. Es geht ihm um diese Versprechungen, die da gemacht wurden in der Krisenzeit: <em>„Ich habe sie einfach mehr oder weniger weiterverarbeitet. Ob der große Mann ein guter ist, wird sich zeigen. Ein Jahr vorher haben die alle Milliarden gebraucht und jetzt sagen sie, dass es ihnen blendend geht. Ob das dann wirklich für den kleinen Mann gut wird, habe ich noch nicht so mitbekommen.“</em></p>
<p><strong>Die Grenzen des Wachstums</strong></p>
<p>Schon 2008 kritisierte Sebastian Lohse auf seinem Solo-Debüt &#8216;In Medias Res&#8217; im Stück &#8216;Tango&#8217;, dass unsere Wirtschaft auf ständiges Wachstum ausgelegt ist. Im Songtext überführt er ins Lächerliche, was viele Unternehmer predigen: <em>„Stillstand ist Rückschritt, langfristig disponiert auf die gemeinsame Vision./ Im Zeichen der Firma – Wachstum, Wachstum, Wachstum in eine neue Dimension unserer Organisation.“</em></p>
<p>Das ganze System drumherum ist vor allem ausgelegt auf irgendwelche Phrasen, hat er das Gefühl. Deswegen zählt er diese Sprüche einfach auf: <em>„Ich wünschte, es würde mehr Klartext geredet. Wenn du Städte von oben anschaust, sieht das aus, als würde sich eine Krebszelle ausbreiten. Klar, das ist auch Wachstum – wenn die Regenwälder dann kaputt gemacht werden. Das ist ähnlich wie mit dem Erfolg. Ich finde es wichtiger, einfach mal zu fragen, was damit genau gemeint ist – statt einfach alles abzunicken.“</em></p>
<p>Die Ölkatastrophe von BP hat ihn daher auch ziemlich aufgeregt: <em>„Ich dachte nur, dass die da immer noch damit spekuliert haben, irgendwas für sich selbst zu retten. Ich vertraue denen nicht. Zu sagen, dass sie sich ruhig etwas Zeit lassen können, weil das vielleicht doch nicht so schlimm ist, finde ich unmöglich. Das Gefühl habe ich aber gehabt.“<br />
</em><br />
<strong>Zurück zur Natur</strong></p>
<p>Dass der sorglose und verschwenderische Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen den eigenen Untergang bedeuten kann, stellt er in &#8216;Chloris (Oder Die Göttin Der Blühenden Natur)&#8217; klar. Eine zweite Chance wird es womöglich nicht geben: <em>„Du hast es in der Hand, ja Du bist in der Pflicht:/ Du brauchst sie und sie, nein sie braucht Dich nicht./ So denke keinen, nicht einen Augenblick, dass es für Dich noch eine zweite gibt.“</em></p>
<p>Für Sebastian Lohse gehört die Liebe zur Natur zur Liebe an sich. Für ihn ist der größere Abstand zur Natur heutzutage in unserer zivilisierten Gesellschaft zwar ganz normal, aber dieser Abstand bringt auch in der eigenen Gefühlswelt Einiges durcheinander: <em>„Ein direkter Draht zu unserer Umwelt muss nicht falsch sein. Leute, die mit der Natur im Einklang sind, müssen ja nicht permanent barfuss laufen. Aber sie haben eben eine Wahrnehmung dafür, leben mit ihr und sind dann oft auch liebesfähiger. Von einem, der immer nur in seinem Büro vor dem Rechner hockt, weiß ich nicht, wie intakt noch seine Gefühlswelt ist.“</em></p>
<p>So fragt er sich auch, was &#8216;Männer Vor Halbvollen Gläsern&#8217; fühlen, in dem gleichnamigen Stück: <em>„Sie könnten ja auch sagen, dass sie ein volles Glas haben wollen. Aber viele sind mit dem halbvollen zufrieden. Männer vor halbleeren Gläsern wären unzufrieden damit. Aber das sind sie nicht. Ganz glücklich sind die Leute nicht, aber es geht schon.“<br />
</em><br />
<strong>Halbvoll – oder halbleer?</strong></p>
<p>Die Idee hinter seinen Lyrics ist, die Leute ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken anzuregen: <em>„Ich versuche mit meinen Liedern, nicht nur meine Meinung darzustellen, sondern auch zu zeigen, was meiner Meinung nach hinter anderen Sachen steckt. Um die Worte der anderen zu entlarven. Ich sage nicht: &#8216;Du musst jetzt aufstehen, Genosse&#8217;. Ich rate bloß dazu, dass sich jeder genau anhört, was ihm so erzählt wird.“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://sebastianlohse.de">http://sebastianlohse.de</a></p>
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		<title>Pohlmann will die Welt auch unten im Meer retten</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 17:03:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musiker]]></category>
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		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>
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		<description><![CDATA[Gut drei Jahre hat Ingo Pohlmann für sein neues Album ’König Der Straßen’ gebraucht. Aber er setzte sich ja auch während dieser Zeit für (Umwelt-)Projekte wie Viva Con Aqua und Deep Wave ein. Und so verwundert es auch nicht, dass er die neue Veröffentlichung nutzt, um sich für den Erhalt unserer Umwelt stark zu machen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gut drei Jahre hat Ingo Pohlmann für sein neues Album ’König Der Straßen’ gebraucht. Aber er setzte sich ja auch während dieser Zeit für (Umwelt-)Projekte wie Viva Con Aqua und Deep Wave ein. Und so verwundert es auch nicht, dass er die neue Veröffentlichung nutzt, um sich für den Erhalt unserer Umwelt stark zu machen.</strong></p>
<div id="attachment_278" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/pohlmann-holk-und-tour-lemur.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/pohlmann-holk-und-tour-lemur-300x225.jpg" alt="" title="pohlmann-holk-und-tour-lemur" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-278" /></a><p class="wp-caption-text">Pohlmann bringt HolK, den Umweltschutz und einen Lemuren auf Touren</p></div>
<p><span id="more-277"></span></p>
<p>2008 reiste Pohlmann zusammen mit Mark Tavassol von Wir Sind Helden nach Madagaskar, weil Benjamin Adrion von <a href="http://vivaconagua.de">Viva Con Agua</a> den Beiden zeigen wollte, an welchen Projekten für sauberes Trinkwasser gerade gearbeitet wird. Schließlich sollten die beiden Musiker selber sehen, dass ihr Engagement Früchte trägt: <em>„Das war eine sehr interessante Reise. Wir waren in verschiedenen Dörfern unterwegs &#8211; als ’musikalische Botschafter’, wie uns Benny betitelte. Wir haben uns angeschaut, wie und wo dort Brunnen gebaut werden, die die Menschen da dringend benötigen, um an Trinkwasser zu gelangen.“</em></p>
<p>Auf Madagaskar erlebte er auch die Lemuren in freier Wildbahn, die es (fast) nur auf dieser Insel gibt. Viele Vertreter dieser Affenart sind durch die Zerstörung ihres Lebensraums vom Aussterben oder zumindest in ihrem Bestand bedroht. Auf seiner Tour erinnert ihn ein Stofftier an die Reise: <em>„Die Aktionen von Viva con Agua verblüffen mich immer wieder. Wirklich eine unglaublich großartige Sache, die Benny da ins Leben gerufen hat!“</em></p>
<p><strong>Was ist ein Meer wert?</strong></p>
<p>Das Element Wasser spielt auch bei einem seiner neuen Stücke eine zentrale Rolle. Der schöne Pop-Song ’Unten im Meer’ beschreibt nicht nur das Tauchen, sondern transportiert auch in den Lyrics die Botschaft, dass unsere Ozeane geschützt werden müssen: <em>„Da unten im Meer hörst du – hörst du zu./ Und was du dir sagst, ist – wir dürfen das Meer nicht verlier’n./ Sonst verlieren wir uns./ Ich hab das Gefühl, wir sind kurz davor, so kurz davor – das alles zu zerstören.“</em></p>
<p>Pohlmann ist überzeugt davon, dass mit der Zerstörung der Meere die Zerstörung unserer Welt einhergeht: <em>„Wenn wir die Meere nicht schützen, sind wir sehr dumm. Damit zerstören wir die Grundlagen unserer Existenz und damit uns selbst. Was im Nachhinein vielleicht nicht so schlimm ist. Vielleicht ist die Erde ohne uns besser dran.“</em></p>
<p>Um etwas Konkretes für den Erhalt der Ozeane zu tun, verzichtet Pohlmann zum Beispiel auf Fisch, der nicht durch ein Zertifikat des <a href="http://www.msc.org">Marine Stewardship Councils</a> als nachhaltiger Wildfang ausgezeichnet ist: <em>„Klar kaufe ich nur MSC-Fisch – wenn überhaupt noch. Greenpeace hat Listen, was man noch machen kann und was nicht. Aber das ist alles nur symbolisch. Es müssen allgemeine Informationen her und die Politiker der ganzen Welt müssen wichtige Entscheidungen treffen, was sie immer noch nicht tun. Forschung, die Ergebnisse über den Zustand der Meere bringt, ist wichtig. So etwas macht die Meeresschutz-Organisation <a href="http://www.deepwave.org">Deepwave</a>.“<br />
</em><br />
<strong>Der Wind in den Wipfeln</strong></p>
<p>Im Mini-Video zu der ruhigen Ballade ’Gut So’ ist sich Pohlmann nicht zu schade, einen Baum zu umarmen. Im Songtext geht es darum, sich von der Last des Alltags zu befreien und auch mal aufs Konsumieren zu verzichten: <em>„Ich geh’ entspannt durch diesen regennassen Tag./ Ich lasse den Supermarkt links liegen und folge dem Straßenbelag.“</em></p>
<p>Dass er noch nie einen eigenen Baum gepflanzt hat, ist da schon fast verblüffend: <em>„Eine gute Idee eigentlich. Ich hatte mal Melonen. Die habe ich zwei Monate Tag für Tag im Sommer gegossen und da waren sogar schon kleine Mini-Melonen dran. Meine Mutter hatte einen Gärtner bestellt, der sie übersah und mit dem Unkraut rausriss. Schweinerei!“</em></p>
<p>Über den Lyrics der Ballade ’Wohin’ wird im CD-Booklet ein Windrad gezeigt. Pohlmann sagt, dass das aber kein Versuch sei, auf alternative Energiequellen hinzuweisen. Vielmehr sei das ein Zufall, gerät dann aber doch ins Grübeln: <em>„Aber gibt es das überhaupt? Ich habe die Fotos für das Booklet ausgewählt. Eine Grafikerin hat alles zusammengesetzt. Muss ich mal fragen, ob sie sich dabei etwas gedacht hat. Ansonsten sind Windräder Begleiter der Straße. In dem Song bin ich ja auf der Straße. Windräder sind wie Uhren mit drei Zeigern. Der Song handelt davon, dass unsere Zeit vorbei ist.“</em></p>
<p>Für Pohlmann geht es jetzt aber erst richtig los. Anfang Oktober kam er mit ’König Der Straßen’ auf Platz 23. Die höchste Chartposition, die er je mit einem Album erreicht hat. Und für 2011 ist schon die nächste Tour geplant.</p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://pohlmann-musik.de">http://pohlmann-musik.de</a></p>
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		<title>Deutschland, komm mit: Olli Banjo unterstützt mein Weltbild und kämpft für Gerechtigkeit</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 18:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Energie]]></category>
		<category><![CDATA[Erdöl]]></category>
		<category><![CDATA[Gerechtigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrics]]></category>
		<category><![CDATA[Nosliw]]></category>
		<category><![CDATA[Olli Banjo]]></category>
		<category><![CDATA[Umweltschutz]]></category>

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		<description><![CDATA[2010 ist Olli Banjo so produktiv wie selten zuvor. Vielleicht liegt das daran, dass er dringend was zu sagen hat. Denn so, wie es derzeit um Deutschland und den Rest der Welt bestellt ist, besteht akuter Handlungsbedarf. Sein großes Thema ist Gerechtigkeit. Die nachhaltigen Gedanken, die er auf seinem Album &#8216;Kopfdisco&#8217; angestossen hat, setzen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>2010 ist Olli Banjo so produktiv wie selten zuvor. Vielleicht liegt das daran, dass er dringend was zu sagen hat. Denn so, wie es derzeit um Deutschland und den Rest der Welt bestellt ist, besteht akuter Handlungsbedarf. Sein großes Thema ist Gerechtigkeit. Die nachhaltigen Gedanken, die er auf seinem Album &#8216;Kopfdisco&#8217; angestossen hat, setzen sich nun im Herbst auch bei seinem Beitrag zum Soundtrack &#8216;Bis Aufs Blut&#8217;, bei der Remix-Kollabo zu &#8216;Angst Ist Deren Business&#8217; mit Nosliw und der &#8216;Juice Exclusive EP&#8217; fort!</strong></p>
<div id="attachment_263" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/olli-banjo-schwarzes-hoodie-und-holk-mit-eckzaehnen.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/olli-banjo-schwarzes-hoodie-und-holk-mit-eckzaehnen-300x225.jpg" alt="Das Markenzeichen von Olli Banjo, dem Enfant terrible der deutschen Rap-Szene – schwarzes Hoodie. Lange Eckzähne sind dagegen das vom HolK. Gemeinsam informieren sie (sich) über Rettungswege" title="olli-banjo-schwarzes-hoodie-und-holk-mit-eckzaehnen" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-263" /></a><p class="wp-caption-text">Das Markenzeichen von Olli Banjo, dem Enfant terrible der deutschen Rap-Szene – schwarzes Hoodie. Lange Eckzähne sind dagegen das vom HolK. Gemeinsam informieren sie (sich) über Rettungswege</p></div>
<p><span id="more-262"></span></p>
<p>Dass Olli Banjo keiner der üblichen Dampfplauderer ist, wurde im Frühjahr durch die Veröffentlichung von &#8216;Kopfdisco&#8217; quasi amtlich bestätigt. Gefördert wurde die CD nämlich durch die &#8216;Initiative Musik&#8217;, einer gemeinnützigen Projektgesellschaft mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.</p>
<p><strong>Einfach ausgezeichnet!</strong></p>
<p>Wenn das keine offizielle Ansage ist, was dann? Olli Banjo fühlte sich jedenfalls geehrt: <em>„Das ist eine ganz großartige Sache. Ich musste mich richtig bewerben. Da wurde auch auf die Texte geschaut. Es wird nicht jeder Scheiß unterstützt, sag ich mal so. Das musste alles seine Berechtigung haben, also qualitativ und inhaltlich gut sein. Ich stehe auch für Musik, die was bewegen will. Deswegen hat mich das sehr gefreut, dass das dort ähnlich gesehen wurde.“</em></p>
<p>Auf ’Kopfdisco’ wurde mit Stücken wie zum Beispiel ’Sag B.A.N.J.O.’, ’Randale In Der Sonderschule’ und ’Fotografieren’ mehr Engagement eingefordert – gegen Unterdrückung, mangelnde Bildung(sangebote) und Schönheitswahn. Neben solchen gesellschaftlichen Themen beschäftigt sich Olli Banjo aber insbesondere auf ’Mein Weltbild’ auch mit dem Schutz der Umwelt: <em>„Das Öl, es lässt sich nicht ewig pumpen, ist jetzt schon zu wenig für unsere Enkel zum Leben./ Alternative Antriebe und ähnlich sehende Pläne werden verlegt und zerredet, weil es das Gleichgewicht schädigt.“</em></p>
<p>Olli Banjo hat eine Erklärung parat, warum seiner Meinung nach die alternativen Energien nicht zum Zuge kommen: <em>„Es geht dabei um Macht – und um Geld letztendlich. Diese Öl-Lobby lässt sich natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen. Wo wird gerade wieder neu gebohrt? Irgendwo in Skandinavien.<strong>*</strong> Das ist noch lange nicht zu Ende. Wobei es – wie gesagt – sehr, sehr schade ist, denn es gäbe auf jeden Fall bessere Wege. Da könnte ich jedoch nur gefährliches Halbwissen verbreiten. Aber am Rande meiner Themen beschäftigt mich das natürlich auch!“</em></p>
<p><strong>Feuer über Deutschland</strong></p>
<p>Mit der ’Juice Exclusive EP’ hat er nun in der Richtung nachgelegt. In den Lyrics von ’Deutschland Komm Mit’ sagt er, dass er und seine Leute das Wort &#8220;Gerechtigkeit&#8221; bei U-Bahnen in Fensterritzen schreiben und Nazi-Vereinsheime zerstören. Im Refrain lädt er zum Mitmachen ein und beschreibt revolutionäre Szenen, wie sie gerade in Frankreich zu sehen sind: <em>„Deutschland, komm mit!/ Wir laufen zusammen durch diese Stadt./ Wer kommt mit, mit dem Schädel durch die Wand?/ Ich zünde meine Fackel an./ Die Straßen brennen, die Straßen brennen.“</em></p>
<p>Als direkten Aufruf zur Revolution soll das jetzt natürlich nicht verstanden werden. Aber die Wut darüber, wie über die Zukunft ganzer Generationen hinweg entschieden wird, ruft schon nach einem Ventil: <em>„Dieser Agitationsgedanke ist mir schon sehr, sehr vertraut. Allerdings finde ich das, wie es in Frankreich gemacht wird, nicht so optimal. Da brennen irgendwelche Kleinwagen. Wo ist denn da der Sinn? Wenn schon, dann müsste das ein Mercedes oder Ferrari sein. Das ist mir zu willkürlich.“</em></p>
<p><strong><del datetime="2010-10-26T15:46:07+00:00">Rette</del> Betäube sich, wer kann</strong></p>
<p>Vielleicht präsentiert Olli Banjo auch deshalb im Track ’Ich Betäube Mich’ zum Film ’Bis Aufs Blut’ einen etwas anderen Ausweg. Warum weiter kämpfen, wenn die Welt den Bach runtergeht? Im Songtext heißt es: <em>„Ich sag mal so, vieles ist am Arsch und broke./ Wir geraten unter Druck, sind in chronischer Atemnot./ Ich muss an die frische Luft, ich will wieder fühlen lernen./ Ich muss an die Sonne, ich will nicht an Unterkühlung sterben.“</em></p>
<p>Armut, Klimawandel und Luftverschmutzung sind anscheinend unaufhaltbar. Wobei Olli Banjo die Verzweifelung in dem Fall nur bildhaft darstellen wollte. <em>„Das habe ich so nicht gemeint, aber das kannst du natürlich so interpretieren. Da kann jeder selber denken, was er möchte. Es geht um die Flucht hin zur Droge, was ich selber schon erlebt habe. Die Ich-Perspektive wird bei mir aber unterschiedlich verwendet. Es gibt Songs, die ultra-persönlich sind und wo ich richtige Seelen-Strips betreibe. Dann gibt es aber auch Battle-Raps, bei denen ich einfach nur Quatsch erzähle.“</em></p>
<p><strong>(K)ein Grund zur Panik</strong></p>
<p>Interessant ist da die Frage, wie viel Wahrheit in ’Angst Ist Deren Business’ steckt. Aufgenommen wurde der Song für das Album ’Heiss &#038; Laut’ von Nosliw. In seiner Strophe warnt Olli Banjo davor, sich durch falsche Schönheitsideale und Terrordrohungen verunsichern zu lassen. Aber er zählt auch andere Beispiele für Panikmache wie minderwertiges Fleisch und chemische Stoffe in unserem Essen auf, die schon Grund zur Sorge geben: <em>„Früher hatten wir Angst vor Licht und Sonne, Blitzen und Donner./ Heute vor Gammel-Döner und Acrylamid in den Pommes./ Wir haben Angst vor Kids mit Windpocken, Hitze im Sommer./ Vor künstlich gespritzten Äpfeln, Bananen, Kirschen vom WOM-Markt.“</em></p>
<p>Darauf angesprochen, reagiert Olli Banjo souverän. Entscheidend sei, was du draus machst: <em>„Du meinst, das sind Sachen, vor denen du schon Angst haben solltest? Ich kann mich da nicht verteidigen. Na schön, es hat sich in dem Fall einfach halt sehr, sehr gut gereimt. Aber trotzdem ist es schon so, dass die Panikmache etwas überzogen wird. Indem den Leuten Angst gemacht wird, werden sie einfach gefügig und in einer Schockstarre gehalten, in der sie leicht manipulierbar sind.“</em></p>
<p>Der einzige Weg raus aus der Misere ist, sich zu informieren. Nur wer die Zusammenhänge kennt, kann etwas verändern. Und Olli Banjo sorgt fleißig dafür, dass wichtige Themen auch im Gespräch bleiben. Denn wie rappt er in ’Charlie’ so schön: <em>„Wir kämpfen gegen Dummheit und schlechte Rhymes – Ja, Sir!/ Für Frieden, Schwächere und Gerechtigkeit – Ja, Sir!“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.myspace.com/olli-banjo">http://www.myspace.com/olli-banjo</a></p>
<p><strong>* </strong>Greenpeace hält zu dem Thema ein paar Zahlen bereit: <em>&#8220;In Nordsee und Nordost-Atlantik sind derzeit ca. 730 Offshore-Installationen in Betrieb, über 20 neue Öl- und Gasprojekte von 200 bis zu 900 Metern Tiefe sind geplant.&#8221;</em> // Quelle: <a href="http://www.greenpeace.de/themen/oel/presseerklaerungen/artikel/tiefsee_oel_bundesregierung_macht_rueckzieher/">http://www.greenpeace.de/themen/oel/presseerklaerungen/artikel/tiefsee_oel_bundesregierung_macht_rueckzieher/</a></p>
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