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	<title>holk.tv &#187; Konsum</title>
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	<description>Grüne Helden braucht das Land!</description>
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		<title>Marlon Roudette arbeitet weiter am nachhaltigen Big City Life</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 20:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit seiner Band Mattafix veröffentlichte Marlon Roudette die erste offizielle Single &#8216;Big City Life&#8217; 2005. In mehreren Ländern landete das Duo damit einen Nr.-1-Hit, trotz oder wegen der gesellschaftskritischen Lyrics. Zwei Alben später wandelt der Frontmann nun mit &#8216;Matter Fixed&#8217; auf Solo-Pfaden und hat mit der Single &#8216;New Age&#8217; für den Soundtrack zum Film &#8216;What [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit seiner Band Mattafix veröffentlichte Marlon Roudette die erste offizielle Single &#8216;Big City Life&#8217; 2005. In mehreren Ländern landete das Duo damit einen Nr.-1-Hit, trotz oder wegen der gesellschaftskritischen Lyrics. Zwei Alben später wandelt der Frontmann nun mit &#8216;Matter Fixed&#8217; auf Solo-Pfaden und hat mit der Single &#8216;New Age&#8217; für den Soundtrack zum Film &#8216;What A Man&#8217; von und mit Matthias Schweighöfer wieder die Pole Position in Deutschland erobert. Trotzdem bleibt er bescheiden und spricht im Interview lieber übers Fahrradfahren und das Engagement für seine karibische Heimat.</strong></p>
<div id="attachment_393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/09/big-city-life-marlon-roudette-and-holk.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/09/big-city-life-marlon-roudette-and-holk-300x225.jpg" alt="big-city-life-marlon-roudette-and-holk" title="big-city-life-marlon-roudette-and-holk" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-393" /></a><p class="wp-caption-text">Nachhaltig, aber sexy? Big City Life in Berlin mit Marlon Roudette und HolK</p></div>
<p><span id="more-392"></span></p>
<p>Marlon Roudette, der in London geboren wurde und auf der Karibik-Insel St. Vincent aufwuchs, ist eigentlich immer auf dem Boden geblieben. Jedenfalls sind ihm die bisherigen Erfolge nicht zu Kopf gestiegen. So stellt er im entspannten Rap-Track &#8216;Riding Home&#8217; unter anderem klar, dass er gar kein Auto braucht, sondern lieber Fahrrad fährt: <em>„He took the yard to the city and he mixed it, mattafixed it./ Now, he&#8217;s on some sick shhh./ So keep the money and the cars and the deals./ I&#8217;m riding home on the same two wheels.“</em></p>
<p><strong>Zurück zur Natur?</strong></p>
<p>Dass die Lyrics nicht nur ein Spruch sind, der sich gerade gut reimt, bestätigt er gerne auch nochmal auf Nachfrage. Einen Bentley habe er nie gewollt. Unkontrollierter Konsum ist nicht Teil seines Lebensstils. Ideelle Werte zählen für ihn mehr als marterielle: <em>„Ich find&#8217;s gut, mich auf das Wesentliche zu beschränken. Das heißt, gute Songs zu schreiben. Aber es geht auch darum, zu zeigen, wo ich herkomme. Und das kann eben auch beim Fahren nach Hause eine eher ungewöhnliche Art der Fortbewegung sein. Wobei ich wirklich viel Fahrrad fahre. Mein Auto habe ich verkauft.“</em></p>
<p>Auch der ökologische Aspekt spiele bei der Entscheidung fürs Rad schon eine Rolle. Wobei er das nicht übertreiben will, aber seine Mutter sei da bei einer nachhaltigen Lebensführung sehr engagiert: <em>„Sie ist einerseits Kunstlehrerin, aber andererseits auch Bio-Bäuerin. Ihr ganzer Lebensstil dreht sich darum, unseren CO2-Fußabdruck zu verringern. Das hat mich natürlich beeinflusst, so dass ich zum Beispiel auch Landwirtschaftskurse in der Schule belegt hatte. Das muss im Auge behalten werden, wie wir unser Land nutzen. Massenproduktion funktioniert nicht. Wir müssen wieder eine größere Beziehung zu den Quellen unserer Nahrung bekommen.“</em></p>
<p><strong>Ten million&#8230; ways to change the system</strong></p>
<p>Schon in &#8216;Big City Life&#8217; beschrieb Marlon Roudette damals seine Haßliebe zum Leben in der Großstadt, bei dem die Hektik und der Druck den Alltag dominieren, das System einen runtermacht und die Natur in die Ecke gedrängt wird: <em>„Don&#8217;t let the system get you down./ Big City Life, me try fi get by./ Pressure nah ease up no matter how hard me try.“</em></p>
<p>So systemkritisch ist Marlon Roudette auf &#8216;Matter Fixed&#8217; auf den ersten Blick nicht mehr. Eher hört es sich so an, als ob es „nur“ um Beziehungskram geht. Diesen Eindruck bestätigt er einerseits, versucht ihn aber andererseits auch zu korrigieren: <em>„Zu Beginn der Aufnahmen war ich sehr mit persönlichen Dingen beschäftigt. Aber es ist jedenfalls nicht so, dass ich mich nicht weiterhin für soziale Belange interessiere. Ich denke aber auch, dass zum Teil in den Liedern genug Raum für andere Interpretationen ist. Es gibt zum Beispiel auch Stücke wie &#8216;Ten Million&#8217;, das Obdachlosigkeit behandelt. In &#8216;City Like This&#8217; geht es um die Schwierigkeiten, in einer riesigen Metropole zu wohnen. Das sind einfach Themen, die mich beschäftigen.“</em></p>
<p><strong>Nachhaltig engagiert!</strong></p>
<p>Wenn die Leute hören, dass Marlon Roudette aus der Karibik kommt, beneiden sie ihn meistens dafür. Und es sei natürlich in St. Vincent auch wunderschön. Aber das Leben in einer sich gerade erst entwickelnden Wirtschaft, die von größeren Nationen beeinflusst wird, ist auch schwierig, wie der Sänger erzählt: <em>„Der Lohn ist zum Teil minimal, die Arbeitslosigkeit hoch. Die Abhängigkeit von Importen steigt, während bäuerliche Traditionen verloren gehen. Vulkanausbrüche gab es zum Glück schon lange nicht mehr, aber Hurrikans sind auch problematisch. Die sozial-politischen Punkte, die auf meinen Album angesprochen werden, sind aus diesem Blickwinkel auf und von der Karibik beeinflusst.“</em></p>
<p>Momentan konzentriert er sich auch wieder mehr auf seine Heimat. In den vergangenen Jahren habe er da in einigen Schulen Vorträge gehalten und will das noch verstärken, nachdem er sich 2007 mit dem Song &#8216;Living Dafur&#8217; noch eher für diese afrikanische Region engagiert hatte.</p>
<p>Ein Kapitel aus seinen Leben, das ihm noch immer so wichtig ist, dass er es mit Bildern auf seinem Cover zu &#8216;Matter Fixed&#8217; erneut aufgreift: <em>„Ich wollte ein Artwork, das meine Persönlichkeit durch Bilder aus meinem Leben widerspiegelt. Die Demonstration, die da zu sehen ist, war für &#8216;Save Dafur&#8217; vor dem Haus des britischen Premierministers in der Downing Street 10. Ich bin in die Aktivitäten leider nicht mehr so stark involviert wie zu der Zeit, als wir mit unserem Lied auf die Lage dort in Afrika aufmerksam machten. Das Traurige ist, dass der Friedensprozess in der Region noch immer behindert wird. Aber mal sehen, wie sich die Unabhängigkeit des Südsudans auf die Situation auswirkt. Und ich bin sehr froh, dass ich als Künstler zumindest ein bisschen was tun konnte.“</em><br />
<strong><br />
Mehr Informationen unter:</strong> <a href="http://www.marlonroudette.com">http://www.marlonroudette.com</a></p>
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		<title>Thekey.to plant globale Conspiracy, um die (Mode-)Welt zu verändern</title>
		<link>http://www.holk.tv/2011/02/19/thekeyto-conspiracy-will-mode-welt-veraendern/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 12:00:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Veranstaltungen]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
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		<description><![CDATA[Während der Berlin Fashion Week im Januar lud die vierte THEKEY.TO, die internationale Veranstaltung für grüne Mode, nachhaltigen Lebensstil und Kultur unter dem Motto &#8216;Conspiracy&#8217; zum „konspirativ-inspirierenden“ Rundgang ein. HolK nutzte die Gelegenheit, einige der Öko-Aktivisten zu treffen und zu interviewen, die unsere Modewelt nachhaltig verändern wollen. Auf der Website beschreiben die Initiatoren des Events [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Während der Berlin Fashion Week im Januar lud die vierte THEKEY.TO, die internationale Veranstaltung  für grüne Mode, nachhaltigen Lebensstil und Kultur unter dem Motto &#8216;Conspiracy&#8217; zum „konspirativ-inspirierenden“ Rundgang ein. HolK nutzte die Gelegenheit, einige der Öko-Aktivisten zu treffen und zu interviewen, die unsere Modewelt nachhaltig verändern wollen.</strong></p>
<div id="attachment_297" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/02/holk-bei-the-key-to-conspiracy.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/02/holk-bei-the-key-to-conspiracy.jpg" alt="Psst! HolK lüftet hier gerne das Geheimnis von THEKEY.TO Conspiracy" title="holk-bei-the-key-to-conspiracy" width="300" height="225" class="size-full wp-image-297" /></a><p class="wp-caption-text">Psst! HolK lüftet hier gerne das Geheimnis von THEKEY.TO Conspiracy</p></div>
<p><span id="more-296"></span></p>
<p>Auf der Website beschreiben die Initiatoren des Events ihren neuen Ansatz folgendermaßen: <em>„Mit dem Begriff Conspiracy soll, entgegen der womöglich ersten Einschätzung, das gemeinschaftliche Handeln für eine Sache und durchaus gegen eine Mehrheit thematisiert werden. [...]. Also rufen wir auf: Habt Mut und steht für die gute Sache ein, stürzt die Politik und übernehmt als Mitglied einer globalen, nachhaltig denkenden Konsumentenschaft Verantwortung! Um dies zu erreichen, muss man sich zusammentun, hier und da einen Komplott schmieden und das Gute im trojanischen Pferd des Schönen verbreiten.“</em></p>
<p><strong>Mit gutem Beispiel vorangehen</strong></p>
<p>Jetzt ist es natürlich das eine, den nachhaltigen Designern eine Plattform zur Präsentation zu bieten. Das andere ist das eigene Handeln. Erfreulich ist daher, dass THEKEY.TO mit <a href="http://www.ecogood.de/">&#8216;Ecogood&#8217;</a> zusammen gearbeitet hat, um die eigenen negativen Umweltauswirkungen so gut wie möglich zu kompensieren.</p>
<p>Wie &#8216;Ecogood&#8217;-Mitarbeiter Armin Krahl im Video (siehe unten) erklärt, wurde für die gesamte Veranstaltung eine komplette Klimabilanz erstellt, um die Umweltauswirkungen zu bestimmen und die dabei unvermeidbaren Bestandteile wie zum Beispiel den Stromverbrauch durch Investitionen in ein Klimaprojekt auszugleichen.</p>
<p>Konkret heißt das, dass in dem Fall fossile Brennstoffe in thailändischen Zementwerken durch Erntereste ersetzt werden. Armin Krahl erklärt den Gedanken dahinter so: <em>„Das ist ein Energieeffizienz-Projekt, das den kleinen Regionen vor Ort ganz konkret jetzt schon den Zugriff auf moderne und zukunftsfähige Klimatechnologien gibt und dort eine klimafreundliche Entwicklung anstossen kann.“</em></p>
<p><strong>Gebt mir ein Zeichen</strong></p>
<p>Eine Schwierigkeit bei der Suche nach nachhaltigen Produkten ist ja immer die Frage, woran sie zu erkennen sind. Hier hilft der <a href="http://naturtextil.com/">Internationale Verband der Naturtextilwirtschaft e.V.</a>, kurz IVN, gerne weiter. Heike Scheuer erklärt im Video, mit welchen Labels IVN nachhaltige Kleidung auszeichnet. </p>
<p>Die beiden wichtigsten sind der &#8216;Global Organic Textil Standard&#8217; und der &#8216;IVN Best&#8217;. Für letzteres bestätigt das Umweltinstitut München, dass es sich dabei um die derzeit <em>„strengsten ökologischen und sozialen Standards in der Textilbranche“</em> handelt. Für den zuerst genannten habe ich gesehen, dass sogar Aldi Süd „GOTS zertifizierte“ Produkte im Angebot hat. Massenmarkt und Nachhaltigkeit müssen sich also nicht ausschließen. </p>
<p><strong>That&#8217;s (n)one of your business?</strong></p>
<p>Toll war auch bei THEKEY.TO, dass so unterschiedliche Anbieter wie Toodot und Ideo vertreten waren. Das Konzept von Toodot konzentriert sich laut <a href="http://www.toodot.org">http://www.toodot.org</a> auf eher dezente <em>„&#8230;Klamotten, die nur mit einem Logo-Stick versehen sind. Alle Sachen sind nach den Richtlinien des Global Organic Textil Standard gefertigt – somit aus Bio-Baumwolle und unter fairen Bedingungen in einer Werkstatt in Izmir, Türkei, hergestellt.“</em></p>
<p>Simon Strotmann verrät im Video, dass die Hemdenträger vor allem im Freizeitbereich eine gute Käuferschaft sind. Aber natürlich will Toodot mehr erreichen: <em>„Wir wollen unser Angebot Stück für Stück erweitern. Ein ganzer Anzug wäre ein Traum und ist auch schon angedacht, wird aber noch nicht umgesetzt.“</em></p>
<p><strong>Mais vous êtes fous!? Oh, oui!</strong></p>
<p>Ideo aus Frankreich verfolgt einen anderen Ansatz. Hier geht es laut <a href="http://www.ideocollection.com">http://www.ideocollection.com</a> eher darum, <em>„&#8230;trendige Silhouetten, exklusive Muster, pure Lebensfreude und die Lust auf schönes Aussehen mit Umweltbewusstsein und Fairness in Einklang zu bringen.“</em></p>
<p>Exportleiter Paul Tassi trägt zum Beispiel im Video eine Wendejacke, so dass er den von ihm innen getragenen hellblauen Stoff auch nach außen drehen könnte. Die ersten Testverkäufe der beiden Designerinnen Rachel Liu and Antoinette Giorgi fanden übrigens schon 2001 statt. Und auch THEKEY.TO nutzt Ideo schon zum vierten Mal, um konspirative Gespräche zu führen, wie Paul erzählt: <em>„Wir sind vielleicht die Einzigen, die seit Anfang an hier sind. Wir sind mit der Messe ziemlich zufrieden. Das ist immer eine gute Möglichkeit, neue Kunden in Norddeutschland zu teffen.“</em></p>
<p><strong>Der (Untergrund-)Kampf muss weitergehen</strong></p>
<p>Im Résumé von THEKEY.TO zeigt sich Gründer Frans Prins ebenfalls zufrieden – und kämpferisch: <em>„Uns geht es darum, die nächste Veranstaltungen und unsere Vision noch mehr ins Zentrum der Modewelt zu bringen.”</em></p>
<p>Da bleibt eigentlich nur abschließend ein weiterer Satz aus dem Résumé zu zitieren, dem sich HolK gerne anschließt: <em>„We look forward to edition No.5 – with the spirit of a heartfelt and growing global conspiracy!“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://thekey.to">http://thekey.to</a></p>
<p><iframe title="YouTube video player" width="480" height="300" src="http://www.youtube.com/embed/umQ7mEiORrk" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Sebastian Lohse wünscht sich einen liebevolleren Umgang mit der Natur</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 12:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sechs Jahre nachdem Sänger Sebastian Lohse bei der Rockband Letzte Instanz ausgestiegen ist, veröffentlicht er sein zweites Solo-Werk &#8216;Erfolg!&#8217;. Musikalisch ist er heutzutage natürlich viel freier, aber thematisch bewegt sich das in einer ähnlichen Richtung. Noch immer möchte er mit seinen Liedern nicht nur unterhalten, sondern auch die Welt verändern. „Ich habe auch einige Texte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sechs Jahre nachdem Sänger Sebastian Lohse bei der Rockband Letzte Instanz ausgestiegen ist, veröffentlicht er sein zweites Solo-Werk &#8216;Erfolg!&#8217;. Musikalisch ist er heutzutage natürlich viel freier, aber thematisch bewegt sich das in einer ähnlichen Richtung. Noch immer möchte er mit seinen Liedern nicht nur unterhalten, sondern auch die Welt verändern.</strong></p>
<div id="attachment_291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern-300x225.jpg" alt="" title="sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-291" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Männer vor halbvollen Gläsern: Bei HolK und Sebastian Lohse stirbt die Hoffnung zuletzt</p></div>
<p><span id="more-290"></span></p>
<p><em>„Ich habe auch einige Texte aus der Zeit noch im Repertoire“</em>, bestätigt Sebastian Lohse, dass er mit der gemeinsamen Vergangenheit und Geschichte der Letzen Instanz nicht gebrochen hat. <em>„Es ist nicht so, dass ich was völlig anderes machen wollte. Ich habe einfach an mir weitergearbeitet. Das ist vor allem dadurch möglich, dass nicht so ein großer Apparat dahinter steht, sondern ich viel filigraner arbeiten kann. Es sind aber durchaus noch einige Rock-Elemente dabei.“</em></p>
<p><strong>Kleiner <del datetime="2010-12-30T12:35:01+00:00">Mann</del> Planet – was tun?</strong></p>
<p>So eröffnet das mit Funk- und Chansonelementen ausgestattete ’Wo Ich Nicht Bin’ das Album nicht unbedingt rockend, aber durchaus ziemlich schwungvoll. Als erstes Video präsentiert Sebastian Lohse aber lieber das deutlich fröhlicher wirkende ’Kleiner Mann (Paraphrase)’. Wie der Titel schon andeutet, verneigt er sich dabei vor dem Roman ’Kleiner Mann – Was Nun?’ zur Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre von Hans Fallada. Auch musikalisch greift er dabei auf Anleihen aus dieser Zeit zurück. In seinen Lyrics singt er: <em>„Kleiner Mann, glaub mir, dem großen Mann, ich denke weiter, denke an das Glück von allen./ Kleiner Mann, das geht uns alle an. Wir werden handeln. Und die Würfel müssen fallen.“</em></p>
<p>Dabei geht es ihm vor allem darum, Kritik daran zu üben, wie mit der aktuellen Wirtschaftskrise umgegangen wurde/wird. Es geht ihm um diese Versprechungen, die da gemacht wurden in der Krisenzeit: <em>„Ich habe sie einfach mehr oder weniger weiterverarbeitet. Ob der große Mann ein guter ist, wird sich zeigen. Ein Jahr vorher haben die alle Milliarden gebraucht und jetzt sagen sie, dass es ihnen blendend geht. Ob das dann wirklich für den kleinen Mann gut wird, habe ich noch nicht so mitbekommen.“</em></p>
<p><strong>Die Grenzen des Wachstums</strong></p>
<p>Schon 2008 kritisierte Sebastian Lohse auf seinem Solo-Debüt &#8216;In Medias Res&#8217; im Stück &#8216;Tango&#8217;, dass unsere Wirtschaft auf ständiges Wachstum ausgelegt ist. Im Songtext überführt er ins Lächerliche, was viele Unternehmer predigen: <em>„Stillstand ist Rückschritt, langfristig disponiert auf die gemeinsame Vision./ Im Zeichen der Firma – Wachstum, Wachstum, Wachstum in eine neue Dimension unserer Organisation.“</em></p>
<p>Das ganze System drumherum ist vor allem ausgelegt auf irgendwelche Phrasen, hat er das Gefühl. Deswegen zählt er diese Sprüche einfach auf: <em>„Ich wünschte, es würde mehr Klartext geredet. Wenn du Städte von oben anschaust, sieht das aus, als würde sich eine Krebszelle ausbreiten. Klar, das ist auch Wachstum – wenn die Regenwälder dann kaputt gemacht werden. Das ist ähnlich wie mit dem Erfolg. Ich finde es wichtiger, einfach mal zu fragen, was damit genau gemeint ist – statt einfach alles abzunicken.“</em></p>
<p>Die Ölkatastrophe von BP hat ihn daher auch ziemlich aufgeregt: <em>„Ich dachte nur, dass die da immer noch damit spekuliert haben, irgendwas für sich selbst zu retten. Ich vertraue denen nicht. Zu sagen, dass sie sich ruhig etwas Zeit lassen können, weil das vielleicht doch nicht so schlimm ist, finde ich unmöglich. Das Gefühl habe ich aber gehabt.“<br />
</em><br />
<strong>Zurück zur Natur</strong></p>
<p>Dass der sorglose und verschwenderische Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen den eigenen Untergang bedeuten kann, stellt er in &#8216;Chloris (Oder Die Göttin Der Blühenden Natur)&#8217; klar. Eine zweite Chance wird es womöglich nicht geben: <em>„Du hast es in der Hand, ja Du bist in der Pflicht:/ Du brauchst sie und sie, nein sie braucht Dich nicht./ So denke keinen, nicht einen Augenblick, dass es für Dich noch eine zweite gibt.“</em></p>
<p>Für Sebastian Lohse gehört die Liebe zur Natur zur Liebe an sich. Für ihn ist der größere Abstand zur Natur heutzutage in unserer zivilisierten Gesellschaft zwar ganz normal, aber dieser Abstand bringt auch in der eigenen Gefühlswelt Einiges durcheinander: <em>„Ein direkter Draht zu unserer Umwelt muss nicht falsch sein. Leute, die mit der Natur im Einklang sind, müssen ja nicht permanent barfuss laufen. Aber sie haben eben eine Wahrnehmung dafür, leben mit ihr und sind dann oft auch liebesfähiger. Von einem, der immer nur in seinem Büro vor dem Rechner hockt, weiß ich nicht, wie intakt noch seine Gefühlswelt ist.“</em></p>
<p>So fragt er sich auch, was &#8216;Männer Vor Halbvollen Gläsern&#8217; fühlen, in dem gleichnamigen Stück: <em>„Sie könnten ja auch sagen, dass sie ein volles Glas haben wollen. Aber viele sind mit dem halbvollen zufrieden. Männer vor halbleeren Gläsern wären unzufrieden damit. Aber das sind sie nicht. Ganz glücklich sind die Leute nicht, aber es geht schon.“<br />
</em><br />
<strong>Halbvoll – oder halbleer?</strong></p>
<p>Die Idee hinter seinen Lyrics ist, die Leute ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken anzuregen: <em>„Ich versuche mit meinen Liedern, nicht nur meine Meinung darzustellen, sondern auch zu zeigen, was meiner Meinung nach hinter anderen Sachen steckt. Um die Worte der anderen zu entlarven. Ich sage nicht: &#8216;Du musst jetzt aufstehen, Genosse&#8217;. Ich rate bloß dazu, dass sich jeder genau anhört, was ihm so erzählt wird.“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://sebastianlohse.de">http://sebastianlohse.de</a></p>
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		<title>Deutschland, komm mit: Olli Banjo unterstützt mein Weltbild und kämpft für Gerechtigkeit</title>
		<link>http://www.holk.tv/2010/10/26/olli-banjo-weltbild-fuer-gerechtigkeit/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Oct 2010 18:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[2010 ist Olli Banjo so produktiv wie selten zuvor. Vielleicht liegt das daran, dass er dringend was zu sagen hat. Denn so, wie es derzeit um Deutschland und den Rest der Welt bestellt ist, besteht akuter Handlungsbedarf. Sein großes Thema ist Gerechtigkeit. Die nachhaltigen Gedanken, die er auf seinem Album &#8216;Kopfdisco&#8217; angestossen hat, setzen sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>2010 ist Olli Banjo so produktiv wie selten zuvor. Vielleicht liegt das daran, dass er dringend was zu sagen hat. Denn so, wie es derzeit um Deutschland und den Rest der Welt bestellt ist, besteht akuter Handlungsbedarf. Sein großes Thema ist Gerechtigkeit. Die nachhaltigen Gedanken, die er auf seinem Album &#8216;Kopfdisco&#8217; angestossen hat, setzen sich nun im Herbst auch bei seinem Beitrag zum Soundtrack &#8216;Bis Aufs Blut&#8217;, bei der Remix-Kollabo zu &#8216;Angst Ist Deren Business&#8217; mit Nosliw und der &#8216;Juice Exclusive EP&#8217; fort!</strong></p>
<div id="attachment_263" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/olli-banjo-schwarzes-hoodie-und-holk-mit-eckzaehnen.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/olli-banjo-schwarzes-hoodie-und-holk-mit-eckzaehnen-300x225.jpg" alt="Das Markenzeichen von Olli Banjo, dem Enfant terrible der deutschen Rap-Szene – schwarzes Hoodie. Lange Eckzähne sind dagegen das vom HolK. Gemeinsam informieren sie (sich) über Rettungswege" title="olli-banjo-schwarzes-hoodie-und-holk-mit-eckzaehnen" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-263" /></a><p class="wp-caption-text">Das Markenzeichen von Olli Banjo, dem Enfant terrible der deutschen Rap-Szene – schwarzes Hoodie. Lange Eckzähne sind dagegen das vom HolK. Gemeinsam informieren sie (sich) über Rettungswege</p></div>
<p><span id="more-262"></span></p>
<p>Dass Olli Banjo keiner der üblichen Dampfplauderer ist, wurde im Frühjahr durch die Veröffentlichung von &#8216;Kopfdisco&#8217; quasi amtlich bestätigt. Gefördert wurde die CD nämlich durch die &#8216;Initiative Musik&#8217;, einer gemeinnützigen Projektgesellschaft mit Projektmitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien auf Grund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.</p>
<p><strong>Einfach ausgezeichnet!</strong></p>
<p>Wenn das keine offizielle Ansage ist, was dann? Olli Banjo fühlte sich jedenfalls geehrt: <em>„Das ist eine ganz großartige Sache. Ich musste mich richtig bewerben. Da wurde auch auf die Texte geschaut. Es wird nicht jeder Scheiß unterstützt, sag ich mal so. Das musste alles seine Berechtigung haben, also qualitativ und inhaltlich gut sein. Ich stehe auch für Musik, die was bewegen will. Deswegen hat mich das sehr gefreut, dass das dort ähnlich gesehen wurde.“</em></p>
<p>Auf ’Kopfdisco’ wurde mit Stücken wie zum Beispiel ’Sag B.A.N.J.O.’, ’Randale In Der Sonderschule’ und ’Fotografieren’ mehr Engagement eingefordert – gegen Unterdrückung, mangelnde Bildung(sangebote) und Schönheitswahn. Neben solchen gesellschaftlichen Themen beschäftigt sich Olli Banjo aber insbesondere auf ’Mein Weltbild’ auch mit dem Schutz der Umwelt: <em>„Das Öl, es lässt sich nicht ewig pumpen, ist jetzt schon zu wenig für unsere Enkel zum Leben./ Alternative Antriebe und ähnlich sehende Pläne werden verlegt und zerredet, weil es das Gleichgewicht schädigt.“</em></p>
<p>Olli Banjo hat eine Erklärung parat, warum seiner Meinung nach die alternativen Energien nicht zum Zuge kommen: <em>„Es geht dabei um Macht – und um Geld letztendlich. Diese Öl-Lobby lässt sich natürlich nicht die Butter vom Brot nehmen. Wo wird gerade wieder neu gebohrt? Irgendwo in Skandinavien.<strong>*</strong> Das ist noch lange nicht zu Ende. Wobei es – wie gesagt – sehr, sehr schade ist, denn es gäbe auf jeden Fall bessere Wege. Da könnte ich jedoch nur gefährliches Halbwissen verbreiten. Aber am Rande meiner Themen beschäftigt mich das natürlich auch!“</em></p>
<p><strong>Feuer über Deutschland</strong></p>
<p>Mit der ’Juice Exclusive EP’ hat er nun in der Richtung nachgelegt. In den Lyrics von ’Deutschland Komm Mit’ sagt er, dass er und seine Leute das Wort &#8220;Gerechtigkeit&#8221; bei U-Bahnen in Fensterritzen schreiben und Nazi-Vereinsheime zerstören. Im Refrain lädt er zum Mitmachen ein und beschreibt revolutionäre Szenen, wie sie gerade in Frankreich zu sehen sind: <em>„Deutschland, komm mit!/ Wir laufen zusammen durch diese Stadt./ Wer kommt mit, mit dem Schädel durch die Wand?/ Ich zünde meine Fackel an./ Die Straßen brennen, die Straßen brennen.“</em></p>
<p>Als direkten Aufruf zur Revolution soll das jetzt natürlich nicht verstanden werden. Aber die Wut darüber, wie über die Zukunft ganzer Generationen hinweg entschieden wird, ruft schon nach einem Ventil: <em>„Dieser Agitationsgedanke ist mir schon sehr, sehr vertraut. Allerdings finde ich das, wie es in Frankreich gemacht wird, nicht so optimal. Da brennen irgendwelche Kleinwagen. Wo ist denn da der Sinn? Wenn schon, dann müsste das ein Mercedes oder Ferrari sein. Das ist mir zu willkürlich.“</em></p>
<p><strong><del datetime="2010-10-26T15:46:07+00:00">Rette</del> Betäube sich, wer kann</strong></p>
<p>Vielleicht präsentiert Olli Banjo auch deshalb im Track ’Ich Betäube Mich’ zum Film ’Bis Aufs Blut’ einen etwas anderen Ausweg. Warum weiter kämpfen, wenn die Welt den Bach runtergeht? Im Songtext heißt es: <em>„Ich sag mal so, vieles ist am Arsch und broke./ Wir geraten unter Druck, sind in chronischer Atemnot./ Ich muss an die frische Luft, ich will wieder fühlen lernen./ Ich muss an die Sonne, ich will nicht an Unterkühlung sterben.“</em></p>
<p>Armut, Klimawandel und Luftverschmutzung sind anscheinend unaufhaltbar. Wobei Olli Banjo die Verzweifelung in dem Fall nur bildhaft darstellen wollte. <em>„Das habe ich so nicht gemeint, aber das kannst du natürlich so interpretieren. Da kann jeder selber denken, was er möchte. Es geht um die Flucht hin zur Droge, was ich selber schon erlebt habe. Die Ich-Perspektive wird bei mir aber unterschiedlich verwendet. Es gibt Songs, die ultra-persönlich sind und wo ich richtige Seelen-Strips betreibe. Dann gibt es aber auch Battle-Raps, bei denen ich einfach nur Quatsch erzähle.“</em></p>
<p><strong>(K)ein Grund zur Panik</strong></p>
<p>Interessant ist da die Frage, wie viel Wahrheit in ’Angst Ist Deren Business’ steckt. Aufgenommen wurde der Song für das Album ’Heiss &#038; Laut’ von Nosliw. In seiner Strophe warnt Olli Banjo davor, sich durch falsche Schönheitsideale und Terrordrohungen verunsichern zu lassen. Aber er zählt auch andere Beispiele für Panikmache wie minderwertiges Fleisch und chemische Stoffe in unserem Essen auf, die schon Grund zur Sorge geben: <em>„Früher hatten wir Angst vor Licht und Sonne, Blitzen und Donner./ Heute vor Gammel-Döner und Acrylamid in den Pommes./ Wir haben Angst vor Kids mit Windpocken, Hitze im Sommer./ Vor künstlich gespritzten Äpfeln, Bananen, Kirschen vom WOM-Markt.“</em></p>
<p>Darauf angesprochen, reagiert Olli Banjo souverän. Entscheidend sei, was du draus machst: <em>„Du meinst, das sind Sachen, vor denen du schon Angst haben solltest? Ich kann mich da nicht verteidigen. Na schön, es hat sich in dem Fall einfach halt sehr, sehr gut gereimt. Aber trotzdem ist es schon so, dass die Panikmache etwas überzogen wird. Indem den Leuten Angst gemacht wird, werden sie einfach gefügig und in einer Schockstarre gehalten, in der sie leicht manipulierbar sind.“</em></p>
<p>Der einzige Weg raus aus der Misere ist, sich zu informieren. Nur wer die Zusammenhänge kennt, kann etwas verändern. Und Olli Banjo sorgt fleißig dafür, dass wichtige Themen auch im Gespräch bleiben. Denn wie rappt er in ’Charlie’ so schön: <em>„Wir kämpfen gegen Dummheit und schlechte Rhymes – Ja, Sir!/ Für Frieden, Schwächere und Gerechtigkeit – Ja, Sir!“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.myspace.com/olli-banjo">http://www.myspace.com/olli-banjo</a></p>
<p><strong>* </strong>Greenpeace hält zu dem Thema ein paar Zahlen bereit: <em>&#8220;In Nordsee und Nordost-Atlantik sind derzeit ca. 730 Offshore-Installationen in Betrieb, über 20 neue Öl- und Gasprojekte von 200 bis zu 900 Metern Tiefe sind geplant.&#8221;</em> // Quelle: <a href="http://www.greenpeace.de/themen/oel/presseerklaerungen/artikel/tiefsee_oel_bundesregierung_macht_rueckzieher/">http://www.greenpeace.de/themen/oel/presseerklaerungen/artikel/tiefsee_oel_bundesregierung_macht_rueckzieher/</a></p>
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		<title>Nosliw wiederholt mit &#8220;Heiss &amp; Laut Remixed&#8221; gerne seinen Aufruf zu mehr Engagement</title>
		<link>http://www.holk.tv/2010/10/20/nosliw-heiss-laut-remixed-aufruf-zu-engagement/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 21:26:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wiederholen will Nosliw sich nicht. Aber manchmal lässt es sich wohl nicht vermeiden. Und wenn dadurch noch mal betont wird, dass wir uns alle für eine bessere Welt einsetzen sollten, ist das auch mehr als in Ordnung – wie jetzt beim Album ’Heiss &#038; Laut – Remixed By Soulforce’ zu sehen ist!</strong></p>
<div id="attachment_254" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/nosliw-holk-heiss-und-laut.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/nosliw-holk-heiss-und-laut-300x224.jpg" alt="Heiß und laut? Nosliw und HolK wissen, wo&#039;s brennt" title="nosliw-holk-heiss-und-laut" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-254" /></a><p class="wp-caption-text">Heiß und laut? Nosliw und HolK wissen, wo's brennt</p></div>
<p><span id="more-253"></span></p>
<p>Schon als 2004 das Debütalbum ’Mittendrin’ von Nosliw erschien, bezog der inzwischen in Berlin lebende Reggaesänger eine klare Position in seinen Lyrics. Er wollte die Menschen zum Umdenken für eine nachhaltige Entwicklung bewegen, indem er zum Beispiel in ’Wie Weit’ Fragen formulierte, die die Hörer für sich beantworten sollten: <em>„Wie lang schon produzieren wir Gifte? Wie lang schon wird gar nichts erreicht auf Umweltgipfeln?/ Wie viele Konventionen zu Gunsten von Onkel Sam? Wie viel Verantwortung bleibt bei den Mittellosen hängen?/ Wie weit, wie weit können Menschen Dinge vereinnahmen, die diese Welt in Jahrmillionen allein erreicht hat?“</em></p>
<p><strong>Immer noch keine schöne neue Welt</strong></p>
<p>Sechs Jahre später knüpft er vorsichtig auf dem neuen Remix-Album, bei dem Soulforce alle Stücke vom Werk ’Heiss &#038; Laut’ aus dem letzten Jahr noch einmal mit neuen Beats unterlegt haben, daran an. Bei ’Yeahyeahyeahyeahyeah’ erklärt er, dass es so, wie es ist, nicht bleiben darf. Im Refrain ruft er dann aber erst mal nur zum Mitsingen auf: <em>„Wenn ihr wirklich etwas ändern wollt, dann gebt mir ein Yeahyeahyeahyeahyeah./ Alle Leute singen Yeahyeahyeahyeahyeah./ Für eine schöne Welt – Yeahyeahyeahyeahyeah.“</em></p>
<p>Was seine Welt verschönern würde, verrät er gegen Ende des Stücks. Für ihn gäbe es ein Happy End, wenn endlich die letzte Nazi-Kneipe brennt. Noch mal auf den Punkt bringt er das Thema mit dem Bonustrack ’Nazis Raus’. Dieses Problem ist für ihn eine ganz lästige Geschichte: <em>„Ständig müssen wir uns mit Menschen auseinandersetzen, die versuchen, blonde Haare und blaue Augen zu retten. Dabei gibt es nur noch rund 3.000 Tiger. Die müssen wir retten. Ich würde mich viel lieber mehr für den Umweltschutz engagieren, aber natürlich müssen wir erst einmal als Menschen miteinander klarkommen.“</em></p>
<p><strong>Thinking about the next Generation</strong></p>
<p>Trotzdem versucht er in seinen Songs, auch die Umwelt-Themen, die er schon vor Jahren angesprochen hat, immer wieder einzubringen: <em>„Obwohl es mir sehr unangenehm ist, mich immer zu wiederholen: &#8216;Wir haben nur einen Planeten! Wir sind alle aufeinander angewiesen! Es gibt keinen Ersatz!&#8217; Irgendwann muss es die Allgemeinheit doch mal begriffen haben, dass wir es selber in die Hand nehmen müssen.“</em></p>
<p>Dabei hat Nosliw auch konkrete Möglichkeiten parat, was getan werden könnte: <em>„Dass wir bestimmte Produkte nicht kaufen dürfen. Dass wir uns bewusster ernähren. Dass wir saisonale Produkte kaufen. Dass wir nicht immer nur auf den Preis gucken sollten. Inzwischen ist es soweit, dass unsere eigene Generation keine Zukunft mehr hat, wenn wir so weitermachen. Es geht nicht mehr um die Enkel-Generation.“</em></p>
<p><strong>Gib dem Affen keinen Zucker</strong></p>
<p>In seinen Songtexten ist er dagegen bei &#8216;Heiß Und Laut&#8217; nicht mehr so konkret, wenn es darum geht, die Dinge anzusprechen. Während sein Gast-Rapper Olli Banjo bei ’Angst Ist Deren Business’ sich darüber aufregt, was die Panikmaschinerie alles zum Geldscheffeln mobilisiert, bleibt Nosliw selbst bei dem Songtext sehr allgemein.</p>
<p>So warnt er zwar davor, sich durch Tabletten retten zu wollen, geht aber nicht näher auf die Pharma-Industrie ein. Darauf angesprochen, hat er dann aber doch was Interessantes parat: <em>„Kennst du Stevia? Das ist ein Süßstoff, der in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen ist. Weil er der perfekte Zuckerersatz ist. Das stört natürlich die Zuckerindustrie. In Studien wurden irgendwelche Inhaltsstoffe isoliert, die in hoch konzentrierter Form zu Krebs führen. Damit hat die Lobby bei der Politik erreicht, dass es nicht zugelassen wird. Das ist für mich ein Beispiel, wo Angst mit Gegebenheiten geschürt wird, die nahezu niemals passieren können.“</em></p>
<p>Ähnlich dürfte es sich damit verhalten, dass in Deutschland die Lichter ausgehen würden, wenn die Atomkraftwerke schon in ein paar Jahren abgeschaltet würden. Stattdessen wird auf Zeit gespielt – und die Chance vertan, frühzeitig auf Alternativen umzuschwenken. Dafür würde Nosliw gerne die Medien in die Pflicht nehmen: <em>„Sie sollten uns einfach mal Angst machen vor dem Ende der Welt. Sie sollten uns dazu bringen, nicht überall das Licht anzulassen oder mal eine Woche lang kein Fleisch zu kaufen. Es sind einfach die falschen Leute, die uns Angst machen. Und alle anderen werden als Verschwörungstheoretiker, Gutmenschen und Esoteriker verschrien.“</em></p>
<p><strong>Rhymes 4 Creation – Music for Education</strong></p>
<p>Trotz der Gefahr, selbst als Gutmensch diskreditiert zu werden, engagiert sich Nosliw aber immer wieder für eine bessere Welt. So hat er unter anderem Beiträge zu den Samplern ’Statements Outta Babylon’, ’Voices Against Poverty’ und ’Rhymes 4 Creation – Music For Education’ beigesteuert.</p>
<p>Für die zuletzt genannte Compilation nahm er zusammen mit Johnny Strange von Culcha Candela, Dellé aka Eased von Seeed und einigen anderen Reggae-Künstlern den Allstar-Track ’Get Up’ auf, um mit dem <a href="http://afrikarise.org">Afrika Rise Projekt</a> einer Schule in Uganda zu helfen: <em>„Ich bin nicht so krass in das Projekt involviert, aber ich weiß natürlich, worauf ich mich da eingelassen habe. Johnny Strange macht das schon ziemlich gut mit seinem Team zusammen. Er ist da vor Ort gewesen und weiß, wo das Geld da hingeht. Zum Glück gibt es solche Leute, mit denen ich gut zusammengearbeitet habe. Häufig fehlt aber die Schnittstelle zwischen Entertainment und Education!“</em></p>
<p>Passend zum Stichwort ’Education’ hatte er auch seine Strophe bei ’Get Up’ verfasst: <em>„Ich brauche ja wohl nicht mehr erzählen, wie wichtig Unterstützung ist./ Dass man trotz all dem Neid und Ärger unsere Jüngsten nicht vergisst./ Denn die Erfahrung hat gezeigt, im Leben kommt alles zurück./ Also geben wir den Kids auch etwas ab von unserem Glück.“</em></p>
<p>Natürlich hätte er auch hier durchaus konkreter werden und zum Beispiel Spenden für mehr Bildung fordern können. Aber er will den Leuten eben nicht vorschreiben, was sie zu tun haben: <em>„Außerdem drücke ich so was jetzt allgemeiner aus, weil die Dinge, die ich vor sechs Jahren angesprochen habe, leider immer noch da sind. Ich wollte mich nicht wiederholen. Aber vielleicht muss ich das – beim nächsten Album!“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.nosliw.de">http://www.nosliw.de</a></p>
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		<title>Sabrina Setlur, Joy Denalane und andere haben 1000 Ideen, täglich die Welt zu verbessern</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 19:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ulrich Hoffmann hat für sein Buch ’1000 Ideen, täglich die Welt zu verbessern’ fleißig alle möglichen Leute befragt, was sie tun (würden). So geben nun nicht nur die drei Herausgeber Jan Hofer, Dieter Kronzucker und Shary Reeves gute Denkanstöße, sondern unter anderem auch Sabrina Setlur und Joy Denalane ihre Tipps für eine bessere Welt preis. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ulrich Hoffmann hat für sein Buch ’1000 Ideen, täglich die Welt zu verbessern’ fleißig alle möglichen Leute befragt, was sie tun (würden). So geben nun nicht nur die drei Herausgeber Jan Hofer, Dieter Kronzucker und Shary Reeves gute Denkanstöße, sondern unter anderem auch Sabrina Setlur und Joy Denalane ihre Tipps für eine bessere Welt preis.</strong></p>
<div id="attachment_238" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/holk-1000-ideen-nationalpark-ostsee.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/holk-1000-ideen-nationalpark-ostsee-300x225.jpg" alt="So einfach ist eine von 1000 Ideen umgesetzt: HolK im Nationalpark an der Ostsee" title="holk-1000-ideen-nationalpark-ostsee" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-238" /></a><p class="wp-caption-text">So einfach ist eine von 1000 Ideen umgesetzt: HolK im Nationalpark an der Ostsee</p></div>
<p><span id="more-234"></span></p>
<p>Jan Hofer gibt in seinem Vorwort Einblicke, was er selber unternimmt. Dabei geht es ihm auch um den Erhalt der Umwelt. Sein Auto hat er geleast, um immer möglichst schnell auf sparsamere Modelle umsteigen zu können. Recyclingpapier ist bei ihm Standard und beim Drucker-/Scanner-/Faxgerät hat er auf die ’Energy Star’-Auszeichnung geachtet.</p>
<p><strong>Mit Spaß bei der (guten) Sache</strong></p>
<p>Shary Reeves betont, dass sie das inzwischen von vielen Leuten eher als störend denn als informativ empfundene ’grüne Rauschen’ nicht durch noch mehr Info-Gejammer vergrößern will. Stattdessen soll das Buch <em>„…dicht gepackt konkrete Vorschläge liefern. Schließlich wissen wir alle inzwischen, wenn die Welt toll bleiben soll, muss jeder mitmachen. Bloß wollen wir uns dabei den Spaß nicht nehmen lassen!“</em></p>
<p>Dieter Kronzucker weißt dann noch darauf hin, dass seiner Meinung nach die Fragen nach Sinn und Unsinn stärker werden. Als mögliche Auslöser dafür sieht er auch die ökonomische Krise und ganz sicher die Angst vor dem Klimawandel. Umso mehr freut er sich, dass die nachfolgende Generation eines bereits verinnerlicht hat: <em>„Wer mehr weiß, kann mehr gestalten!“</em></p>
<p><strong>Pinkeln für den Regenwald</strong></p>
<p>Na, dann wollen wir mal ein bisschen Wissen unter die Leute bringen. Wie wäre es zum Beispiel mit Tipp 345 zur Morgentoilette: <em>„Wenn Sie gleich duschen und dabei Wasser lassen, sparen Sie täglich sechs bis neun Liter Wasser.“</em></p>
<p>Im Buch wird darauf hingewiesen, dass sogar die brasilianische Umweltorganisation SOS Mata Atlantica unter <a href="http://www.xixinobanho.org.br">http://www.xixinobanho.org.br</a> fordert, auf <em>„…diese Weise Wasser zu sparen, um den Atlantischen Regenwald zu retten.“</em></p>
<p>Sabrina Setlur hat es sich bei ihrem Tipp einfach gemacht und schnell mal ein paar Lyrics aus ihrem Stück ’Liebe’ zitiert: <em>„Schickt all eure Liebe in Päckchen und Briefen. Wir brauchen Tonnen davon./ Schickt all eure Liebe, bevor wir erfrieren, als hätte man uns die Sonne genommen.“</em></p>
<p><strong>Der Mann mit dem Koks ist… eine Umweltsau</strong></p>
<p>Bei Tipp 849 wird gefragt, ob jemand schon mal was von ’Fairtrade-Kokain’ gehört hat. Seit dem letzten Bundesvision Song Contest wahrscheinlich schon, denn Blockflöte des Todes sang da in ’Alles Wird Teurer’ im Songtext: <em>„Fairtrade-Koks. Oh, Oh, in ganz Berlin gibt es nur noch fair gehandeltes Kokain.“</em></p>
<p>Ob der Sänger das Buch gelesen hat? Jedenfalls wird da genau das gesagt, worüber er singt: <em>„Das Zeug wird von Verbrechern unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt. Und auch nicht umweltfreundlich gedüngt.“</em></p>
<p><strong>Vom Erzeuger überzeugt?</strong></p>
<p>Der Tipp 914 von Joy Denalane klingt erst einmal recht philosophisch: <em>„Gehe an den Ursprung der Dinge, um den Zustand der Dinge zu verstehen.“</em></p>
<p>Auf was Konkreteres runter gebrochen könnte es auch darum gehen, sich ein eigenes Bild von der Produktion unserer Konsumgüter zu machen. Wer hinter die Kulissen schaut, versteht leichter, wieso es Gammelfleisch und Billig-Elektronik gibt – weil die Profitgier keine Rücksicht auf Mensch und Umwelt nimmt.</p>
<p>Noch eine von &#8217;1000 Ideen täglich die Welt zu verbessern&#8217; lautet: <em>&#8220;Nehmt eure Freunde/Kinder/Bekannte an die Hand und zeigt ihnen die Pracht vor der Haustür: die unvermutete Großartigkeit unserer Nationalparks&#8230;&#8221;</em></p>
<p>Gesagt, getan &#8211; wie das Foto oben beweist! Aber über einen Tipp hat sich HolK natürlich besonders gefreut: <em>„Holen Sie sich eine Internetadresse mit der Endung ’tv’ und Sie unterstützen die Wirtschaft einer winzigen, von Überflutung bedrohten Inselgruppe im Südpazifik (etwas oberhalb von Australien).“</em></p>
<p>Manchmal kann es eben wirklich ganz einfach sein, die Welt etwas zu verbessern!<br />
<strong><br />
Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.ulrichhoffmann.de/weltverbessern/">http://www.ulrichhoffmann.de/weltverbessern/</a></p>
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		<title>Eric Hilton von Thievery Corporation thematisiert in seinem Film &#8216;Babylon Central&#8217; auch das Geschäft mit dem Öl</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Sep 2010 21:44:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Thievery Corporation aus Washington haben sich seit ihrem ersten Album vor 14 Jahren immer auch (sozial-)politisch engagiert – gegen Krieg und Hunger, für Menschenrechte und Entwicklungshilfe. Da ist es wenig überraschend, dass Eric Hilton, die eine Hälfte des Duos, nun bei seinem ersten Film &#8216;Babylon Central&#8217; ebenfalls Themen wie familäre Unterdrückung und das Geschäft mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Thievery Corporation aus Washington haben sich seit ihrem ersten Album vor 14 Jahren immer auch (sozial-)politisch engagiert – gegen Krieg und Hunger, für Menschenrechte und Entwicklungshilfe. Da ist es wenig überraschend, dass Eric Hilton, die eine Hälfte des Duos, nun bei seinem ersten Film &#8216;Babylon Central&#8217; ebenfalls Themen wie familäre Unterdrückung und das Geschäft mit dem Öl anspricht – verpackt in eine Geschichte über Freundschaft, Lebensgefühl und Liebe zwischen Okzident und Orient.</strong></p>
<div id="attachment_231" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/09/holk-babylon-central.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/09/holk-babylon-central-300x224.jpg" alt="HolK ist voll im Bilde: Babylon Central liefert Einblicke in den Alltag von Washington" title="holk-babylon-central" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-231" /></a><p class="wp-caption-text">HolK ist voll im Bilde: Babylon Central liefert Einblicke in den Alltag von Washington</p></div>
<p><span id="more-224"></span></p>
<p><em>„Babylon ist ein Begriff der Rastafaris für das herrschende, westliche Gesellschaftssystem, das oft als korrupt und unterdrückend wahrgenommen wird. Und Washington, D.C., der Schauplatz von &#8216;Babylon Central&#8217;’, repräsentiert für viele Menschen genau dieses System“</em>, erklärt Eric Hilton in der Info zum Streifen, für die ein Video-Interview mit ihm von der Film-Website übersetzt wurde.</p>
<p><strong>Don&#8217;t shoot the messenger</strong></p>
<p>Sebastian James (gespielt von Joe Steger in seiner ersten Hauptrolle) arbeitet als Roller-Kurier für die Beratungsfirma von Julian Gold (Reid Hill), die sich auch um die Interessen des saudi-arabischen Prinzen Wahleed (Amr Mounib) kümmert. Gold schickt Sebastian mit vertraulichen Dokumenten darüber zum Vizepräsidenten, dass Wahleed die langjährige Praxis des so genannten „Petro-Dollars“ auflösen will.</p>
<p>Aber diesmal schlampt Sebastian und sein politisch engagierter Kumpel Innocent (W. Ellington Felton) gewinnt Einblicke in die Geheim-Akte. Und der ahnt schnell, was die Stunde geschlagen hat, denn seiner Meinung nach ist Geld die Wurzel allen Übels – und diese Wurzel wird mit Öl gedüngt: <em>„You know they say money is the root of all evil – but those roots are fertilized with oil. Oil runs everything in Babylon. Without it, the beast is no more.“</em></p>
<p>Dass Sebastian zudem mit Wahleeds Tochter Rana anbändelt, bringt das Fass vollends zum Überlaufen. Das FBI, die NSA, die US-Notenbank und Ranas Bruder Ali werden auf die Sache aufmerksam. Und sie sind alle keineswegs zimperlich, wenn es um solch brisante Angelegenheiten geht&#8230;</p>
<p><strong>Der Soundtrack zum Abgesang aufs Ölzeitalter</strong></p>
<p>Gemeinsam mit dem bisher leider nur englischsprachig verfügbaren Film kommt auch der Soundtrack in die Läden. Hierfür hat Eric Hilton ein paar schöne Songs aus den letzten 40 Jahren von unter anderem Miles James Kirkland, The Revolutionaires und Max Romeo zusammengetragen, die zum Teil die politische Botschaft des Streifens unterstreichen.</p>
<p>So ist zum Beispiel auch ’Leaving Babylon’ von den Bad Brains aus dem Jahre 1982 enthalten. Darin erklärt der Sänger im Songtext, dass seine Leute hungern, während der Dollar fließt, obwohl sein Wert gesunken ist und die Deckung durch Goldreserven nicht mehr gegeben ist: <em>„I said my people are starvin but your money&#8217;s runnin./ Your dollar, dollar drop down real low./ You ain&#8217;t got no gold to show.“</em></p>
<p>Thievery Corporation selber steuern drei der insgesamt 17 Stücke bei, darunter einen Remix von &#8216;Amerimacka&#8217;, bei dem die ursprünglichen Lyrics leider gekürzt wurden. Darin warfen sie dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten vor, auf Sklaverei, Lügen und Habgier aufgebaut zu sein und dass Miss Liberty alles verbrennen würde: <em>„If she had only stood for love that would have been enough./ But now she’s burnt us all with her flames.“</em></p>
<p>Sowohl der Film als auch der Soundtrack regen so ganz nebenbei zum Nachdenken darüber an, in welcher Abhängigkeit vom Erdöl wir uns gerade noch befinden. Was ihnen fehlt, sind die Lösungsansätze. Doch da alle Rohstoffe wie Öl, Erdgas und spaltbares Material endlich sind, kann nur den erneuerbaren Energien die Zukunft gehören.</p>
<p><strong>Merhr Infos unter:</strong> <a href="http://babyloncentralfilm.com">http://babyloncentralfilm.com</a></p>
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		<title>Dieter Moor erzählt im Hörbuch ’Was Wir Nicht Haben, Brauchen Sie Nicht’, wie er zum Bio-Bauern wurde</title>
		<link>http://www.holk.tv/2010/09/16/dieter-moor-erzahlt-in-hoerbuch-zum-bio-bauern/</link>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 20:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf der Rückseite zum morgen erscheinenden Hörbuch ’Was Wir Nicht Haben, Brauchen Sie Nicht’ von Dieter Moor über seinen Umzug nach Brandenburg steht zu lesen, dass darin „eine charmante und witzige Liebeserklärung an eine verkannte Region“ enthalten sei. Im Buch dazu ist außerdem noch eine kleine Liebeserklärung an Bio enthalten, aber davon ist in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der Rückseite zum morgen erscheinenden Hörbuch ’Was Wir Nicht Haben, Brauchen Sie Nicht’ von Dieter Moor über seinen Umzug nach Brandenburg steht zu lesen, dass darin <em>„eine charmante und witzige Liebeserklärung an eine verkannte Region“</em> enthalten sei. Im Buch dazu ist außerdem noch eine kleine Liebeserklärung an Bio enthalten, aber davon ist in der gekürzten Hörbuchfassung leider wenig übrig geblieben. Das Hören der Autorenlesung lohnt sich aber natürlich trotzdem.</strong></p>
<div id="attachment_221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 190px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/09/holk-hoert-dieter-moor.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/09/holk-hoert-dieter-moor-180x300.jpg" alt="Im Hörbuch von Dieter Moor geht es auch um Schwarzköpfe – für die Schafzucht auf dem eigenen Bio-Bauernhof" title="holk-hoert-dieter-moor" width="180" height="300" class="size-medium wp-image-221" /></a><p class="wp-caption-text">Im Hörbuch von Dieter Moor geht es auch um Schwarzköpfe – für die Schafzucht auf dem eigenen Bio-Bauernhof</p></div>
<p><span id="more-214"></span></p>
<p>Vor ein paar Jahren beschloss der Schweizer TV-Moderator Dieter Moor nach Brandenburg zu ziehen, um dort mit seiner Frau einen alten Bauernhof zu übernehmen. Trotz einiger – für den Hörer jetzt natürlich amüsanter – Startschwierigkeiten gelingt es ihm, nach und nach neue Freunde in der kleinen Dorfgemeinde zu finden.</p>
<p><strong>Freu(n)de fürs Leben</strong></p>
<p>Wie zum Beispiel die Ladenbesitzerin Waltraud Widdel, die das unschlagbare Konsum-Motto „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“ geprägt hat. Oder zu Bauer Godehardt Müsebeck, dem Dieter Moor gleich beim ersten Kennenlernen gerne erläutert, was er mit dem Hof vorhat: <em>„Wie gesagt, Herr Müsebeck, das ist alles noch völlig unausgegoren, aber wenn wir was machen, ja, wenn, dann schon Bio natürlich.“</em></p>
<p>Herr Müsebeck ist skeptisch, weil der Boden nur der reinste Sand sei und ohne ordentliche Stickstoffdüngung gar nichts ginge. Leider ist der Absatz, bei dem sich Dieter Moor zu der Argumentation so seine Gedanken macht, bei der Hörbuch-Version weggekürzt worden.</p>
<p>Im Buch hieß es, dass er sich durchaus Methoden vorstellen könnte, nachhaltig auf die Landwirtschaft einzuwirken: <em>„Wir könnten einwenden, dass seine Methode die Böden immer weiter auslaugt. Dass wir das genaue Gegenteil wollen. Dass wir vorhaben, über Jahre hinweg die Humusschicht mit naturnahem Wirtschaften wiederaufzubauen. Dass wir den Ertrag nicht kurzfristig messen, sondern auf Nachhaltigkeit setzen, um dann langfristig auch auf unseren Ertrag zu kommen.“</em></p>
<p><strong>Angebot und Nachfrage – willkommen im Super-Markt</strong></p>
<p>Auch das Kapitel ’Blöd’ fehlt leider völlig, worin sich Dieter Moor über das Essensangebot in den Supermärkten der Umgebung auslässt: <em>„Beim Grillhähnchen suchte ich vergeblich die Information, auf welchem Hof das Tier aufgezogen worden war und vor allem wie. Ich fand lediglich einen kleingedruckten Text, in dem ein gewisser Dr. X mit seiner gedruckten Unterschrift dafür garantierte, dass der Genuss dieses Hähnchens keinerlei Gesundheitsrisiken berge. Ich verzichtete darauf, die Probe aufs Exempel zu machen.“</em></p>
<p>Was aber nicht fehlen darf, ist das herrliche Beispiel für die Macht strategischen Konsums. Was Dieter Moor und seiner Frau Sonja nämlich im Laden von Frau Widdel fehlt, fordern sie beharrlich ein: <em>„‚Wir haben folgende Fakten’, überlegte Sonja messerscharf. ‚Erstens, Frau Widdel hat einem Kundenwunsch entsprochen. Zweitens, es ist für Kunden grundsätzlich möglich, sie zu beeinflussen. Drittens, wir sind Kunden. Also?’ – ‚Also?’, fragte ich gespannt. – ‚Also fangen wir mit der Frischmilch an.’ – ‚Und machen weiter mit den richtigen Zigaretten.’ – ‚Und dann kommt das frische Gemüse.’ – ‚Und die Bio-Produkt-Linie.’ – ‚Und frische Fruchtsäfte und Brandenburger Spezialitäten aus der Region’, schwärmte Sonja.“<br />
</em><br />
Und es klappt. Am Ende der dritten CD sagt Frau Widdel dem verblüfften Dieter Moor, dass es für ihn was gibt, dass ihm ganz dolle schmeckt: die gewünschte Frischmilch. Ob sie inzwischen bei Frau Widdel auch Bio-Produkte bekommen, wird leider nicht verraten. Aber schön wäre es ja schon, wenn ihre „Kirschblütenträume“ wahr werden würden. Schließlich erzählt Dieter Moor doch mit ’Was Wir Nicht Haben, Brauchen Sie Nicht’ Geschichten aus der arschlochfreien Zone!</p>
<p><strong>Mehr Infos unter: </strong><br />
<a href="http://www.dg-literatur.de/katalog/detail/product/164112/0/was-wir-nicht-haben--brauchen-sie-nicht/">http://www.dg-literatur.de/katalog/detail/product/164112/0/was-wir-nicht-haben&#8211;brauchen-sie-nicht/</a></p>
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		<title>Christian Ulmen erklärt am Beispiel des Hummers, warum über Fleischkonsum nachgedacht werden sollte</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 21:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Auftrag des Magazins &#8216;Gourmet&#8217; reiste der amerikanische Autor David Foster Wallace im Sommer 2003 zum Lobster Festival nach Maine, um darüber zu berichten. Herausgekommen ist dabei allerdings ein trojanisches Pferd, dass dem Titel nach &#8216;Am Beispiel Des Hummers&#8217; klärt, wie Fleischkonsum ethisch vertretbar ist. Nun ist das Ganze kürzlich als Hörbuch in einer Lesung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Auftrag des Magazins &#8216;Gourmet&#8217; reiste der amerikanische Autor David Foster Wallace im Sommer 2003 zum Lobster Festival nach Maine, um darüber zu berichten. Herausgekommen ist dabei allerdings ein trojanisches Pferd, dass dem Titel nach &#8216;Am Beispiel Des Hummers&#8217; klärt, wie Fleischkonsum ethisch vertretbar ist. Nun ist das Ganze kürzlich als Hörbuch in einer Lesung von Christian Ulmen erschienen. Das hebt die Sache noch einmal auf ein neues Niveau, denn bei jeder seiner lustigen Umschreibungen bleibt den Hörern das Lachen im Halse stecken.</strong></p>
<div id="attachment_211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 234px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/08/holk-mit-hummer.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/08/holk-mit-hummer-224x300.jpg" alt="HolK zeigt am Beispiel des Hummers, dass die Diskussion über Fleischkonsum auch ohne erhobenen Zeigefinger geht" title="holk-mit-hummer" width="224" height="300" class="size-medium wp-image-211" /></a><p class="wp-caption-text">HolK zeigt am Beispiel des Hummers, dass die Diskussion über Fleischkonsum auch ohne erhobenen Zeigefinger geht</p></div>
<p><span id="more-205"></span></p>
<p>Wenn Christian Ulmen zu den ersten paar Sätzen des Essays ansetzt, hört sich das Ganze noch nach einem normalen Reisebericht an: <em>„Alljährlich Ende Juli lässt es die Midcoast von Maine so richtig krachen. Dann nämlich steigt an der Westflanke der Penobscot Bay, dem Nervenzentrum der regionalen Hummerindustrie, ein erstklassig vermarktetes Mega-Event namens Maine Lobster Festival.“</em></p>
<p><strong>Biologische Vielfalt</strong></p>
<p>Nach unter anderem einer biologischen Beschreibung des Schalentiers und einem geschichtlichen Abriss darüber, wie der Hummer zu seinem heutigen Ruf als Delikatesse gekommen ist, folgt der Hinweis, in welcher Vielfalt er zubereitet werden kann: <em>„Hummer kann gebacken, gebraten, gedünstet, gegrillt, sautiert oder pfannengerührt auf den Tisch kommen, notfalls geht auch die Mikrowelle.“<br />
</em><br />
Erst nach ungefähr 22 Minuten des rund doppelt so langen Vortrags <em>„&#8230; lässt sich einer Frage nicht mehr ausweichen. Es ist dieselbe Frage, die auch den gemeinen Hobbykoch ankommen mag: Ist es eigentlich in Ordnung, aus reiner Freude am Genuss ein fühlendes Wesen in einem Topf mit kochendem Wasser zu werfen?“</em></p>
<p><strong>Sch(m)erz beiseite!</strong></p>
<p>Sachlich analysiert David Foster Wallace daraufhin erst einmal, ob ein Hummer überhaupt Schmerz empfinden kann. Um schließlich zu einer einfachen Beobachtung zu gelangen: <em>„Allen theoretischen Erörterungen zum Trotz bleibt aber die Tatsache, dass sich der Hummer verzweifelt dagegen wehrt, bei lebendigem Leib gekocht zu werden.“</em></p>
<p>Wie der Titel ja andeutet, wird ’Am Beispiel Des Hummers’ allgemein der Fleischkonsum kritisch beleuchtet. Insbesondere in Fußnote 8, Stichwort gefesselte Scheren, weißt der Autor darauf hin, dass die Amputation in der Massentierhaltung eine beliebte Methode gegen Kannibalismus ist. Hühnern werden die Schnäbel <em>„gekürzt“</em>, Rinder <em>„enthornt“</em> und Schweine <em>„kulpiert“</em>, damit <em>„&#8230;sie sich nicht aus Langeweile gegenseitig die Ringelschwänzchen abnagen.“</em></p>
<p>Aber auch Fußnote 14 widmet sich anderen Tierarten. Darin heißt es unter anderem: <em>„Rind-, Schweine- und Hühnerfleisch werden von uns ja nur deshalb als vergleichsweise unproblematisch empfunden, weil die ansprechende Verpackung im Kühlregal erfolgreich verschleiert, dass das Produkt einmal ein fühlendes Wesen war, dem entsetzliche Dinge angetan wurden.“</em></p>
<p><strong>Die letzten Fragen bleiben unbeantwortet</strong></p>
<p>Am Schluss seines Artikels überlässt es David Foster Wallace jedem Leser beziehungsweise jetzt jedem Hörer selbst, was er mit den gelieferten Informationen anfängt. Vegetarier werden ist dabei durchaus ein Option. Oder auch, dass die Hörer als &#8216;Faketarian&#8217; zumindest etwas ihren Fleischkonsum einschränken! </p>
<p>Doch David Foster Wallace will da gar nicht in irgendeine Richtung missionieren. Er stellt eigentlich nur noch ein paar Fragen, denen ich auch nichts hinzufügen will: <em>„Alle <del datetime="2010-08-31T15:41:26+00:00">Leser von Gourmet</del>, die zu einem guten Stück Fleisch nicht Nein sagen (gleich ob von Rind, Kalb, Lamm, Schwein, Huhn, Hummer etc.), möchte ich fragen: Denken Sie manchmal über den Wert eines Tierlebens nach – falls dieser Wert überhaupt existiert? Denken Sie auch darüber nach, dass diese Tiere leiden müssen – falls sie denn leiden?“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos und Hörprobe unter:</strong><br />
<a href="http://roofmusic.de/de/?area=tacheles&#038;content=productdetail&#038;id=772">http://roofmusic.de/de/?area=tacheles&#038;content=productdetail&#038;id=772</a></p>
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		</item>
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		<title>Wir Sind Helden setzen beim Engagement alles auf Anfang</title>
		<link>http://www.holk.tv/2010/08/25/wir-sind-helden-engagement-ist-alles/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 17:58:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Klimawandel]]></category>
		<category><![CDATA[Konsum]]></category>
		<category><![CDATA[Lyrics]]></category>
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		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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		<description><![CDATA[Viele Songs von Wir Sind Helden regen zum Nachdenken an. Sei es wie bei ’Guten Tag’ zum Beispiel über zuviel TV-Konsum und eine zu zahme Revolution oder bei ’Die Konkurrenz’ über den Verlust gesellschaftlicher Ideale. Auf dem neuen Album ’Bring Mich Nach Hause’ hält sich die Band diesmal scheinbar mit politischen Ansagen zurück – was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Viele Songs von Wir Sind Helden regen zum Nachdenken an. Sei es wie bei ’Guten Tag’ zum Beispiel über zuviel TV-Konsum und eine zu zahme Revolution oder bei ’Die Konkurrenz’ über den Verlust gesellschaftlicher Ideale. Auf dem neuen Album ’Bring Mich Nach Hause’ hält sich die Band diesmal scheinbar mit politischen Ansagen zurück – was sie aber nicht daran hindert, sich trotzdem für eine bessere Welt zu engagieren.</strong></p>
<div id="attachment_201" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/08/holk-und-mark-sind-helden.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/08/holk-und-mark-sind-helden-300x224.jpg" alt="Alles - im grünen Bereich! Mark und HolK sind schon ein paar Helden" title="holk-und-mark-sind-helden" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-201" /></a><p class="wp-caption-text">Alles - im grünen Bereich! Mark und HolK sind schon ein paar Helden</p></div>
<p><span id="more-197"></span></p>
<p><em>„Ich empfinde das als ein sehr schönes Attribut, als konsumkritische Band wahrgenommen zu werden“</em>, freut sich Bandmitglied Mark Tavassol darüber, dass ihm und seinen Mitstreitern Judith Holofernes, Pola Roy und Jean-Michel Tourette noch immer häufig ein politisches Bewusstsein unterstellt wird. <em>„Es ist interessanterweise so, dass das eher von unserer ersten Platte herrührt. Wir hatten aber immer auch schon diese persönliche Seite. Das wird jetzt – vielleicht auch durch das Wegfallen von politischeren Themen – kontinuierlich sichtbarer, da die Texte persönlicher geworden sind.“</em></p>
<p>Als erste Single haben sich Wir Sind Helden allerdings dann doch für einen Songtext entschieden, bei dem es um mehr als eine zwischenmenschliche Beziehung geht. Der eine mag es als Aufruf gegen das ewige Lamentieren verstehen und seinen Worten Taten folgen lassen, der andere Religionskritik darin erkennen.</p>
<p>Zumindest wird es nicht als uneingeschränkt positiv gewertet, wenn alle Wünsche plötzlich erfüllt würden: <em>„Stell dir vor, dass Erlösung nicht nur für Religiöse wär. Rigorose Engel kämen, die richtig böse wären./ Wenn du sonst keinem glaubst, würdest du glauben, wenn sie sagten: ’Schau, wir fixieren deine Schrauben’./ Wenn sie sagten: ’Wir nehmen dir deine Krücken’./ Sag, würdest du tanzen – oder dich danach bücken?“</em></p>
<p><strong>Gefahr im Anflug – von bösen Engeln und Wespen</strong></p>
<p>Vielleicht handelt es sich ja bei den in ’Alles’ beschriebenen Engeln auch um Business Angels. Somit könnte das Stück sogar als Reaktion auf die Finanzkrise gesehen werden, wo viele Anleger falschen Propheten gefolgt sind, ihnen alles geglaubt und am Ende alles vergeben haben. Ein bisschen passt zu der Interpretation des Songtextes, dass als Bonus-Stück auf der Single noch das politisch zu verstehende ’Die Wespe’ enthalten ist. Zumindest betont Judith Holofernes deutlich, dass ihr Schwarz-Geld nicht gefällt: <em>„Ob das an den Farben liegt? Ich mag das Tier nicht, das da fliegt./ Nein, ich mag die Wespe nicht. Die Wespe sticht, die Wespe sticht.“</em></p>
<p>Mark findet jedoch, dass bei &#8216;Alles&#8217; eher ein Szenario nach dem Motto &#8216;Was wäre, wenn&#8217; zu sehen ist: <em>„Stell dir vor, es funktioniert alles, was du willst. Oder es funktioniert gar nichts. Durch so eine radikale Vorstellung bekommst du ein Gefühl dafür, wie wichtig oder unwichtig Sachen sind, die du immer haben wolltest. Eine solche Deutung meinerseits geht aber fast schon zu weit, denn die Texte sind ganz bewusst etwas abstrakter gehalten, denn es ist doch eine Freude, eigene Interpretationsmöglichkeiten selber herauszuziehen.“</em></p>
<p><strong>Wer Kohlendioxid säht, wird Sturm ernten</strong></p>
<p>Die Texte von Sängerin Judith Holofernes sind wirklich noch immer vielschichtig genug aufgebaut, um zwischen den Zeilen eigene Interpretationen zu suchen. So ist ’Im Auge Des Sturms’ vielleicht einfach ein schönes Bild für eine Liebe, die das Chaos drum herum ausblendet: <em>„Der Sturm peitscht turmhohe Wellen in Pfützen, reißt Dackel von Leinen, stiehlt Kinder und Mützen. / Macht Halt und brüllt nach dir. Aber du bist hier bei mir. / Still im Auge des Sturms.“</em></p>
<p>Wer will, kann aber bestimmt die Ursache für die in den Lyrics poetisch beschriebene Naturgewalt auch im Klimawandel sehen. Immerhin sind viele Experten davon überzeugt, dass wenn die Erde sich erwärmt, die Anzahl an Extremereignissen steigen wird.*</p>
<p><strong>Es ist <del datetime="2010-08-25T16:06:22+00:00">schon</del> erst fünf vor zwölf</strong></p>
<p>Eindeutig politisch gemeint ist dagegen ’23.55: Alles Auf Anfang’. In den Lyrics rät Judith Holofernes dazu, sich keinen Bären aufbinden zu lassen, sondern mal seine Meinung kundzutun. Unabhängig davon, was es letztendlich dann bringt. Auf den Versuch kommt es jedenfalls an: <em>„Ob das vom Bein haut, das wäre nur zu klären, wenn die kleinlauten kleinen Leute im Kleinen deutlich lauter wären./ Ihr sagt: ’Kein Ende in Sicht’. Wir sagen: ’5 vor 12, alles auf Anfang’!“</em></p>
<p>Mark stellt dazu klar, dass sie hier natürlich nicht als Motivationstrainer falsch interpretiert werden wollen: <em>„Bei &#8216;Alles Auf Anfang&#8217; ist es nicht so zu sehen, dass wir jetzt zum Ärmel hochkrempeln auffordern. Ein zentraler Satz, der den Zynismus in diesem Text ganz gut trifft, ist &#8216;Du nennst es Weltschmerz, ich nenn es Attitüde&#8217;. Es geht um dieses Beschweren, obwohl derjenige eigentlich nicht wirklich leidet.“</em></p>
<p>Zudem glaubt Mark zuerst einmal, dass er als Künstler die Welt nicht verändert. Wenn er die Gesellschaft verändern wollen würde, dann kann das auch durch andere Sachen geleistet werden: <em>„Es ist wichtig, ein Bewusstsein für bestimmte Wahrnehmungen und Werte zu schaffen. Wir sind als Band dafür da, um mit Musik und Wort zu spielen für die Leute, die aus demselben Holz geschnitzt sind und sich mitgenommen fühlen. Und diese vielleicht zu inspirieren, aber nicht im Sinne einer pädagogischen Komponente.“</em></p>
<p><strong>Wasser auf die Mühlen: Wenn Kreise sich schließen</strong></p>
<p>So findet er es zum Beispiel schöner, mit Infos über Viva Con Agua auf der Website etwas in diese Richtung zu lenken. Das ist eine subtilere Art zu helfen, obwohl ihm die Trinkwasser-Initiative tatsächlich ans Herz gewachsen ist: <em>„Wasserversorgung ist ein großes Thema in Ländern, in denen sauberes Trinkwasser nicht selbstverständlich ist. Es ging erst über eine eher profane Leidenschaft, das Fußballspielen, los. Ich wurde gefragt, ob ich bei einem Spiel von Viva Con Aqua gegen die Kaizer Chiefs mitmachen würde, für das noch Musiker als Mitspieler gesucht wurden. Da hat es sofort gefunkt und ich fing an, meine Band in die Überlegungen einzuspannen, was wir für Viva Con Agua tun könnten.“</em></p>
<p>Nahe liegend war es natürlich, dass Wir Sind Helden Konzerte für die Organisation gespielt haben. Über solche Benefiz-Veranstaltungen ist aber vor allem bei Mark der Wunsch gewachsen, sich stärker zu engagieren. Besonders beeindruckt war er von dem persönlichen Engagement vieler Unterstützer, die dafür zum Teil andere Karrieremöglichkeiten an den Nagel gehangen haben: <em>„Die wahnsinnig zielstrebige und sympathische Art, dieses Programm voranzutreiben, hat Viva Con Acua wirklich zu etwas werden lassen, das tatsächlich was bewegt. Es werden Brunnen gebaut. Ich habe selbst eine Projekt-Reise nach Madagaskar mitgemacht, wo ich mir die Zusammenarbeiten mit der Welthungerhilfe vor Ort angeschaut habe. Das war sehr schön, die Leute zu treffen, die davon profitieren. Da hat sich für mich ein Kreis geschlossen.“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.wirsindhelden.de">http://www.wirsindhelden.de</a></p>
<p>*Die Studie ’Berechnung der Wahrscheinlichkeiten für das Eintreten von Extremereignissen durch Klimaänderungen – Schwerpunkt Deutschland’ vom Umweltbundesamt zeigt zum Beispiel, dass „…mit den beobachteten Klimaänderungen des Industriezeitalters, die meist in Form relativ langfristiger Trends beschrieben werden, auch Änderungen der Häufigkeit und Intensität von Extremereignissen verbunden sind.“</p>
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