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	<title>holk.tv &#187; Natur</title>
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	<description>Grüne Helden braucht das Land!</description>
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		<title>5 vor 12: Wie nachhaltig ist &#8216;Everything Is Borrowed&#8217; von The Streets?</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Dec 2011 21:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ecotainment]]></category>
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		<description><![CDATA[Bevor ich hier meine eigene Website eingerichtet habe, gab es ja schon auf Amazee.com einen Ecotainment-Blog vom HolK. Da diese Social Community nun offline genommen wurde, will ich hier ein paar der alten Artikel „recyclen“. Und welcher Tag wäre für den Anfang passender als der 26.12.2011? Heute ist wirklich 5 (Tage) vor (20)12! Beginnen will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bevor ich hier meine eigene Website eingerichtet habe, gab es ja schon auf Amazee.com einen Ecotainment-Blog vom HolK. Da diese Social Community nun offline genommen wurde, will ich hier ein paar der alten Artikel „recyclen“. Und welcher Tag wäre für den Anfang passender als der 26.12.2011? Heute ist wirklich 5 (Tage) vor (20)12!</strong></p>
<div id="attachment_400" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/12/holk-listens-to-the-treets.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/12/holk-listens-to-the-treets-300x225.jpg" alt="HolK hat bei The Streets noch mal genau hingehört" title="holk-listens-to-the-treets" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-400" /></a><p class="wp-caption-text">HolK hat bei The Streets noch mal genau hingehört</p></div>
<p>Beginnen will ich mit &#8216;Everything Is Borrowed&#8217; von The Streets aus dem Jahre 2008. Wie der Projektname ja schon sagt, bewegten sich The Streets seit dem allerersten Album ’Original Pirate Material’ eher im urbanen Umfeld. Auf ’Everything Is Borrowed’ überrascht Mike Skinner, der Kopf hinter dem Ganzen, aber nun mit nachhaltigeren Themen.</p>
<p>Im Video wird der Titeltrack ’Everything Is Borrowed’ zwar noch sehr materiell umgesetzt, denn die „geborgten Güter“ werden darin verpfändet, aber die Lyrics können natürlich auch ideell verstanden werden. Diese Welt gehört nicht uns alleine, sondern auch den folgenden Generationen: <em>„I came to this world with nothing./ And I leave with nothing but love./ Everything else is just borrowed.”</em></p>
<p>Optisch deutlicher beschreiben The Streets die Schönheit der Welt im Booklet der CD. Statt wie viele andere Künstler sich selbst zu zeigen, werden Fotos von natürlichen Landschaften – zum Teil sogar auf Doppelseiten – abgebildet. Auch im Video zu ’The Escapist’ wird Mike Skinner bis zum Ende nur von hinten gezeigt, wie er durch die Welt wandert&#8230; zur Fähre, durch das Gebirge und über Sanddünen.</p>
<p>Das Konzept hinter seinem neuen Werk erklärte Skinner im Infoblatt für die Presse so: <em>„Weil das vorangegangene Album so sehr in seiner Zeit gefangen war, entschied ich mich, dass ich auf diesem die modernen Zeiten so gut wie gar nicht erwähnen wollte. Aber trotzdem will ich eine Art Verbindungen zu jenen herstellen, die das moderne Leben leben. Und wenn du alle Gegenstände, Werkzeuge und den ganzen Kleinkram wegnimmst, durch die wir uns jeden Tag durcharbeiten, dann bleiben am Ende nur Menschen und die Natur.“</em></p>
<p>Der ökologisch am Eindeutigsten geprägte Songtext dürfte ’The Way Of The Dodo’ sein, bei dem The Streets die ausgestorbene Vogelart als Symbol dafür einsetzen, dass die Welt sich auch ohne uns weiter drehen wird. Umweltschutz dient eben vor allem dem Erhalt unserer eigenen Lebensgrundlage: <em>„It’s not Earth that’s in trouble./ It’s the people that live on it – no no./ Earth will be here long after we’ve all gone the way of the Dodo.”</em></p>
<p><strong>Klar, dass das hier keine Party-Platte geworden ist. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass The Streets mit diesem schönen, nachdenklichen Album wieder mehr Menschen erreichen als zuletzt mit ‘The Hardest Way To Make An Easy Living’.</strong></p>
<p><strong>Mehr Infos:</strong> <a href="http://www.the-streets.co.uk">http://www.the-streets.co.uk</a></p>
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		<title>Marlon Roudette arbeitet weiter am nachhaltigen Big City Life</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Sep 2011 20:19:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit seiner Band Mattafix veröffentlichte Marlon Roudette die erste offizielle Single &#8216;Big City Life&#8217; 2005. In mehreren Ländern landete das Duo damit einen Nr.-1-Hit, trotz oder wegen der gesellschaftskritischen Lyrics. Zwei Alben später wandelt der Frontmann nun mit &#8216;Matter Fixed&#8217; auf Solo-Pfaden und hat mit der Single &#8216;New Age&#8217; für den Soundtrack zum Film &#8216;What [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit seiner Band Mattafix veröffentlichte Marlon Roudette die erste offizielle Single &#8216;Big City Life&#8217; 2005. In mehreren Ländern landete das Duo damit einen Nr.-1-Hit, trotz oder wegen der gesellschaftskritischen Lyrics. Zwei Alben später wandelt der Frontmann nun mit &#8216;Matter Fixed&#8217; auf Solo-Pfaden und hat mit der Single &#8216;New Age&#8217; für den Soundtrack zum Film &#8216;What A Man&#8217; von und mit Matthias Schweighöfer wieder die Pole Position in Deutschland erobert. Trotzdem bleibt er bescheiden und spricht im Interview lieber übers Fahrradfahren und das Engagement für seine karibische Heimat.</strong></p>
<div id="attachment_393" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/09/big-city-life-marlon-roudette-and-holk.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/09/big-city-life-marlon-roudette-and-holk-300x225.jpg" alt="big-city-life-marlon-roudette-and-holk" title="big-city-life-marlon-roudette-and-holk" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-393" /></a><p class="wp-caption-text">Nachhaltig, aber sexy? Big City Life in Berlin mit Marlon Roudette und HolK</p></div>
<p><span id="more-392"></span></p>
<p>Marlon Roudette, der in London geboren wurde und auf der Karibik-Insel St. Vincent aufwuchs, ist eigentlich immer auf dem Boden geblieben. Jedenfalls sind ihm die bisherigen Erfolge nicht zu Kopf gestiegen. So stellt er im entspannten Rap-Track &#8216;Riding Home&#8217; unter anderem klar, dass er gar kein Auto braucht, sondern lieber Fahrrad fährt: <em>„He took the yard to the city and he mixed it, mattafixed it./ Now, he&#8217;s on some sick shhh./ So keep the money and the cars and the deals./ I&#8217;m riding home on the same two wheels.“</em></p>
<p><strong>Zurück zur Natur?</strong></p>
<p>Dass die Lyrics nicht nur ein Spruch sind, der sich gerade gut reimt, bestätigt er gerne auch nochmal auf Nachfrage. Einen Bentley habe er nie gewollt. Unkontrollierter Konsum ist nicht Teil seines Lebensstils. Ideelle Werte zählen für ihn mehr als marterielle: <em>„Ich find&#8217;s gut, mich auf das Wesentliche zu beschränken. Das heißt, gute Songs zu schreiben. Aber es geht auch darum, zu zeigen, wo ich herkomme. Und das kann eben auch beim Fahren nach Hause eine eher ungewöhnliche Art der Fortbewegung sein. Wobei ich wirklich viel Fahrrad fahre. Mein Auto habe ich verkauft.“</em></p>
<p>Auch der ökologische Aspekt spiele bei der Entscheidung fürs Rad schon eine Rolle. Wobei er das nicht übertreiben will, aber seine Mutter sei da bei einer nachhaltigen Lebensführung sehr engagiert: <em>„Sie ist einerseits Kunstlehrerin, aber andererseits auch Bio-Bäuerin. Ihr ganzer Lebensstil dreht sich darum, unseren CO2-Fußabdruck zu verringern. Das hat mich natürlich beeinflusst, so dass ich zum Beispiel auch Landwirtschaftskurse in der Schule belegt hatte. Das muss im Auge behalten werden, wie wir unser Land nutzen. Massenproduktion funktioniert nicht. Wir müssen wieder eine größere Beziehung zu den Quellen unserer Nahrung bekommen.“</em></p>
<p><strong>Ten million&#8230; ways to change the system</strong></p>
<p>Schon in &#8216;Big City Life&#8217; beschrieb Marlon Roudette damals seine Haßliebe zum Leben in der Großstadt, bei dem die Hektik und der Druck den Alltag dominieren, das System einen runtermacht und die Natur in die Ecke gedrängt wird: <em>„Don&#8217;t let the system get you down./ Big City Life, me try fi get by./ Pressure nah ease up no matter how hard me try.“</em></p>
<p>So systemkritisch ist Marlon Roudette auf &#8216;Matter Fixed&#8217; auf den ersten Blick nicht mehr. Eher hört es sich so an, als ob es „nur“ um Beziehungskram geht. Diesen Eindruck bestätigt er einerseits, versucht ihn aber andererseits auch zu korrigieren: <em>„Zu Beginn der Aufnahmen war ich sehr mit persönlichen Dingen beschäftigt. Aber es ist jedenfalls nicht so, dass ich mich nicht weiterhin für soziale Belange interessiere. Ich denke aber auch, dass zum Teil in den Liedern genug Raum für andere Interpretationen ist. Es gibt zum Beispiel auch Stücke wie &#8216;Ten Million&#8217;, das Obdachlosigkeit behandelt. In &#8216;City Like This&#8217; geht es um die Schwierigkeiten, in einer riesigen Metropole zu wohnen. Das sind einfach Themen, die mich beschäftigen.“</em></p>
<p><strong>Nachhaltig engagiert!</strong></p>
<p>Wenn die Leute hören, dass Marlon Roudette aus der Karibik kommt, beneiden sie ihn meistens dafür. Und es sei natürlich in St. Vincent auch wunderschön. Aber das Leben in einer sich gerade erst entwickelnden Wirtschaft, die von größeren Nationen beeinflusst wird, ist auch schwierig, wie der Sänger erzählt: <em>„Der Lohn ist zum Teil minimal, die Arbeitslosigkeit hoch. Die Abhängigkeit von Importen steigt, während bäuerliche Traditionen verloren gehen. Vulkanausbrüche gab es zum Glück schon lange nicht mehr, aber Hurrikans sind auch problematisch. Die sozial-politischen Punkte, die auf meinen Album angesprochen werden, sind aus diesem Blickwinkel auf und von der Karibik beeinflusst.“</em></p>
<p>Momentan konzentriert er sich auch wieder mehr auf seine Heimat. In den vergangenen Jahren habe er da in einigen Schulen Vorträge gehalten und will das noch verstärken, nachdem er sich 2007 mit dem Song &#8216;Living Dafur&#8217; noch eher für diese afrikanische Region engagiert hatte.</p>
<p>Ein Kapitel aus seinen Leben, das ihm noch immer so wichtig ist, dass er es mit Bildern auf seinem Cover zu &#8216;Matter Fixed&#8217; erneut aufgreift: <em>„Ich wollte ein Artwork, das meine Persönlichkeit durch Bilder aus meinem Leben widerspiegelt. Die Demonstration, die da zu sehen ist, war für &#8216;Save Dafur&#8217; vor dem Haus des britischen Premierministers in der Downing Street 10. Ich bin in die Aktivitäten leider nicht mehr so stark involviert wie zu der Zeit, als wir mit unserem Lied auf die Lage dort in Afrika aufmerksam machten. Das Traurige ist, dass der Friedensprozess in der Region noch immer behindert wird. Aber mal sehen, wie sich die Unabhängigkeit des Südsudans auf die Situation auswirkt. Und ich bin sehr froh, dass ich als Künstler zumindest ein bisschen was tun konnte.“</em><br />
<strong><br />
Mehr Informationen unter:</strong> <a href="http://www.marlonroudette.com">http://www.marlonroudette.com</a></p>
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		<title>P.R. Kantate reimt für mehr Recycling im Rahmen der Trenntstadt Berlin</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2011 20:14:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Reggae-Stück &#8216;Görli, Görli&#8217; landete P.R. Kantate im Sommer 2003 einen Top-40-Hit. Darin besang er seinen Lieblingspark in Berlin. Doch neben solchen eher Nonsense-Liedern spricht P.R., das kurz für Plattenreiter steht, durchaus auch nachhaltigere Themen an. Auf seinem Album &#8216;Andere Seite&#8217; ging es unter anderem um die Energiekrise (&#8216;Kalt!&#8217;), unflexible Bürokratie (&#8216;Amt ab!&#8217;) und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit dem Reggae-Stück &#8216;Görli, Görli&#8217; landete P.R. Kantate im Sommer 2003 einen Top-40-Hit. Darin besang er seinen Lieblingspark in Berlin. Doch neben solchen eher Nonsense-Liedern spricht P.R., das kurz für Plattenreiter steht, durchaus auch nachhaltigere Themen an. Auf seinem Album &#8216;Andere Seite&#8217; ging es unter anderem um die Energiekrise (&#8216;Kalt!&#8217;), unflexible Bürokratie (&#8216;Amt ab!&#8217;) und den Ausbruch aus der Hektik des Alltags (&#8216;Atme die Welt&#8217;). Bei seinem neuen Projekt mit dem Trennt-Müll-Ensemble wird er nun noch konkreter – denn der Name ist Programm!</strong></p>
<div id="attachment_373" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/06/karneval-der-kulturen-holk-pr-kantate-trenntfestival-görli.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/06/karneval-der-kulturen-holk-pr-kantate-trenntfestival-görli-300x225.jpg" alt="HolK musisiert auf Müll - beim Trenntfestival mit P.R. Kantate (2. von rechts) und Band" title="karneval-der-kulturen-holk-pr-kantate-trenntfestival-görli" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-373" /></a><p class="wp-caption-text">HolK musisiert auf Müll - beim Trenntfestival mit P.R. Kantate (2. von rechts) und Band</p></div>
<p><span id="more-372"></span></p>
<p><em>„Müll runterbringen ist eine Sache von Sekunden./ Deckel auf, Deckel zu – und er ist verschwunden./ Doch so einfach ist die Sache manchmal nicht./ Denn: Er soll sortiert sein – und nicht vermischt!“</em>, rappt P.R. Kantate in seinen Lyrics zu den Klängen der Band, die auf Mülltonnen und selbst gebastelten Instrumenten aus alten Flaschen, Rohren und ähnlichem Abfall mitreißende Musik zaubert.</p>
<p>Noch bis zum 10. Juli 2011 ist das Team an verschiedenen Orten in Berlin unterwegs, um mit kleinen, kostenlosen Straßenkonzerten für mehr Umweltschutz zu werben. Unter <a href="http://trenntstadt-berlin.de/trenntmusik/">http://trenntstadt-berlin.de/trenntmusik/</a> finden Unteressierte nicht nur die noch ausstehenden Termine, sondern auch Bauanleitungen für die eingesetzten Instrumente wie Plastikrohr-Trommeln oder Kronkorken-Rasseln.</p>
<p><strong>Macht Mucke mit Müll!</strong></p>
<p>Schon der Start des Musikprojekts im Rahmen der Initiative &#8216;Trenntstadt Berlin&#8217; der Berliner Stadtreinigung (BSR) und ihrer Partner ALBA, Berlin Recycling und der Stiftung Naturschutz war ungewöhnlich, wie sich der Berliner Künstler erinnert: <em>„Das war sehr spannend. Alfred Mehnert von &#8216;Populare&#8217;, der die Trennt-Band leitet, kam mit – ja, eigentlich – haufenweise Müll zu mir: Flaschen, Rohre, Plastiktüten, Kanistern und irgendwelchem Kram. Er spielte dann darauf fulminante Rhythmen ein.“</em></p>
<p>Was ihn da genau erwarten würde, war Kantate davor wohl nicht so klar. Zuvor gab es bloß die Anfrage, ob er nicht Lust hätte, sich an einem solchen Projekt zu beteiligen – sowohl bei der Produktion als auch beim Texten. Er hatte Lust und nahm dann noch weitere Sounds in der Werkstatt auf, wo die Instrumente hergestellt wurden, um daraus einen Song zu machen: <em>„Ich denke, der Hörer merkt, dass das anders klingt. Aber nicht nach Schrott, sondern richtig gut. Das ist ja zum Teil Hightech-Ware, die da bei uns im Müll landet. Dementsprechend hat sie klanglich gar nicht mal so schlechte Qualität.“</em></p>
<p><iframe width="480" height="303" src="http://www.youtube.com/embed/KFEJt6Y0XTI" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Textmässig hat er natürlich versucht, ein paar Botschaften über die Vorteile des Mülltrennens in witzige Reime zu verpacken. Unter anderem beschreibt er darin, wie die verschiedenen Abfälle stofflich und energetisch wiederverwertet werden können. Mit dem Hinweis, dass aus Biomasse Energie gewonnen werden könnte, knüpft er locker an ein Thema an, dass ihn schon in seinem Stück &#8216;Kalt!&#8217; beschäftigt hat: Das Schwinden der Ressource Erdöl!</p>
<p><strong>Wird es Zeit, sich warm anzuziehen?</strong></p>
<p>In &#8216;Kalt!&#8217; sang er schon vor ein paar Jahren: <em>„Ob die Vorräte noch reichen werden für das kranke Land, weiß ganz allein – die Pipe-Hotline./ Weil&#8230; unser Leben ist an den Ölpreis gekoppelt – und der hat sich bald verdoppelt./ Es ist kalt in Jamaika, letztes Jahr war es doch noch wärmer./ Kalt in Jamaika, die Leute werden immer ärmer!“<br />
</em><br />
In dem Lied geht es natürlich um mehr als die Beschreibung der Wetterbedingungen auf der Karibikinsel, die vielen Hörern paradox vorkommen. Jamaika ist bei Kantate eher eine Metapher: <em>„Wie Andorra bei Max Frisch. Er schreibt zwar über das Land, meint aber ein ganz anderes. So ähnlich ist das bei mir auch. Die Zeile, dass unser Leben an den Ölpreis gekoppelt ist und er sich verdoppelt hat, war damals so. Inzwischen hat er sich verdoppelt und verdoppelt und verdoppelt. Wenn ich das Stück live spiele, singe ich das dann auch so.“</em></p>
<p>Diese Entwicklung stimmt ihn natürlich nachdenklich. Ob die Energiewende nach Fukushima jetzt doch schneller kommt, weiß auch keiner. Trotz einer gewissen Skepsis blickt P.R. Kantate aber positiv in die Zukunft: <em>„Da wird auch gerne die Fahne in den Wind gehangen. Jetzt hängt sie eben im radioaktiven Wind und wird schnell wieder eingeholt. Ich glaube daran, dass der Ökostrom so weit ausgebaut werden kann, dass er andere Energiequellen ersetzen kann. Das Auto hat irgendwann die Kutschen abgelöst – und irgendwann wird das Auto durch was anderes abgelöst. Das ist eine Frage der Zeit, des Willens&#8230; und der Lobby! Ich bin da aber optimistisch!“</em></p>
<p><strong>Einfach im Kleinen anfangen – wie z.B. im Görli</strong></p>
<p>Politische Weichen müssen einfach in die richtige Richtung gestellt werden. In Anlehnung an &#8216;König von Deutschland&#8217;, den Klassiker von Rio Reiser, überlegte sich Kantate auch schon mal, was er verändern würde, wenn er die Macht dazu hätte.</p>
<p>Unter anderem würde er versuchen, Umweltverschmutzung, Lebensmittelskandale und Sozialabbau zu bekämpfen: <em>„Wenn am Görlitzer Bahnhof die Linden blühen – und der Rasen im Park ist braun anstatt grün,/ dann kiek ick mir hier um und denk mir: Oh yeah – wär geil, wenn ich hier mal König wär./ Da wo Bolle war, würde jetzt ein Spielplatz sein. Und in die Baugrube gegenüber käm ein Schwimmbecken rein./ Die Döner wären wieder aus richtigem Fleisch – und nicht aus so&#8217;nem Schaumgummi-Pressspan-Zeugs./ Das alles und noch viel mehr – würde ich machen, wenn ich König von Kreuzberg wär.“</em></p>
<p>Der Görli ist ihm eben, seit er in der Nähe lebt und arbeitet, natürlich ans Herz gewachsen. Umso erstaunter ist er darüber, wie rücksichtslos Leute mit ihren Lieblingsplätzen umgehen: <em>„Der Rasen wird durchgetrampelt und alles ist voll mit Kippen, Kronkorken und anderen Müll. Da wünsche ich mir einfach lokalen Umweltschutz im Park von nebenan.“</em></p>
<p><strong>Mehr Informationen unter:</strong> <a href="http://www.plattenreiter.de">http://www.plattenreiter.de</a></p>
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		<title>Bela B stellt mit Exit Mundi vor, wie die Menschheit ihr eigenes Grab schaufelt</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 20:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bela B, den meisten Lesern vermutlich als Mitglied von Die Ärzte bekannt, beschäftigt sich auch gerne mal damit, wie die Menschheit vor sich selbst gerettet werden kann. Das nun von ihm eingelesene Hörbuch &#8216;Exit Mundi&#8217; (Random House Audio) kann ebenfalls an der einen oder anderen Stelle so verstanden werden. So warnt er uns davor – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bela B, den meisten Lesern vermutlich als Mitglied von Die Ärzte bekannt, beschäftigt sich auch gerne mal damit, wie die Menschheit vor sich selbst gerettet werden kann. Das nun von ihm eingelesene Hörbuch &#8216;Exit Mundi&#8217; (Random House Audio) kann ebenfalls an der einen oder anderen Stelle so verstanden werden. So warnt er uns davor – wenn uns nicht mehr oder weniger wahrscheinliche Gefahren wie Meteoriten, Zombies oder Aliens den Garaus machen – dass wir das mit menschlich erzeugten Chemikalien und Klimaveränderungen doch irgendwie selbst hinbekommen könnten, wenn nicht bald umgedacht wird.</strong></p>
<div id="attachment_319" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/03/holk-isst-bela-liest-exit-mundi.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/03/holk-isst-bela-liest-exit-mundi-300x225.jpg" alt="" title="holk-isst-bela-liest-exit-mundi" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-319" /></a><p class="wp-caption-text">Exit Mundi: Bela B und HolK haben unsere schöne Welt zum Fressen gern</p></div>
<p><span id="more-312"></span></p>
<p>Seit Jahren engagiert sich Bela B für eine bessere Welt. Gerade empfiehlt er in seinem Blogbeitrag unter <a href="http://www.bela-b.de">www.bela-b.de</a> vom 16. März 2011 den Wechsel zu Ökostrom. Und im November 2009 stellte er zum Beispiel dem globalisierungskritischen Netzwerk attac für den Jubiläums-Sampler &#8216;Die Verhältnisse Rocken&#8217; neben unter anderem Jan Delay, Irie Revoltes und Rainer von Vielen ebenfalls einen Song zur Verfügung. Dafür ergänzte er die Lyrics von &#8216;Hilf Dir Selbst&#8217; am Ende extra um einen Satz: <em>„Hilf dir selbst – sonst hilft attac!“</em></p>
<p><strong>Die besten Weltuntergänge&#8230; sind doch noch immer hausgemacht</strong></p>
<p>Für &#8216;Exit Mundi&#8217; hat der niederländische Wissenschaftsjournalist Maarten Keulemans jahrelang auf unterhaltsame Art und Weise wie im Untertitel angekündigt die <em>„besten Weltuntergänge“</em> zusammengetragen. Wobei Bela B sich für die deutsche Hörbuch-Fassung auf leider nur zehn Szenarien beschränkt.</p>
<p>Die meisten Untergangsvarianten mit dem höchsten Faktor an ökologischer Relevanz wie fehlgeschlagene Gentechnik (&#8216;Hau ab! Das Superunkraut naht&#8217;), Ressourcenverschwendung (&#8216;Das Öl erreicht die Spitze!&#8217;) oder Klimaerwärmung (&#8216;Köchel! Der Tag, an dem das Klima durchdreht&#8217;) fehlen zwar leider, aber ein paar Sachen auf der Doppel-CD gehen schon noch in die Richtung.</p>
<p><strong>Warum beim Treibhauseffekt eine Eiszeit droht</strong></p>
<p>Immerhin wurde mit dem Kapitel &#8216;Eiszeiten&#8217; ein Thema aufgenommen, das den durch den Menschen verursachten Treibhauseffekt behandelt. Das klingt zwar widersprüchlich, erklärt sich laut dem Autor aber folgendermaßen: <em>„Die Klimainstabilität, die wir verursacht haben, ist möglicherweise genau das, was die Natur braucht, um das nächste Glazial beginnen zu lassen. Das hat mit dem Golfstrom zu tun, der Meeresströmung, die Wärme aus den Tropen nach Europa und Amerika bringt. Es gibt Hinweise darauf, dass die Meeresströmung nachlässt. Und Experten vermuten, dass ein flinker Schwall Schmelzwasser, zum Beispiel aus Grönland oder vom Südpol, die Strömung endgültig stilllegen könnte.“</em></p>
<p>Oder nehmen wir einen Absatz aus &#8216;Männeraussterben&#8217;, der sich auf Umweltgifte bezieht: <em>„Nehmen Sie den Fall des kanadischen Indianerdörfchens mit dem kieferverkrampfenden Namen Aamjiwnaang. Das Dorf hat etwas Sonderbares: Dort werden zweimal so viele Mädchen geboren wie Jungs. Es ist dann doch mehr als ein Zufall, dass direkt neben Aamjiwnaang ein riesiger Chemiefabrik-Komplex steht.</em>“</p>
<p><strong>Der Mensch – bedroht(e) Art</strong></p>
<p>In der – &#8216;Warum die Welt untergehen wird&#8217; genannten – Einleitung zeigt Maarten Keulmans kurz auf, wie sich die biologische Vielfalt durch den Menschen bereits verändert hat. Zwar stellt der Autor auch heraus, dass das Aussterben in der Geschichte der Evolution einfach dazu gehört.</p>
<p>Aber trotzdem sind die menschlichen Eingriffe in Bezug auf die Biodiversität nicht zu unterschätzen. Einfach schon aus moralischen Gründen: <em>„Aussterben ist die erniedrigendste Art und Weise des Verschwindens, die ultimative Beleidigung von Mutter Natur. Da wird etwas unterbrochen, abgehakt. Daher schämen wir uns, dass wir die Dodos und Mammuts vollständig erledigt haben, und sind empört über die Wilderer, die die letzten Schimpansen von den Bäumen holen, und die Fischer, die die Meere leer fischen.“</em></p>
<p>Hoffen wir also, dass wir das hinbekommen, was wir selbst zum Positiven verändern können. Sonst kann es nämlich leider auch ganz schnell gehen und unsere Welt hört schon auf zu bestehen, noch bevor Sie diese Zei</p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.randomhouse.de/webarticle/webarticle.jsp?aid=27429">http://www.randomhouse.de</a></p>
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		<title>Sebastian Lohse wünscht sich einen liebevolleren Umgang mit der Natur</title>
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		<pubDate>Thu, 30 Dec 2010 12:48:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sechs Jahre nachdem Sänger Sebastian Lohse bei der Rockband Letzte Instanz ausgestiegen ist, veröffentlicht er sein zweites Solo-Werk &#8216;Erfolg!&#8217;. Musikalisch ist er heutzutage natürlich viel freier, aber thematisch bewegt sich das in einer ähnlichen Richtung. Noch immer möchte er mit seinen Liedern nicht nur unterhalten, sondern auch die Welt verändern. „Ich habe auch einige Texte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sechs Jahre nachdem Sänger Sebastian Lohse bei der Rockband Letzte Instanz ausgestiegen ist, veröffentlicht er sein zweites Solo-Werk &#8216;Erfolg!&#8217;. Musikalisch ist er heutzutage natürlich viel freier, aber thematisch bewegt sich das in einer ähnlichen Richtung. Noch immer möchte er mit seinen Liedern nicht nur unterhalten, sondern auch die Welt verändern.</strong></p>
<div id="attachment_291" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern-300x225.jpg" alt="" title="sebastian-lohse-holk-vor-halbvollen-glaesern" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-291" /></a><p class="wp-caption-text">Zwei Männer vor halbvollen Gläsern: Bei HolK und Sebastian Lohse stirbt die Hoffnung zuletzt</p></div>
<p><span id="more-290"></span></p>
<p><em>„Ich habe auch einige Texte aus der Zeit noch im Repertoire“</em>, bestätigt Sebastian Lohse, dass er mit der gemeinsamen Vergangenheit und Geschichte der Letzen Instanz nicht gebrochen hat. <em>„Es ist nicht so, dass ich was völlig anderes machen wollte. Ich habe einfach an mir weitergearbeitet. Das ist vor allem dadurch möglich, dass nicht so ein großer Apparat dahinter steht, sondern ich viel filigraner arbeiten kann. Es sind aber durchaus noch einige Rock-Elemente dabei.“</em></p>
<p><strong>Kleiner <del datetime="2010-12-30T12:35:01+00:00">Mann</del> Planet – was tun?</strong></p>
<p>So eröffnet das mit Funk- und Chansonelementen ausgestattete ’Wo Ich Nicht Bin’ das Album nicht unbedingt rockend, aber durchaus ziemlich schwungvoll. Als erstes Video präsentiert Sebastian Lohse aber lieber das deutlich fröhlicher wirkende ’Kleiner Mann (Paraphrase)’. Wie der Titel schon andeutet, verneigt er sich dabei vor dem Roman ’Kleiner Mann – Was Nun?’ zur Weltwirtschaftskrise der 30er Jahre von Hans Fallada. Auch musikalisch greift er dabei auf Anleihen aus dieser Zeit zurück. In seinen Lyrics singt er: <em>„Kleiner Mann, glaub mir, dem großen Mann, ich denke weiter, denke an das Glück von allen./ Kleiner Mann, das geht uns alle an. Wir werden handeln. Und die Würfel müssen fallen.“</em></p>
<p>Dabei geht es ihm vor allem darum, Kritik daran zu üben, wie mit der aktuellen Wirtschaftskrise umgegangen wurde/wird. Es geht ihm um diese Versprechungen, die da gemacht wurden in der Krisenzeit: <em>„Ich habe sie einfach mehr oder weniger weiterverarbeitet. Ob der große Mann ein guter ist, wird sich zeigen. Ein Jahr vorher haben die alle Milliarden gebraucht und jetzt sagen sie, dass es ihnen blendend geht. Ob das dann wirklich für den kleinen Mann gut wird, habe ich noch nicht so mitbekommen.“</em></p>
<p><strong>Die Grenzen des Wachstums</strong></p>
<p>Schon 2008 kritisierte Sebastian Lohse auf seinem Solo-Debüt &#8216;In Medias Res&#8217; im Stück &#8216;Tango&#8217;, dass unsere Wirtschaft auf ständiges Wachstum ausgelegt ist. Im Songtext überführt er ins Lächerliche, was viele Unternehmer predigen: <em>„Stillstand ist Rückschritt, langfristig disponiert auf die gemeinsame Vision./ Im Zeichen der Firma – Wachstum, Wachstum, Wachstum in eine neue Dimension unserer Organisation.“</em></p>
<p>Das ganze System drumherum ist vor allem ausgelegt auf irgendwelche Phrasen, hat er das Gefühl. Deswegen zählt er diese Sprüche einfach auf: <em>„Ich wünschte, es würde mehr Klartext geredet. Wenn du Städte von oben anschaust, sieht das aus, als würde sich eine Krebszelle ausbreiten. Klar, das ist auch Wachstum – wenn die Regenwälder dann kaputt gemacht werden. Das ist ähnlich wie mit dem Erfolg. Ich finde es wichtiger, einfach mal zu fragen, was damit genau gemeint ist – statt einfach alles abzunicken.“</em></p>
<p>Die Ölkatastrophe von BP hat ihn daher auch ziemlich aufgeregt: <em>„Ich dachte nur, dass die da immer noch damit spekuliert haben, irgendwas für sich selbst zu retten. Ich vertraue denen nicht. Zu sagen, dass sie sich ruhig etwas Zeit lassen können, weil das vielleicht doch nicht so schlimm ist, finde ich unmöglich. Das Gefühl habe ich aber gehabt.“<br />
</em><br />
<strong>Zurück zur Natur</strong></p>
<p>Dass der sorglose und verschwenderische Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen den eigenen Untergang bedeuten kann, stellt er in &#8216;Chloris (Oder Die Göttin Der Blühenden Natur)&#8217; klar. Eine zweite Chance wird es womöglich nicht geben: <em>„Du hast es in der Hand, ja Du bist in der Pflicht:/ Du brauchst sie und sie, nein sie braucht Dich nicht./ So denke keinen, nicht einen Augenblick, dass es für Dich noch eine zweite gibt.“</em></p>
<p>Für Sebastian Lohse gehört die Liebe zur Natur zur Liebe an sich. Für ihn ist der größere Abstand zur Natur heutzutage in unserer zivilisierten Gesellschaft zwar ganz normal, aber dieser Abstand bringt auch in der eigenen Gefühlswelt Einiges durcheinander: <em>„Ein direkter Draht zu unserer Umwelt muss nicht falsch sein. Leute, die mit der Natur im Einklang sind, müssen ja nicht permanent barfuss laufen. Aber sie haben eben eine Wahrnehmung dafür, leben mit ihr und sind dann oft auch liebesfähiger. Von einem, der immer nur in seinem Büro vor dem Rechner hockt, weiß ich nicht, wie intakt noch seine Gefühlswelt ist.“</em></p>
<p>So fragt er sich auch, was &#8216;Männer Vor Halbvollen Gläsern&#8217; fühlen, in dem gleichnamigen Stück: <em>„Sie könnten ja auch sagen, dass sie ein volles Glas haben wollen. Aber viele sind mit dem halbvollen zufrieden. Männer vor halbleeren Gläsern wären unzufrieden damit. Aber das sind sie nicht. Ganz glücklich sind die Leute nicht, aber es geht schon.“<br />
</em><br />
<strong>Halbvoll – oder halbleer?</strong></p>
<p>Die Idee hinter seinen Lyrics ist, die Leute ohne erhobenen Zeigefinger zum Nachdenken anzuregen: <em>„Ich versuche mit meinen Liedern, nicht nur meine Meinung darzustellen, sondern auch zu zeigen, was meiner Meinung nach hinter anderen Sachen steckt. Um die Worte der anderen zu entlarven. Ich sage nicht: &#8216;Du musst jetzt aufstehen, Genosse&#8217;. Ich rate bloß dazu, dass sich jeder genau anhört, was ihm so erzählt wird.“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://sebastianlohse.de">http://sebastianlohse.de</a></p>
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		<title>Pohlmann will die Welt auch unten im Meer retten</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Nov 2010 17:03:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gut drei Jahre hat Ingo Pohlmann für sein neues Album ’König Der Straßen’ gebraucht. Aber er setzte sich ja auch während dieser Zeit für (Umwelt-)Projekte wie Viva Con Aqua und Deep Wave ein. Und so verwundert es auch nicht, dass er die neue Veröffentlichung nutzt, um sich für den Erhalt unserer Umwelt stark zu machen. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Gut drei Jahre hat Ingo Pohlmann für sein neues Album ’König Der Straßen’ gebraucht. Aber er setzte sich ja auch während dieser Zeit für (Umwelt-)Projekte wie Viva Con Aqua und Deep Wave ein. Und so verwundert es auch nicht, dass er die neue Veröffentlichung nutzt, um sich für den Erhalt unserer Umwelt stark zu machen.</strong></p>
<div id="attachment_278" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/pohlmann-holk-und-tour-lemur.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/11/pohlmann-holk-und-tour-lemur-300x225.jpg" alt="" title="pohlmann-holk-und-tour-lemur" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-278" /></a><p class="wp-caption-text">Pohlmann bringt HolK, den Umweltschutz und einen Lemuren auf Touren</p></div>
<p><span id="more-277"></span></p>
<p>2008 reiste Pohlmann zusammen mit Mark Tavassol von Wir Sind Helden nach Madagaskar, weil Benjamin Adrion von <a href="http://vivaconagua.de">Viva Con Agua</a> den Beiden zeigen wollte, an welchen Projekten für sauberes Trinkwasser gerade gearbeitet wird. Schließlich sollten die beiden Musiker selber sehen, dass ihr Engagement Früchte trägt: <em>„Das war eine sehr interessante Reise. Wir waren in verschiedenen Dörfern unterwegs &#8211; als ’musikalische Botschafter’, wie uns Benny betitelte. Wir haben uns angeschaut, wie und wo dort Brunnen gebaut werden, die die Menschen da dringend benötigen, um an Trinkwasser zu gelangen.“</em></p>
<p>Auf Madagaskar erlebte er auch die Lemuren in freier Wildbahn, die es (fast) nur auf dieser Insel gibt. Viele Vertreter dieser Affenart sind durch die Zerstörung ihres Lebensraums vom Aussterben oder zumindest in ihrem Bestand bedroht. Auf seiner Tour erinnert ihn ein Stofftier an die Reise: <em>„Die Aktionen von Viva con Agua verblüffen mich immer wieder. Wirklich eine unglaublich großartige Sache, die Benny da ins Leben gerufen hat!“</em></p>
<p><strong>Was ist ein Meer wert?</strong></p>
<p>Das Element Wasser spielt auch bei einem seiner neuen Stücke eine zentrale Rolle. Der schöne Pop-Song ’Unten im Meer’ beschreibt nicht nur das Tauchen, sondern transportiert auch in den Lyrics die Botschaft, dass unsere Ozeane geschützt werden müssen: <em>„Da unten im Meer hörst du – hörst du zu./ Und was du dir sagst, ist – wir dürfen das Meer nicht verlier’n./ Sonst verlieren wir uns./ Ich hab das Gefühl, wir sind kurz davor, so kurz davor – das alles zu zerstören.“</em></p>
<p>Pohlmann ist überzeugt davon, dass mit der Zerstörung der Meere die Zerstörung unserer Welt einhergeht: <em>„Wenn wir die Meere nicht schützen, sind wir sehr dumm. Damit zerstören wir die Grundlagen unserer Existenz und damit uns selbst. Was im Nachhinein vielleicht nicht so schlimm ist. Vielleicht ist die Erde ohne uns besser dran.“</em></p>
<p>Um etwas Konkretes für den Erhalt der Ozeane zu tun, verzichtet Pohlmann zum Beispiel auf Fisch, der nicht durch ein Zertifikat des <a href="http://www.msc.org">Marine Stewardship Councils</a> als nachhaltiger Wildfang ausgezeichnet ist: <em>„Klar kaufe ich nur MSC-Fisch – wenn überhaupt noch. Greenpeace hat Listen, was man noch machen kann und was nicht. Aber das ist alles nur symbolisch. Es müssen allgemeine Informationen her und die Politiker der ganzen Welt müssen wichtige Entscheidungen treffen, was sie immer noch nicht tun. Forschung, die Ergebnisse über den Zustand der Meere bringt, ist wichtig. So etwas macht die Meeresschutz-Organisation <a href="http://www.deepwave.org">Deepwave</a>.“<br />
</em><br />
<strong>Der Wind in den Wipfeln</strong></p>
<p>Im Mini-Video zu der ruhigen Ballade ’Gut So’ ist sich Pohlmann nicht zu schade, einen Baum zu umarmen. Im Songtext geht es darum, sich von der Last des Alltags zu befreien und auch mal aufs Konsumieren zu verzichten: <em>„Ich geh’ entspannt durch diesen regennassen Tag./ Ich lasse den Supermarkt links liegen und folge dem Straßenbelag.“</em></p>
<p>Dass er noch nie einen eigenen Baum gepflanzt hat, ist da schon fast verblüffend: <em>„Eine gute Idee eigentlich. Ich hatte mal Melonen. Die habe ich zwei Monate Tag für Tag im Sommer gegossen und da waren sogar schon kleine Mini-Melonen dran. Meine Mutter hatte einen Gärtner bestellt, der sie übersah und mit dem Unkraut rausriss. Schweinerei!“</em></p>
<p>Über den Lyrics der Ballade ’Wohin’ wird im CD-Booklet ein Windrad gezeigt. Pohlmann sagt, dass das aber kein Versuch sei, auf alternative Energiequellen hinzuweisen. Vielmehr sei das ein Zufall, gerät dann aber doch ins Grübeln: <em>„Aber gibt es das überhaupt? Ich habe die Fotos für das Booklet ausgewählt. Eine Grafikerin hat alles zusammengesetzt. Muss ich mal fragen, ob sie sich dabei etwas gedacht hat. Ansonsten sind Windräder Begleiter der Straße. In dem Song bin ich ja auf der Straße. Windräder sind wie Uhren mit drei Zeigern. Der Song handelt davon, dass unsere Zeit vorbei ist.“</em></p>
<p>Für Pohlmann geht es jetzt aber erst richtig los. Anfang Oktober kam er mit ’König Der Straßen’ auf Platz 23. Die höchste Chartposition, die er je mit einem Album erreicht hat. Und für 2011 ist schon die nächste Tour geplant.</p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://pohlmann-musik.de">http://pohlmann-musik.de</a></p>
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		<title>Nosliw wiederholt mit &#8220;Heiss &amp; Laut Remixed&#8221; gerne seinen Aufruf zu mehr Engagement</title>
		<link>http://www.holk.tv/2010/10/20/nosliw-heiss-laut-remixed-aufruf-zu-engagement/</link>
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		<pubDate>Wed, 20 Oct 2010 21:26:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wiederholen will Nosliw sich nicht. Aber manchmal lässt es sich wohl nicht vermeiden. Und wenn dadurch noch mal betont wird, dass wir uns alle für eine bessere Welt einsetzen sollten, ist das auch mehr als in Ordnung – wie jetzt beim Album ’Heiss &#038; Laut – Remixed By Soulforce’ zu sehen ist! Schon als 2004 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wiederholen will Nosliw sich nicht. Aber manchmal lässt es sich wohl nicht vermeiden. Und wenn dadurch noch mal betont wird, dass wir uns alle für eine bessere Welt einsetzen sollten, ist das auch mehr als in Ordnung – wie jetzt beim Album ’Heiss &#038; Laut – Remixed By Soulforce’ zu sehen ist!</strong></p>
<div id="attachment_254" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/nosliw-holk-heiss-und-laut.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/nosliw-holk-heiss-und-laut-300x224.jpg" alt="Heiß und laut? Nosliw und HolK wissen, wo&#039;s brennt" title="nosliw-holk-heiss-und-laut" width="300" height="224" class="size-medium wp-image-254" /></a><p class="wp-caption-text">Heiß und laut? Nosliw und HolK wissen, wo's brennt</p></div>
<p><span id="more-253"></span></p>
<p>Schon als 2004 das Debütalbum ’Mittendrin’ von Nosliw erschien, bezog der inzwischen in Berlin lebende Reggaesänger eine klare Position in seinen Lyrics. Er wollte die Menschen zum Umdenken für eine nachhaltige Entwicklung bewegen, indem er zum Beispiel in ’Wie Weit’ Fragen formulierte, die die Hörer für sich beantworten sollten: <em>„Wie lang schon produzieren wir Gifte? Wie lang schon wird gar nichts erreicht auf Umweltgipfeln?/ Wie viele Konventionen zu Gunsten von Onkel Sam? Wie viel Verantwortung bleibt bei den Mittellosen hängen?/ Wie weit, wie weit können Menschen Dinge vereinnahmen, die diese Welt in Jahrmillionen allein erreicht hat?“</em></p>
<p><strong>Immer noch keine schöne neue Welt</strong></p>
<p>Sechs Jahre später knüpft er vorsichtig auf dem neuen Remix-Album, bei dem Soulforce alle Stücke vom Werk ’Heiss &#038; Laut’ aus dem letzten Jahr noch einmal mit neuen Beats unterlegt haben, daran an. Bei ’Yeahyeahyeahyeahyeah’ erklärt er, dass es so, wie es ist, nicht bleiben darf. Im Refrain ruft er dann aber erst mal nur zum Mitsingen auf: <em>„Wenn ihr wirklich etwas ändern wollt, dann gebt mir ein Yeahyeahyeahyeahyeah./ Alle Leute singen Yeahyeahyeahyeahyeah./ Für eine schöne Welt – Yeahyeahyeahyeahyeah.“</em></p>
<p>Was seine Welt verschönern würde, verrät er gegen Ende des Stücks. Für ihn gäbe es ein Happy End, wenn endlich die letzte Nazi-Kneipe brennt. Noch mal auf den Punkt bringt er das Thema mit dem Bonustrack ’Nazis Raus’. Dieses Problem ist für ihn eine ganz lästige Geschichte: <em>„Ständig müssen wir uns mit Menschen auseinandersetzen, die versuchen, blonde Haare und blaue Augen zu retten. Dabei gibt es nur noch rund 3.000 Tiger. Die müssen wir retten. Ich würde mich viel lieber mehr für den Umweltschutz engagieren, aber natürlich müssen wir erst einmal als Menschen miteinander klarkommen.“</em></p>
<p><strong>Thinking about the next Generation</strong></p>
<p>Trotzdem versucht er in seinen Songs, auch die Umwelt-Themen, die er schon vor Jahren angesprochen hat, immer wieder einzubringen: <em>„Obwohl es mir sehr unangenehm ist, mich immer zu wiederholen: &#8216;Wir haben nur einen Planeten! Wir sind alle aufeinander angewiesen! Es gibt keinen Ersatz!&#8217; Irgendwann muss es die Allgemeinheit doch mal begriffen haben, dass wir es selber in die Hand nehmen müssen.“</em></p>
<p>Dabei hat Nosliw auch konkrete Möglichkeiten parat, was getan werden könnte: <em>„Dass wir bestimmte Produkte nicht kaufen dürfen. Dass wir uns bewusster ernähren. Dass wir saisonale Produkte kaufen. Dass wir nicht immer nur auf den Preis gucken sollten. Inzwischen ist es soweit, dass unsere eigene Generation keine Zukunft mehr hat, wenn wir so weitermachen. Es geht nicht mehr um die Enkel-Generation.“</em></p>
<p><strong>Gib dem Affen keinen Zucker</strong></p>
<p>In seinen Songtexten ist er dagegen bei &#8216;Heiß Und Laut&#8217; nicht mehr so konkret, wenn es darum geht, die Dinge anzusprechen. Während sein Gast-Rapper Olli Banjo bei ’Angst Ist Deren Business’ sich darüber aufregt, was die Panikmaschinerie alles zum Geldscheffeln mobilisiert, bleibt Nosliw selbst bei dem Songtext sehr allgemein.</p>
<p>So warnt er zwar davor, sich durch Tabletten retten zu wollen, geht aber nicht näher auf die Pharma-Industrie ein. Darauf angesprochen, hat er dann aber doch was Interessantes parat: <em>„Kennst du Stevia? Das ist ein Süßstoff, der in der EU nicht als Lebensmittel zugelassen ist. Weil er der perfekte Zuckerersatz ist. Das stört natürlich die Zuckerindustrie. In Studien wurden irgendwelche Inhaltsstoffe isoliert, die in hoch konzentrierter Form zu Krebs führen. Damit hat die Lobby bei der Politik erreicht, dass es nicht zugelassen wird. Das ist für mich ein Beispiel, wo Angst mit Gegebenheiten geschürt wird, die nahezu niemals passieren können.“</em></p>
<p>Ähnlich dürfte es sich damit verhalten, dass in Deutschland die Lichter ausgehen würden, wenn die Atomkraftwerke schon in ein paar Jahren abgeschaltet würden. Stattdessen wird auf Zeit gespielt – und die Chance vertan, frühzeitig auf Alternativen umzuschwenken. Dafür würde Nosliw gerne die Medien in die Pflicht nehmen: <em>„Sie sollten uns einfach mal Angst machen vor dem Ende der Welt. Sie sollten uns dazu bringen, nicht überall das Licht anzulassen oder mal eine Woche lang kein Fleisch zu kaufen. Es sind einfach die falschen Leute, die uns Angst machen. Und alle anderen werden als Verschwörungstheoretiker, Gutmenschen und Esoteriker verschrien.“</em></p>
<p><strong>Rhymes 4 Creation – Music for Education</strong></p>
<p>Trotz der Gefahr, selbst als Gutmensch diskreditiert zu werden, engagiert sich Nosliw aber immer wieder für eine bessere Welt. So hat er unter anderem Beiträge zu den Samplern ’Statements Outta Babylon’, ’Voices Against Poverty’ und ’Rhymes 4 Creation – Music For Education’ beigesteuert.</p>
<p>Für die zuletzt genannte Compilation nahm er zusammen mit Johnny Strange von Culcha Candela, Dellé aka Eased von Seeed und einigen anderen Reggae-Künstlern den Allstar-Track ’Get Up’ auf, um mit dem <a href="http://afrikarise.org">Afrika Rise Projekt</a> einer Schule in Uganda zu helfen: <em>„Ich bin nicht so krass in das Projekt involviert, aber ich weiß natürlich, worauf ich mich da eingelassen habe. Johnny Strange macht das schon ziemlich gut mit seinem Team zusammen. Er ist da vor Ort gewesen und weiß, wo das Geld da hingeht. Zum Glück gibt es solche Leute, mit denen ich gut zusammengearbeitet habe. Häufig fehlt aber die Schnittstelle zwischen Entertainment und Education!“</em></p>
<p>Passend zum Stichwort ’Education’ hatte er auch seine Strophe bei ’Get Up’ verfasst: <em>„Ich brauche ja wohl nicht mehr erzählen, wie wichtig Unterstützung ist./ Dass man trotz all dem Neid und Ärger unsere Jüngsten nicht vergisst./ Denn die Erfahrung hat gezeigt, im Leben kommt alles zurück./ Also geben wir den Kids auch etwas ab von unserem Glück.“</em></p>
<p>Natürlich hätte er auch hier durchaus konkreter werden und zum Beispiel Spenden für mehr Bildung fordern können. Aber er will den Leuten eben nicht vorschreiben, was sie zu tun haben: <em>„Außerdem drücke ich so was jetzt allgemeiner aus, weil die Dinge, die ich vor sechs Jahren angesprochen habe, leider immer noch da sind. Ich wollte mich nicht wiederholen. Aber vielleicht muss ich das – beim nächsten Album!“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.nosliw.de">http://www.nosliw.de</a></p>
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		<title>Sabrina Setlur, Joy Denalane und andere haben 1000 Ideen, täglich die Welt zu verbessern</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Oct 2010 19:52:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ulrich Hoffmann hat für sein Buch ’1000 Ideen, täglich die Welt zu verbessern’ fleißig alle möglichen Leute befragt, was sie tun (würden). So geben nun nicht nur die drei Herausgeber Jan Hofer, Dieter Kronzucker und Shary Reeves gute Denkanstöße, sondern unter anderem auch Sabrina Setlur und Joy Denalane ihre Tipps für eine bessere Welt preis. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ulrich Hoffmann hat für sein Buch ’1000 Ideen, täglich die Welt zu verbessern’ fleißig alle möglichen Leute befragt, was sie tun (würden). So geben nun nicht nur die drei Herausgeber Jan Hofer, Dieter Kronzucker und Shary Reeves gute Denkanstöße, sondern unter anderem auch Sabrina Setlur und Joy Denalane ihre Tipps für eine bessere Welt preis.</strong></p>
<div id="attachment_238" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/holk-1000-ideen-nationalpark-ostsee.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/10/holk-1000-ideen-nationalpark-ostsee-300x225.jpg" alt="So einfach ist eine von 1000 Ideen umgesetzt: HolK im Nationalpark an der Ostsee" title="holk-1000-ideen-nationalpark-ostsee" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-238" /></a><p class="wp-caption-text">So einfach ist eine von 1000 Ideen umgesetzt: HolK im Nationalpark an der Ostsee</p></div>
<p><span id="more-234"></span></p>
<p>Jan Hofer gibt in seinem Vorwort Einblicke, was er selber unternimmt. Dabei geht es ihm auch um den Erhalt der Umwelt. Sein Auto hat er geleast, um immer möglichst schnell auf sparsamere Modelle umsteigen zu können. Recyclingpapier ist bei ihm Standard und beim Drucker-/Scanner-/Faxgerät hat er auf die ’Energy Star’-Auszeichnung geachtet.</p>
<p><strong>Mit Spaß bei der (guten) Sache</strong></p>
<p>Shary Reeves betont, dass sie das inzwischen von vielen Leuten eher als störend denn als informativ empfundene ’grüne Rauschen’ nicht durch noch mehr Info-Gejammer vergrößern will. Stattdessen soll das Buch <em>„…dicht gepackt konkrete Vorschläge liefern. Schließlich wissen wir alle inzwischen, wenn die Welt toll bleiben soll, muss jeder mitmachen. Bloß wollen wir uns dabei den Spaß nicht nehmen lassen!“</em></p>
<p>Dieter Kronzucker weißt dann noch darauf hin, dass seiner Meinung nach die Fragen nach Sinn und Unsinn stärker werden. Als mögliche Auslöser dafür sieht er auch die ökonomische Krise und ganz sicher die Angst vor dem Klimawandel. Umso mehr freut er sich, dass die nachfolgende Generation eines bereits verinnerlicht hat: <em>„Wer mehr weiß, kann mehr gestalten!“</em></p>
<p><strong>Pinkeln für den Regenwald</strong></p>
<p>Na, dann wollen wir mal ein bisschen Wissen unter die Leute bringen. Wie wäre es zum Beispiel mit Tipp 345 zur Morgentoilette: <em>„Wenn Sie gleich duschen und dabei Wasser lassen, sparen Sie täglich sechs bis neun Liter Wasser.“</em></p>
<p>Im Buch wird darauf hingewiesen, dass sogar die brasilianische Umweltorganisation SOS Mata Atlantica unter <a href="http://www.xixinobanho.org.br">http://www.xixinobanho.org.br</a> fordert, auf <em>„…diese Weise Wasser zu sparen, um den Atlantischen Regenwald zu retten.“</em></p>
<p>Sabrina Setlur hat es sich bei ihrem Tipp einfach gemacht und schnell mal ein paar Lyrics aus ihrem Stück ’Liebe’ zitiert: <em>„Schickt all eure Liebe in Päckchen und Briefen. Wir brauchen Tonnen davon./ Schickt all eure Liebe, bevor wir erfrieren, als hätte man uns die Sonne genommen.“</em></p>
<p><strong>Der Mann mit dem Koks ist… eine Umweltsau</strong></p>
<p>Bei Tipp 849 wird gefragt, ob jemand schon mal was von ’Fairtrade-Kokain’ gehört hat. Seit dem letzten Bundesvision Song Contest wahrscheinlich schon, denn Blockflöte des Todes sang da in ’Alles Wird Teurer’ im Songtext: <em>„Fairtrade-Koks. Oh, Oh, in ganz Berlin gibt es nur noch fair gehandeltes Kokain.“</em></p>
<p>Ob der Sänger das Buch gelesen hat? Jedenfalls wird da genau das gesagt, worüber er singt: <em>„Das Zeug wird von Verbrechern unter unmenschlichen Bedingungen hergestellt. Und auch nicht umweltfreundlich gedüngt.“</em></p>
<p><strong>Vom Erzeuger überzeugt?</strong></p>
<p>Der Tipp 914 von Joy Denalane klingt erst einmal recht philosophisch: <em>„Gehe an den Ursprung der Dinge, um den Zustand der Dinge zu verstehen.“</em></p>
<p>Auf was Konkreteres runter gebrochen könnte es auch darum gehen, sich ein eigenes Bild von der Produktion unserer Konsumgüter zu machen. Wer hinter die Kulissen schaut, versteht leichter, wieso es Gammelfleisch und Billig-Elektronik gibt – weil die Profitgier keine Rücksicht auf Mensch und Umwelt nimmt.</p>
<p>Noch eine von &#8217;1000 Ideen täglich die Welt zu verbessern&#8217; lautet: <em>&#8220;Nehmt eure Freunde/Kinder/Bekannte an die Hand und zeigt ihnen die Pracht vor der Haustür: die unvermutete Großartigkeit unserer Nationalparks&#8230;&#8221;</em></p>
<p>Gesagt, getan &#8211; wie das Foto oben beweist! Aber über einen Tipp hat sich HolK natürlich besonders gefreut: <em>„Holen Sie sich eine Internetadresse mit der Endung ’tv’ und Sie unterstützen die Wirtschaft einer winzigen, von Überflutung bedrohten Inselgruppe im Südpazifik (etwas oberhalb von Australien).“</em></p>
<p>Manchmal kann es eben wirklich ganz einfach sein, die Welt etwas zu verbessern!<br />
<strong><br />
Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.ulrichhoffmann.de/weltverbessern/">http://www.ulrichhoffmann.de/weltverbessern/</a></p>
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		<title>Dieter Moor erzählt im Hörbuch ’Was Wir Nicht Haben, Brauchen Sie Nicht’, wie er zum Bio-Bauern wurde</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Sep 2010 20:11:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bio]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der Rückseite zum morgen erscheinenden Hörbuch ’Was Wir Nicht Haben, Brauchen Sie Nicht’ von Dieter Moor über seinen Umzug nach Brandenburg steht zu lesen, dass darin „eine charmante und witzige Liebeserklärung an eine verkannte Region“ enthalten sei. Im Buch dazu ist außerdem noch eine kleine Liebeserklärung an Bio enthalten, aber davon ist in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf der Rückseite zum morgen erscheinenden Hörbuch ’Was Wir Nicht Haben, Brauchen Sie Nicht’ von Dieter Moor über seinen Umzug nach Brandenburg steht zu lesen, dass darin <em>„eine charmante und witzige Liebeserklärung an eine verkannte Region“</em> enthalten sei. Im Buch dazu ist außerdem noch eine kleine Liebeserklärung an Bio enthalten, aber davon ist in der gekürzten Hörbuchfassung leider wenig übrig geblieben. Das Hören der Autorenlesung lohnt sich aber natürlich trotzdem.</strong></p>
<div id="attachment_221" class="wp-caption aligncenter" style="width: 190px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/09/holk-hoert-dieter-moor.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/09/holk-hoert-dieter-moor-180x300.jpg" alt="Im Hörbuch von Dieter Moor geht es auch um Schwarzköpfe – für die Schafzucht auf dem eigenen Bio-Bauernhof" title="holk-hoert-dieter-moor" width="180" height="300" class="size-medium wp-image-221" /></a><p class="wp-caption-text">Im Hörbuch von Dieter Moor geht es auch um Schwarzköpfe – für die Schafzucht auf dem eigenen Bio-Bauernhof</p></div>
<p><span id="more-214"></span></p>
<p>Vor ein paar Jahren beschloss der Schweizer TV-Moderator Dieter Moor nach Brandenburg zu ziehen, um dort mit seiner Frau einen alten Bauernhof zu übernehmen. Trotz einiger – für den Hörer jetzt natürlich amüsanter – Startschwierigkeiten gelingt es ihm, nach und nach neue Freunde in der kleinen Dorfgemeinde zu finden.</p>
<p><strong>Freu(n)de fürs Leben</strong></p>
<p>Wie zum Beispiel die Ladenbesitzerin Waltraud Widdel, die das unschlagbare Konsum-Motto „Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“ geprägt hat. Oder zu Bauer Godehardt Müsebeck, dem Dieter Moor gleich beim ersten Kennenlernen gerne erläutert, was er mit dem Hof vorhat: <em>„Wie gesagt, Herr Müsebeck, das ist alles noch völlig unausgegoren, aber wenn wir was machen, ja, wenn, dann schon Bio natürlich.“</em></p>
<p>Herr Müsebeck ist skeptisch, weil der Boden nur der reinste Sand sei und ohne ordentliche Stickstoffdüngung gar nichts ginge. Leider ist der Absatz, bei dem sich Dieter Moor zu der Argumentation so seine Gedanken macht, bei der Hörbuch-Version weggekürzt worden.</p>
<p>Im Buch hieß es, dass er sich durchaus Methoden vorstellen könnte, nachhaltig auf die Landwirtschaft einzuwirken: <em>„Wir könnten einwenden, dass seine Methode die Böden immer weiter auslaugt. Dass wir das genaue Gegenteil wollen. Dass wir vorhaben, über Jahre hinweg die Humusschicht mit naturnahem Wirtschaften wiederaufzubauen. Dass wir den Ertrag nicht kurzfristig messen, sondern auf Nachhaltigkeit setzen, um dann langfristig auch auf unseren Ertrag zu kommen.“</em></p>
<p><strong>Angebot und Nachfrage – willkommen im Super-Markt</strong></p>
<p>Auch das Kapitel ’Blöd’ fehlt leider völlig, worin sich Dieter Moor über das Essensangebot in den Supermärkten der Umgebung auslässt: <em>„Beim Grillhähnchen suchte ich vergeblich die Information, auf welchem Hof das Tier aufgezogen worden war und vor allem wie. Ich fand lediglich einen kleingedruckten Text, in dem ein gewisser Dr. X mit seiner gedruckten Unterschrift dafür garantierte, dass der Genuss dieses Hähnchens keinerlei Gesundheitsrisiken berge. Ich verzichtete darauf, die Probe aufs Exempel zu machen.“</em></p>
<p>Was aber nicht fehlen darf, ist das herrliche Beispiel für die Macht strategischen Konsums. Was Dieter Moor und seiner Frau Sonja nämlich im Laden von Frau Widdel fehlt, fordern sie beharrlich ein: <em>„‚Wir haben folgende Fakten’, überlegte Sonja messerscharf. ‚Erstens, Frau Widdel hat einem Kundenwunsch entsprochen. Zweitens, es ist für Kunden grundsätzlich möglich, sie zu beeinflussen. Drittens, wir sind Kunden. Also?’ – ‚Also?’, fragte ich gespannt. – ‚Also fangen wir mit der Frischmilch an.’ – ‚Und machen weiter mit den richtigen Zigaretten.’ – ‚Und dann kommt das frische Gemüse.’ – ‚Und die Bio-Produkt-Linie.’ – ‚Und frische Fruchtsäfte und Brandenburger Spezialitäten aus der Region’, schwärmte Sonja.“<br />
</em><br />
Und es klappt. Am Ende der dritten CD sagt Frau Widdel dem verblüfften Dieter Moor, dass es für ihn was gibt, dass ihm ganz dolle schmeckt: die gewünschte Frischmilch. Ob sie inzwischen bei Frau Widdel auch Bio-Produkte bekommen, wird leider nicht verraten. Aber schön wäre es ja schon, wenn ihre „Kirschblütenträume“ wahr werden würden. Schließlich erzählt Dieter Moor doch mit ’Was Wir Nicht Haben, Brauchen Sie Nicht’ Geschichten aus der arschlochfreien Zone!</p>
<p><strong>Mehr Infos unter: </strong><br />
<a href="http://www.dg-literatur.de/katalog/detail/product/164112/0/was-wir-nicht-haben--brauchen-sie-nicht/">http://www.dg-literatur.de/katalog/detail/product/164112/0/was-wir-nicht-haben&#8211;brauchen-sie-nicht/</a></p>
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		<title>Christian Ulmen erklärt am Beispiel des Hummers, warum über Fleischkonsum nachgedacht werden sollte</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 21:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Ulmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Vegetarier]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Auftrag des Magazins &#8216;Gourmet&#8217; reiste der amerikanische Autor David Foster Wallace im Sommer 2003 zum Lobster Festival nach Maine, um darüber zu berichten. Herausgekommen ist dabei allerdings ein trojanisches Pferd, dass dem Titel nach &#8216;Am Beispiel Des Hummers&#8217; klärt, wie Fleischkonsum ethisch vertretbar ist. Nun ist das Ganze kürzlich als Hörbuch in einer Lesung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Auftrag des Magazins &#8216;Gourmet&#8217; reiste der amerikanische Autor David Foster Wallace im Sommer 2003 zum Lobster Festival nach Maine, um darüber zu berichten. Herausgekommen ist dabei allerdings ein trojanisches Pferd, dass dem Titel nach &#8216;Am Beispiel Des Hummers&#8217; klärt, wie Fleischkonsum ethisch vertretbar ist. Nun ist das Ganze kürzlich als Hörbuch in einer Lesung von Christian Ulmen erschienen. Das hebt die Sache noch einmal auf ein neues Niveau, denn bei jeder seiner lustigen Umschreibungen bleibt den Hörern das Lachen im Halse stecken.</strong></p>
<div id="attachment_211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 234px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/08/holk-mit-hummer.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/08/holk-mit-hummer-224x300.jpg" alt="HolK zeigt am Beispiel des Hummers, dass die Diskussion über Fleischkonsum auch ohne erhobenen Zeigefinger geht" title="holk-mit-hummer" width="224" height="300" class="size-medium wp-image-211" /></a><p class="wp-caption-text">HolK zeigt am Beispiel des Hummers, dass die Diskussion über Fleischkonsum auch ohne erhobenen Zeigefinger geht</p></div>
<p><span id="more-205"></span></p>
<p>Wenn Christian Ulmen zu den ersten paar Sätzen des Essays ansetzt, hört sich das Ganze noch nach einem normalen Reisebericht an: <em>„Alljährlich Ende Juli lässt es die Midcoast von Maine so richtig krachen. Dann nämlich steigt an der Westflanke der Penobscot Bay, dem Nervenzentrum der regionalen Hummerindustrie, ein erstklassig vermarktetes Mega-Event namens Maine Lobster Festival.“</em></p>
<p><strong>Biologische Vielfalt</strong></p>
<p>Nach unter anderem einer biologischen Beschreibung des Schalentiers und einem geschichtlichen Abriss darüber, wie der Hummer zu seinem heutigen Ruf als Delikatesse gekommen ist, folgt der Hinweis, in welcher Vielfalt er zubereitet werden kann: <em>„Hummer kann gebacken, gebraten, gedünstet, gegrillt, sautiert oder pfannengerührt auf den Tisch kommen, notfalls geht auch die Mikrowelle.“<br />
</em><br />
Erst nach ungefähr 22 Minuten des rund doppelt so langen Vortrags <em>„&#8230; lässt sich einer Frage nicht mehr ausweichen. Es ist dieselbe Frage, die auch den gemeinen Hobbykoch ankommen mag: Ist es eigentlich in Ordnung, aus reiner Freude am Genuss ein fühlendes Wesen in einem Topf mit kochendem Wasser zu werfen?“</em></p>
<p><strong>Sch(m)erz beiseite!</strong></p>
<p>Sachlich analysiert David Foster Wallace daraufhin erst einmal, ob ein Hummer überhaupt Schmerz empfinden kann. Um schließlich zu einer einfachen Beobachtung zu gelangen: <em>„Allen theoretischen Erörterungen zum Trotz bleibt aber die Tatsache, dass sich der Hummer verzweifelt dagegen wehrt, bei lebendigem Leib gekocht zu werden.“</em></p>
<p>Wie der Titel ja andeutet, wird ’Am Beispiel Des Hummers’ allgemein der Fleischkonsum kritisch beleuchtet. Insbesondere in Fußnote 8, Stichwort gefesselte Scheren, weißt der Autor darauf hin, dass die Amputation in der Massentierhaltung eine beliebte Methode gegen Kannibalismus ist. Hühnern werden die Schnäbel <em>„gekürzt“</em>, Rinder <em>„enthornt“</em> und Schweine <em>„kulpiert“</em>, damit <em>„&#8230;sie sich nicht aus Langeweile gegenseitig die Ringelschwänzchen abnagen.“</em></p>
<p>Aber auch Fußnote 14 widmet sich anderen Tierarten. Darin heißt es unter anderem: <em>„Rind-, Schweine- und Hühnerfleisch werden von uns ja nur deshalb als vergleichsweise unproblematisch empfunden, weil die ansprechende Verpackung im Kühlregal erfolgreich verschleiert, dass das Produkt einmal ein fühlendes Wesen war, dem entsetzliche Dinge angetan wurden.“</em></p>
<p><strong>Die letzten Fragen bleiben unbeantwortet</strong></p>
<p>Am Schluss seines Artikels überlässt es David Foster Wallace jedem Leser beziehungsweise jetzt jedem Hörer selbst, was er mit den gelieferten Informationen anfängt. Vegetarier werden ist dabei durchaus ein Option. Oder auch, dass die Hörer als &#8216;Faketarian&#8217; zumindest etwas ihren Fleischkonsum einschränken! </p>
<p>Doch David Foster Wallace will da gar nicht in irgendeine Richtung missionieren. Er stellt eigentlich nur noch ein paar Fragen, denen ich auch nichts hinzufügen will: <em>„Alle <del datetime="2010-08-31T15:41:26+00:00">Leser von Gourmet</del>, die zu einem guten Stück Fleisch nicht Nein sagen (gleich ob von Rind, Kalb, Lamm, Schwein, Huhn, Hummer etc.), möchte ich fragen: Denken Sie manchmal über den Wert eines Tierlebens nach – falls dieser Wert überhaupt existiert? Denken Sie auch darüber nach, dass diese Tiere leiden müssen – falls sie denn leiden?“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos und Hörprobe unter:</strong><br />
<a href="http://roofmusic.de/de/?area=tacheles&#038;content=productdetail&#038;id=772">http://roofmusic.de/de/?area=tacheles&#038;content=productdetail&#038;id=772</a></p>
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