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	<title>holk.tv &#187; Vegetarier</title>
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	<description>Grüne Helden braucht das Land!</description>
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		<title>Bo Flower nimmt’s persönlich, wenn es um Ungerechtigkeit geht</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Feb 2011 19:23:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bo Flower]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit ’Tötet Sw***ty’ wurde Bo Flower 2005 erstmals einer größeren Hörerschaft bekannt. Doch auch wenn er den virtuellen Klingelton-Piepmatz damals zur Hölle schicken wollte, liegt ihm der Respekt vor anderen Lebewesen sehr am Herzen, wie auf einigen Free Downlads und seinem neuen Album ’Flo Bauer’ jetzt nachzuhören ist. Da Bo Flower schon seit Jahren Vegetarier [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit ’Tötet Sw***ty’ wurde Bo Flower 2005 erstmals einer größeren Hörerschaft bekannt. Doch auch wenn er den virtuellen Klingelton-Piepmatz damals zur Hölle schicken wollte, liegt ihm der Respekt vor anderen Lebewesen sehr am Herzen, wie auf einigen Free Downlads und seinem neuen Album ’Flo Bauer’ jetzt nachzuhören ist.</strong></p>
<div id="attachment_308" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/02/bo-flower-und-holk-persoenlich.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2011/02/bo-flower-und-holk-persoenlich-300x225.jpg" alt="HolK traf Bo Flower bzw. Flo Bauer persönlich im Ramones-Museum Berlin" title="bo-flower-und-holk-persoenlich" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-308" /></a><p class="wp-caption-text">HolK traf Bo Flower bzw. Flo Bauer persönlich im Ramones-Museum Berlin</p></div>
<p><span id="more-307"></span></p>
<p>Da Bo Flower schon seit Jahren Vegetarier ist, kam im Zuge der neuen CD die Idee auf, dass er ja auch was mit PETA machen könnte. Gesagt, getan – zumal er sogar mit ’Das Leben der Anderen’ schon einen passenden Song in der Schublade hatte, der davor leider nie veröffentlicht worden war: <em>„Ich hatte eine Geschichte gelesen, bei der aus einer neutralen Sicht beschrieben wird, wie ein Tier in die Massentierhaltung geboren wird. Ich habe mich dann da rein versetzt, angefangen zu schreiben und das sofort aufgenommen. Das war schon vor drei oder vier Jahren, aber der Song wurde damals nicht wahrgenommen. Jetzt beim neuen Album kamen wir auf die Idee, mal bei PETA anzufragen, die auch gleich ziemlich begeistert waren. Darüber habe ich mich richtig gefreut, dass das so zusammen gekommen ist.“</em></p>
<p><strong>(Keine) Zeit zu verstehen, was Tieren angetan wird</strong></p>
<p>Der kostenlose mp3-Track unter <a href="http://www.peta2.de/boflower">http://www.peta2.de/boflower</a> bietet dabei wirklich in seinen Lyrics eine interessante Perspektive, die zum Nachdenken über unsere Fleisch-Produktion anregt: <em>„Du bist klein und ohne Schuld auf der Suche nach dem Glück./ Hier ist es nicht, merkst du schnell. Du kriegst etwas gespritzt./ Du versuchst, was zu erkennen, wirst geblendet von dem Licht./ Ein heftiger Schmerz. Verdammt, wo ist meine Mum?/ Der ganze Mund brennt wie Flammen. Was tut ihr mir an?“</em></p>
<p>Was Bo Flower da aus der Sicht eines Kükens beschreibt, ist das Kupieren des Schnabels. Dabei wird der vordere Teil des Schnabels ohne Betäubung abgetrennt, damit sich die eingepferchten Tiere nicht gegenseitig picken. Diese Amputation ist in <a href="http://bundesrecht.juris.de/tierschg/__6.html">§6 des Tierschutzgesetzes</a> geregelt.</p>
<p>Besonders interessant bei ’Das Leben der Anderen’ ist, dass hier den Hörern nicht mit erhobenen Zeigefinger die grausamen Fakten an den Kopf geworfen werden. Stattdessen müssen sie sich den Hintergrund dazu selber erarbeiten, um das Gesagte überhaupt richtig zu verstehen: <em>„Das wäre ja nicht richtig gewesen, es zu erklären. Denn das Tier rafft das alles auch nicht. Ich habe wirklich versucht, das aus dieser Sicht darzustellen. Natürlich ist das für viele Menschen schwierig zu verstehen. Einige Freunde haben auch gesagt, dass sie sich das nicht anhören können. Aber genau darum geht es.“</em></p>
<p><strong>Es ist gar nicht so schwer, anderen das Wasser zu reichen</strong></p>
<p>Auf seiner eigenen Website gibt es übrigens noch viele weitere Free Downloads – darunter das Stück ’Viva Con Agua’, das Bo Flower zusammen mit unter anderem Irie Revoltes und Toni L von Advanced Chemistry für die gleichnamige Hilfsorganisation aufgenommen hat. Im Songtext heißt es dazu von ihm zum Ziel des Trinkwasserprojekts unter anderem: <em>„Hier im Westen geht’s den meisten darum, was zu erreichen./ Alle wollen es schaffen, den andern was zu beweisen./ Es gilt, im Wettbewerb den anderen das Wasser zu reichen./ Uns geht es darum denen, die es brauchen Wasser zu reichen.“</em></p>
<p>Sein Engagement für Viva Con Aqua geht dabei übrigens weit über das Schreiben von Songs hinaus. So nahm er 2008 am so genannten ’Wassermarsch’ teil und lief dafür über 1.000 Kilometer. Ein Erlebnis, das er auch in seiner neuen Single ’Nimm’s Persönlich’ erwähnt und das ihm in einer schwierigen Lage neue Kraft gespendet hat: <em>„Du bist verwirrt und alleine. Weißt nicht, was du jetzt startest./ Und gehst 40 Tage zu Fuß von Hamburg nach Basel./ Ja, mir geht es wirklich schlecht. Mir geht es wirklich dreckig./ So ist es, wenn man einsam und verletzt ist.“</em></p>
<p>Rückblickend empfindet Bo Flower den ’Wasser!Marsch 2008’ als eine der coolsten Aktionen, die jemand in dem Bereich sich ausgedacht hat: <em>„Was gibt es Krasseres, als so das Thema einmal quer durch die Republik zu tragen? Wir hatten dann noch ein Holzgefährt aus dem Kongo dabei. Wenn du das dort hast, bist du ein gemachter Mann. Und hier fragten uns die Leute, ob wir das aus dem Museum hätten. Das war eine geile Konfrontation. Dann haben wir Fußballturniere gespielt und zum Beispiel Station gemacht bei Konzerten von Wir sind Helden und Fettes Brot. Aber wenn du solange mit anderen unterwegs bist, hast du bei jedem eine private Leiche im Keller gefunden, warum er dabei ist. Sonst schaffst du das wahrscheinlich auch nicht. Also bei mir war es so!“</em></p>
<p><strong>Geradeaus und glücklich</strong></p>
<p>Sehr nachdenklich ist Bo Flower neben Liebesliedern wie ’Wunderschön’ und ’Niemals’ auch unter anderem noch in ’Kuck in die Welt’ und ’Eiskalt’. In ’Das Alles sind wir’ macht er sich dann noch so seine Gedanken über Mini-Löhne, Fettleibigkeit, mehr Schein als Sein und Kinderarbeit: <em>„Hände reibend sehen viele Kindern bei der Arbeit zu./ Ich schüttel’ meinen Kopf und schließ’ für heute mein Tagebuch./ Ich verfolge meinen Weg. Doch welcher führt aus dem Tal heraus?/ Ich schließ’ die Augen und geh’ immer weiter geradeaus.“</em></p>
<p>Aber wie der Titel ja bereits verdeutlicht, sieht sich Bo Flower nicht außerhalb dieser Gesellschaft und betont, dass keiner perfekt ist: <em>„Sich das einzugestehen, dass du ein ganz normaler Mensch bist mit ganz normalen Bedürfnissen, Schwächen und Fehlern, gehört einfach dazu. Ich bin Vegetarier, esse aber zum Beispiel Fisch. Ich habe mir gesagt, dass das jeder für sich selber wissen muss und sich das raus suchen soll, was für ihn cool ist. Ich finde gut, wenn du dir dessen einfach bewusst bist. Wenn du dich sonst die ganze Zeit selbst geißelst und unglücklich bist, hast du ja auch nichts davon.“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://www.boflower.de">http://www.boflower.de</a></p>
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		<title>Christian Ulmen erklärt am Beispiel des Hummers, warum über Fleischkonsum nachgedacht werden sollte</title>
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		<pubDate>Mon, 13 Sep 2010 21:05:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Ulmen]]></category>
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		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Auftrag des Magazins &#8216;Gourmet&#8217; reiste der amerikanische Autor David Foster Wallace im Sommer 2003 zum Lobster Festival nach Maine, um darüber zu berichten. Herausgekommen ist dabei allerdings ein trojanisches Pferd, dass dem Titel nach &#8216;Am Beispiel Des Hummers&#8217; klärt, wie Fleischkonsum ethisch vertretbar ist. Nun ist das Ganze kürzlich als Hörbuch in einer Lesung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Im Auftrag des Magazins &#8216;Gourmet&#8217; reiste der amerikanische Autor David Foster Wallace im Sommer 2003 zum Lobster Festival nach Maine, um darüber zu berichten. Herausgekommen ist dabei allerdings ein trojanisches Pferd, dass dem Titel nach &#8216;Am Beispiel Des Hummers&#8217; klärt, wie Fleischkonsum ethisch vertretbar ist. Nun ist das Ganze kürzlich als Hörbuch in einer Lesung von Christian Ulmen erschienen. Das hebt die Sache noch einmal auf ein neues Niveau, denn bei jeder seiner lustigen Umschreibungen bleibt den Hörern das Lachen im Halse stecken.</strong></p>
<div id="attachment_211" class="wp-caption aligncenter" style="width: 234px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/08/holk-mit-hummer.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/08/holk-mit-hummer-224x300.jpg" alt="HolK zeigt am Beispiel des Hummers, dass die Diskussion über Fleischkonsum auch ohne erhobenen Zeigefinger geht" title="holk-mit-hummer" width="224" height="300" class="size-medium wp-image-211" /></a><p class="wp-caption-text">HolK zeigt am Beispiel des Hummers, dass die Diskussion über Fleischkonsum auch ohne erhobenen Zeigefinger geht</p></div>
<p><span id="more-205"></span></p>
<p>Wenn Christian Ulmen zu den ersten paar Sätzen des Essays ansetzt, hört sich das Ganze noch nach einem normalen Reisebericht an: <em>„Alljährlich Ende Juli lässt es die Midcoast von Maine so richtig krachen. Dann nämlich steigt an der Westflanke der Penobscot Bay, dem Nervenzentrum der regionalen Hummerindustrie, ein erstklassig vermarktetes Mega-Event namens Maine Lobster Festival.“</em></p>
<p><strong>Biologische Vielfalt</strong></p>
<p>Nach unter anderem einer biologischen Beschreibung des Schalentiers und einem geschichtlichen Abriss darüber, wie der Hummer zu seinem heutigen Ruf als Delikatesse gekommen ist, folgt der Hinweis, in welcher Vielfalt er zubereitet werden kann: <em>„Hummer kann gebacken, gebraten, gedünstet, gegrillt, sautiert oder pfannengerührt auf den Tisch kommen, notfalls geht auch die Mikrowelle.“<br />
</em><br />
Erst nach ungefähr 22 Minuten des rund doppelt so langen Vortrags <em>„&#8230; lässt sich einer Frage nicht mehr ausweichen. Es ist dieselbe Frage, die auch den gemeinen Hobbykoch ankommen mag: Ist es eigentlich in Ordnung, aus reiner Freude am Genuss ein fühlendes Wesen in einem Topf mit kochendem Wasser zu werfen?“</em></p>
<p><strong>Sch(m)erz beiseite!</strong></p>
<p>Sachlich analysiert David Foster Wallace daraufhin erst einmal, ob ein Hummer überhaupt Schmerz empfinden kann. Um schließlich zu einer einfachen Beobachtung zu gelangen: <em>„Allen theoretischen Erörterungen zum Trotz bleibt aber die Tatsache, dass sich der Hummer verzweifelt dagegen wehrt, bei lebendigem Leib gekocht zu werden.“</em></p>
<p>Wie der Titel ja andeutet, wird ’Am Beispiel Des Hummers’ allgemein der Fleischkonsum kritisch beleuchtet. Insbesondere in Fußnote 8, Stichwort gefesselte Scheren, weißt der Autor darauf hin, dass die Amputation in der Massentierhaltung eine beliebte Methode gegen Kannibalismus ist. Hühnern werden die Schnäbel <em>„gekürzt“</em>, Rinder <em>„enthornt“</em> und Schweine <em>„kulpiert“</em>, damit <em>„&#8230;sie sich nicht aus Langeweile gegenseitig die Ringelschwänzchen abnagen.“</em></p>
<p>Aber auch Fußnote 14 widmet sich anderen Tierarten. Darin heißt es unter anderem: <em>„Rind-, Schweine- und Hühnerfleisch werden von uns ja nur deshalb als vergleichsweise unproblematisch empfunden, weil die ansprechende Verpackung im Kühlregal erfolgreich verschleiert, dass das Produkt einmal ein fühlendes Wesen war, dem entsetzliche Dinge angetan wurden.“</em></p>
<p><strong>Die letzten Fragen bleiben unbeantwortet</strong></p>
<p>Am Schluss seines Artikels überlässt es David Foster Wallace jedem Leser beziehungsweise jetzt jedem Hörer selbst, was er mit den gelieferten Informationen anfängt. Vegetarier werden ist dabei durchaus ein Option. Oder auch, dass die Hörer als &#8216;Faketarian&#8217; zumindest etwas ihren Fleischkonsum einschränken! </p>
<p>Doch David Foster Wallace will da gar nicht in irgendeine Richtung missionieren. Er stellt eigentlich nur noch ein paar Fragen, denen ich auch nichts hinzufügen will: <em>„Alle <del datetime="2010-08-31T15:41:26+00:00">Leser von Gourmet</del>, die zu einem guten Stück Fleisch nicht Nein sagen (gleich ob von Rind, Kalb, Lamm, Schwein, Huhn, Hummer etc.), möchte ich fragen: Denken Sie manchmal über den Wert eines Tierlebens nach – falls dieser Wert überhaupt existiert? Denken Sie auch darüber nach, dass diese Tiere leiden müssen – falls sie denn leiden?“</em></p>
<p><strong>Mehr Infos und Hörprobe unter:</strong><br />
<a href="http://roofmusic.de/de/?area=tacheles&#038;content=productdetail&#038;id=772">http://roofmusic.de/de/?area=tacheles&#038;content=productdetail&#038;id=772</a></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Boshi San wünscht sich auf &#8216;H.e.R.B.&#8217; weniger Massenkonsum – und dafür coolere Eco-Fashion</title>
		<link>http://www.holk.tv/2010/05/04/boshi-san-herb-eco-fashion-statt-massenkonsum/</link>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 21:12:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 8. Mai feiert Boshi San die Record-Release-Party für sein Album ’H.e.R.B.’. Wer sich vorab schon mal die Songtexte zum Mitsingen aneignen will, kann bereits die CD kaufen. Und das lohnt sich, denn der Münchner rappt nicht nur über die neuesten Beats von Glam (Main Concept) und über Themen wie Liebe, Sex und Zärtlichkeit – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am 8. Mai feiert Boshi San die Record-Release-Party für sein Album ’H.e.R.B.’. Wer sich vorab schon mal die Songtexte zum Mitsingen aneignen will, kann bereits die CD kaufen. Und das lohnt sich, denn der Münchner rappt nicht nur über die neuesten Beats von Glam (Main Concept) und über Themen wie Liebe, Sex und Zärtlichkeit – sondern auch sehr überzeugend über das Prinzip, dass weniger manchmal mehr ist!</strong></p>
<div id="attachment_103" class="wp-caption aligncenter" style="width: 310px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/05/boshi-san-roger-rekless-holk.jpg"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/05/boshi-san-roger-rekless-holk-300x214.jpg" alt="Boshi San (rechts) steht auf grün – wie HolK und Roger Rekless, mit dem er beim Team Makasi rappt" title="boshi-san-roger-rekless-holk" width="300" height="214" class="size-medium wp-image-103" /></a><p class="wp-caption-text">Boshi San (rechts) steht auf grün – wie HolK und Roger Rekless, mit dem er beim Team Makasi rappt</p></div>
<p><span id="more-101"></span></p>
<p>Der eine oder die andere wird vielleicht schon von Boshi San gehört haben, schließlich ist der Münchner MC unter anderem Mitglied beim Team Makasi mit Roger Rekless und bei der Raggasnoda Click. Auf die zuletzt genannte Crew verweist er auch mit dem Namen seines Solo-Debüts, denn ’H.e.R.B.’ bedeutet ausgeschrieben ’Herzergießungen eines funkliebenden Raggasnoda-Bruders’ (58 Beats/Groove Attack).<br />
<strong><br />
Der Titel ist Programm</strong></p>
<p>Der Albumtitel klingt erst einmal von der Wortwahl her ungewöhnlich, hat dafür aber einen literarischen Bezug. Inspiriert wurde er von den ’Herzergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders’. Wilhelm Heinrich Wackenroder und Ludwig Tieck lassen darin einen Mönch über dessen Kunstverständnis an alle schreiben, die noch <em>„heilige Ehrfurcht vor der verflossenen Zeit in einem stillen, unaufgeblähten Herzen tragen“</em>.</p>
<p>Boshi fand den Titel sehr passend, weil er in seiner Version die verschiedenen Aspekte seines derzeitigen Stils ganz gut einfängt: <em>„Das Wort ’Herzensergießungen’ alleine ist ja schon ziemlich altmodisch, sperrig und auf den ersten Blick vielleicht sogar abschreckend. Das passt aber auch wieder zur Einstellung des Albums, auf dem es ja auch um Rückbesinnung auf bestimmte Werte geht. Das Buch des Klosterbruders ist außerdem ein romantisches Werk und ich selbst finde mich in vielen Motiven der Romantik wieder. Deshalb dieser Titel als Kontext.“</em><br />
<strong><br />
Versteinert in bewegten Bildern</strong></p>
<p>Als Single hat Boshi San ’Wer Bist Du?’ ausgewählt. Im dazugehörigen Video läuft er anfangs durch einen Wald, in dem die Tiere alle ausgestopft sind. Wer will, kann da schon einen Eco-Spot drin sehen. Das durch Menschen verschuldete Artensterben empfindet der Vegetarier zwar als Problem, es soll mit dem Video aber nicht direkt angesprochen werden: <em>„Dass die Tiere im Video ausgestopft sind, hat in diesem Fall nichts mit der Tierrechtsthematik zu tun, auch wenn diese allgemein für mich sehr wichtig ist. Ich versuche weitgehend auf tierische Produkte zu verzichten, soll heißen: kein Fleisch, kein Fisch, kein Leder, wenig Milchprodukte – und wenn, dann nur bio. Dass alle Lebewesen im Video versteinert sind, soll eine Metapher dafür sein, dass die Umwelt sich einem verschließt, wenn man kein stimmiges Selbstverhältnis hat.“</em></p>
<p><strong>Teil dieses wunden Sterns</strong></p>
<p>Wie er selbst seine Umwelt wahrnimmt, zeigt sich in den Lyrics von ’Simplicity’. Unseren Planeten nennt er darin einen wunden Stern. In der Übersetzung bedeutet der Refrain in etwa, dass der Schlüssel zur Glückseligkeit in mehr Einfachheit zu finden ist (<em>„… the key to felicity? I think we need more simplicity.“</em>). Außerdem erklärt Boshi im Songtext, wie er sich das Erreichen dieses Ziels vorstellt: <em>„Durch die Kleidung, die du trägst. Durch die Sachen, die du kaufst, entscheidest du, was geht./ Du hast Macht über Verkauf, Angebot und Preis. Mehr Anspruchslosigkeit ist das, was wir bräuchten.“</em></p>
<p>Dies ist dabei übrigens nicht die einzige Stelle, an der er dem Kommerz den Kampf ansagt. In ’Smooth’ (zu deutsch etwa „geschmeidig“) heißt es: <em>„Ich musste soviel Kraft, soviel Mut aufwenden./ Um die Zwänge zu bekämpfen. Ey yo, Wasser und Blut hab ich geschwitzt, hab sie im Griff./ Jetzt kann der Massenkonsum mich nicht mehr blenden.“</em></p>
<p><strong>Eco-Sneakers statt Einheitsbrei</strong></p>
<p>Das klingt erstmal natürlich gut. Bei zum Beispiel Klamotten ist es aber immer noch etwas schwieriger, aus dem Einheitsbrei auszusteigen. Trotzdem versucht Boshi auch in diesem Bereich, auf soziale und ökologische Standards zu achten: <em>„Ich kaufe seit längerem keine Produkte mehr von Konzernen wie Nike. Meine Flohmarkt-Nikes habe ich für 10 Euro gekauft! Sie trage ich noch solange, bis sie den Geist aufgeben. Ich hoffe, dass bis dahin noch mehr stylische Eco-Sneaker auf dem Markt zu haben sind. Ich habe schon ein paar, aber da geht auf jeden Fall noch mehr. An dieser Stelle also ein Aufruf: &#8216;Produziert doch bitte endlich einmal coole HipHop-Klamotten, die nicht von kleinen Kindern in Bangladesh zusammengenäht wurden&#8217;! Preislich macht es sowieso keinen Unterschied, ob ich mir viel zu teure HipHop-Wear hole oder Organic-FairTrade-Clothes.“</em></p>
<p><strong>Verändern statt verzichten</strong></p>
<p>In ’Nein Danke’ geht Boshi San noch etwas weiter. Hier rappt er scheinbar sogar über einen Kauf-Boykott: <em>„Nein danke, ich hab schon, ich brauch das nicht./ Egal, wie sehr ihr mich  belabert. Yo, ich kauf es nicht.“</em></p>
<p>Eine Spaßbremse will er aber auf keinen Fall sein. Der erhobene Zeigefinger ist bei ihm nicht zu finden. Allgemein ist er der Meinung, dass es okay ist, wenn nicht auf alles verzichten wird: <em>„Es wäre kontraproduktiv, sich für jede Eitelkeit und Nachlässigkeit in Sachen &#8216;Verzicht&#8217; zu tadeln. Diese Energie könnte auch an anderer Stelle produktiv eingesetzt werden. Solange das System krank ist, kann niemand permanent gesunde Entscheidungen von jedem Menschen verlangen. Dennoch denke ich aber, dass wir eben jenes kranke System in kleinen gemeinsamen Schritten verändern können und müssen.“</em></p>
<p>Recht hat er! Und ein erster Schritt könnte sein, sich seine Botschaften reinzuziehen. Entweder auf &#8216;H.e.R.B.&#8217; oder live auf der Record-Release-Party am 8.5.2010 im Atomic Cafe München.<br />
<strong><br />
Mehr Infos unter:</strong> <a href="http://boshisan.de">http://boshisan.de</a></p>
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		<item>
		<title>Meyah Don – mit Laub und Seele im Einsatz für Mutter Natur</title>
		<link>http://www.holk.tv/2010/02/22/meyah-don-seele-fuer-mutter-natur/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 15:49:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>HolK</dc:creator>
				<category><![CDATA[Musiker]]></category>
		<category><![CDATA[Ecotainment]]></category>
		<category><![CDATA[Meyah Don]]></category>
		<category><![CDATA[Natur]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass sich einige Rapper für mehr Umweltschutz einsetzen, wird nicht nur hier immer wieder gezeigt. So konsequent wie Meyah Don macht es aber keiner. Der MC aus Berlin hat vor wenigen Wochen sein viertes Album ’Mit Herz Und Seele’ veröffentlicht – und erklärt sich darauf mit dem gleichnamigen Stück berechtigterweise zum ’Ökorapper Nr. 1’! Meyah [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dass sich einige Rapper für mehr Umweltschutz einsetzen, wird nicht nur hier immer wieder gezeigt. So konsequent wie Meyah Don macht es aber keiner. Der MC aus Berlin hat vor wenigen Wochen sein viertes Album ’Mit Herz Und Seele’ veröffentlicht – und erklärt sich darauf mit dem gleichnamigen Stück berechtigterweise zum ’Ökorapper Nr. 1’!</strong></p>
<p>Meyah Don nennt sich nicht ’Ökorapper Nr 1’, er ist es. Mit diesem Titel will er sich nicht über andere Kollegen erheben, die sich in ihren Lyrics so wie er den Belangen von Mutter Natur widmen. Diese Auszeichnung soll lediglich belegen, dass er seit Beginn seiner musikalischen Laufbahn dieses Thema aufgegriffen hat: <em>„Ich war von den deutschen Rappern, die ich kenne, quasi der erste, der sich mit dem Thema so intensiv auseinandergesetzt hat. Was mir persönlich wichtig ist, dass dieses Ökorapper-Ding nicht als irgendein Image aufgefasst wird, frei nach dem Motto ’Bio sells’ oder so. Ich bin Agrarwissenschaftler, also im weiteren Sinne ein Ökologe, und nebenbei eben Rapper. Einen Ökorapper Nr. 2 in diesem Sinne gibt es nicht. Deshalb bin ich der einzig wahre Ökorapper Nr.1!“</em></p>
<div id="attachment_65" class="wp-caption aligncenter" style="width: 235px"><a href="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/02/holk-meyah-don-studio-2010.JPG"><img src="http://www.holk.tv/wp-content/uploads/2010/02/holk-meyah-don-studio-2010-225x300.jpg" alt="HolK trifft Meyah Don – mit Mic und Seele im Studio" title="holk-meyah-don" width="225" height="300" class="size-medium wp-image-65" /></a><p class="wp-caption-text">HolK trifft Meyah Don – mit Mic und Seele im Studio</p></div>
<p>Was es ist, das einen echten Öko(-Rapper) auszeichnet, erklärt Meyah Don relativ knapp im Songtext: <em>„Ich bin nicht öko, nur weil ich kein Fleisch esse./ Sondern weil ich weiß, wie man dein Rind, dein Huhn, dein Schwein mästet./ Nicht, weil ich mit Pflanzen spreche. Nicht, weil ich ein Bauer bin./ Sondern, weil ich der Natur Respekt zu zollen schlauer find.“</em></p>
<p>Auch ’Fragen Ans Ich’ und ’Was Wollen Wir’ geben zwar Denkanstöße, aber liefern im Grunde keine eindeutigen Antworten. Die muss jeder selber finden, wenn er den Lyrics lauscht. Auch wenn durch die gegensätzlichen Bilder die Wahl schon in die richtige Richtung beeinflusst wird: <em>„Was wollen wir? Geld oder Liebe?/ Paradies oder eine tote Welt ohne Tiere?/ Vertrocknet in der Betonwüste liegen?/ Oder doch lieber auf grünen Wiesen?“</em></p>
<p>Meyah Don möchte niemandem irgendwelche Handlungsvorgaben machen oder behaupten, er würde die Lösungen zu vielen bestehenden Problemen kennen. Obwohl er durchaus eigene Ansätze zu bieten hat, wie er sagt: <em>„Sicherlich hätte ich einige konkrete Vorschläge für Veränderungen im Umgang mit unserer Umwelt. Aber konkretes Handeln setzt eine gewisse Bewusstheit gegenüber der Problematik voraus. In dieser Hinsicht können Denkanstöße sehr hilfreich sein. Und letztlich lassen sich aus diesen Denkanstößen ja die von mir theoretisch gedachten bewussteren Handlungsweisen ableiten.“</em></p>
<p>Auf &#8216;Mit Herz Und Seele&#8217; wird nun auch die Plantman-Saga fortgesetzt. Für Meyah Don ist das Ganze als ein unterhaltsames Superhelden-Epos angelegt, das vielerlei Inhalte transportiert. Zum einen natürlich wieder mal, dass man sich für seine Umwelt einsetzen sollte. Zum anderen spiegelt es aber auch Episoden aus seinem eigenen Leben wider, die teilweise völlig unterbewusst mit eingeflossen sind, wie er mit einem Beispiel zeigt: <em>„Im ersten Teil beispielsweise wird der Hüne als Endgegner durch das im Plantman aufkeimende Gefühl des Hasses besiegt. Wenn ich zurückdenke, war zu dieser Zeit die Wut auf die Ignoranz des Menschen in mir so groß, dass es schon fast misanthropische Ausmaße annahm und die aggressivsten Lieder entstanden, die mir ja letztlich den Titel &#8216;Umweltfaschist&#8217; einbrachten.“</em></p>
<p>Die Plantman-Geschichte soll nun übrigens mit dem dritten Teil endgültig beendet sein. Dafür gibt es aber noch als eine Art kleinen Nachschlag den &#8216;Plantman Dance&#8217;, für den sich Meyah Don konkrete Bewegungsvorgaben im Songtext ausgedacht hat. Wie das dann in echt aussieht, gab es auch schon bei einer Show zu bewundern. <em>„Die Choreographie für den Tanz hat Stella, die quasi unsere Label-Chefin von &#8216;Edit Entertainment&#8217; und hauptberuflich Tanzlehrerin ist, ausgearbeitet. Die hat sie dann mit ihren Tanzschülern der Jam on it-Dancecrew umgesetzt. Und ich muss sagen, das Ergebnis ist einzigartig! Ich selber beherrsche den Tanz nicht und wegen meiner Rückenprobleme wird es mir wohl auch versagt bleiben, vieles davon jemals zu lernen.“</em></p>
<p>Ein weiteres Video inklusive dem &#8216;Plantman-Dance&#8217; ist übrigens in Planung, nachdem gerade schon ein Clip zu &#8216;Psychoaktiv&#8217; abgedreht wurde. Doch Meyah Don ist im Grunde längst schon mit den nächsten Ideen beschäftigt. Estess, Gris und er basteln wie immer an HFX-Tracks. Ansonsten wird es von ihm einige Features zu hören geben, unter anderem für das Solo-Album ’Pension Esteban’ von Estess oder das Team Avantgarde-Ding ’Paradox’. Doch das ist noch lange nicht alles. Schließlich ist der Kampf für Mutter Natur noch lange nicht beendet: <em>„Nebenbei habe ich noch paar exklusive Überraschungen im Ärmel. Man darf also gespannt sein!“</em></p>
<p>Mehr Infos unter: <a href="http://www.myspace.com/meyahdon">http://www.myspace.com/meyahdon</a></p>
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